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Das Duo bildet einen eigenständigen Staat am südlichen Ende der Karibik

Trinidad & Tobago: Das karibische Traumduo

von Alexander Weis,  23.01.2023
Das kleinere Eiland Tobago betört durch malerische Buchten wie die lauschige Parlatuvier Bay im Norden. | © Imago Das kleinere Eiland Tobago betört durch malerische Buchten wie die lauschige Parlatuvier Bay im Norden. | ©Imago

Vor der Küste Venezuelas locken Trinidad und Tobago mit traumhaften Stränden und sattgrünem Regenwald. Hier lässt es sich wunderbar baden, wandern – und in der Sonne faulenzen.

Einfach herrlich: In der „Glasgow Bar“ hoch über der Parlatuvier Bay mit einem kühlen Cocktail sitzen und den Blick schweifen lassen. Das Panorama ist phänomenal: türkisblaues Meer, gesäumt von einem goldgelbem Strand, auf den Hängen dahinter üppiges Grün. Wir sind auf Tobago, der kleineren Schwesterinsel von Trinidad.

Das Duo bildet einen eigenständigen Staat am südlichen Ende der Karibik. Tobagos Traumstrände sind einzigartig. Um die 40 Arten Sand sorgen für reizvolle Abwechslung. Rosa glitzert es etwa in der romantischen Lover’s Bay im Nordosten. Strahlend weiß leuchtet der Korallensand am Pigeon Point ganz im Westen. Er gilt als der schönste Beach der Insel mit hohen Kokospalmen, deren Blätter im lauen Wind sanft rascheln. Ein Anlegesteg führt weit übers Wasser, an seinem Ende spendet ein Pavillon mit Strohdach Schatten. Das vorgelagerte Riff lädt zum Abtauchen in eine bunte Unterwasserwelt ein und schützt die Bucht vor hohen Wellen.

Der Korallensand am Pigeon Point.

Expedition ins Reich der Roten Ibisse

Auch die Insel Trinidad hat einige Strandperlen zu bieten, Reisende begeistern sich aber vor allem für ihre Naturwunder. Beim Anflug auf Port of Spain ist davon aber noch nicht viel zu sehen. Überraschend urban gibt sich die Hauptstadt des Inselstaats mit zahlreichen Bürotürmen. Aber nur wenige Kilometer jenseits der Metropole ist die Landschaft ursprünglich wild. Aufregend ist ein Bootsausflug ins nahe Mangrovenfeuchtgebiet Caroni Swamp: Hier kann man erleben, wie Scharen von Roten Ibissen in der Dämmerung ihre Nistplätze anfliegen – ein magischer Moment. Nördlich von Port of Spain führt eine der schönsten Straßen Trinidads über die Gebirgskette der Northern Range: die North Coast Road. Über dicht bewaldete Berghänge geht es in Haarnadelkurven hinunter zur Nordküste, wo sich das Karibische Meer wild schäumend austobt.

Touristen im Mangrovenfeuchtgebiet Caroni Swamp.

Trinidad & Tobago entdecken

  • ANREISE: Flüge mit Zwischenstopps (Gesamtdauer mindestens 19 Stunden) nach Port of Spain (Trinidad) von Frankfurt/Main etwa mit British Airways ab 1300 Euro, britishairways.com. Die beiden Inseln sind über täglich verkehrende Flugzeug- und Fährlinien miteinander verbunden
  • RUNDREISE: Etwa der Spezialveranstalter Kolibri bietet zum Beispiel die 14-tägige Individualreise „Tobago: Die grüne Karibik“ ab 1345 Euro zzgl. Flug, inkl. Hotels, Transfers und geführten Ausflügen, kolibri-reisen.de
  •  BUCHTIPP: Paul Clammer, Marc Di Duca & Co.: „Lonely Planet Karibik“, Mairdumont, 986 Seiten, 29,95 Euro
  • INFOS: Die Tourismuszentralen geben Tipps: visittobago.gov.tt, visittrinidad.tt Aktuelles zu Einreise und Coronasituation: auswaertiges-amt.de

Mit den Einheimischen genussvoll „limen“

Riesige Lederschildkröten legen hier an den Stränden zwischen März und August ihre Eier ab. Nicht weit weg: Trinidads Vorzeigestrand Maracas Bay, an den Wochenenden Treffpunkt der Einheimischen zum geselligen „Liming“, was entspanntes Faulenzen bedeutet. Wer Hunger hat, holt sich an einem der Imbissstände ein „Bake and Shark“, frittiertes Fladenbrot mit Haifisch. Tipp für Naturfreunde: Rund 20 Kilometer gen Osten liegt Blanchisseuse. Der beschauliche Küstenort ist idealer Startpunkt für Trekkingtouren in den Dschungel, etwa entlang des Marianne River, den man auch mit dem Kajak befahren kann. Auf dem Nachbareiland werden Outdoorfans im Tobago Forest Reserve glücklich, dem ältesten Schutzgebiet auf karibischen Inseln. Kolibris und Papageien schwirren umher, in der Ferne sind Brüllaffen zu hören. Ein Highlight ist auch der Argyle-Wasserfall nahe der Südküste: Sein klares Wasser strömt in natürliche Pools. Hier zu baden, umgeben von tropischer Natur, berauscht alle Sinne.

TV-Tipp zum Thema: Arte-Doku "Die Karibik: Die wilde Seite des Paradieses. Ein Thema ist Trinidad. Mi, 25. Januar, 20.15 Uhr bei Arte und bereits in der Mediathek: