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Der Herr der Ringe Online: Was das Spiel Fans zu bieten hat – und was nicht!

24.07.2023 um 15:30 Uhr
    Ein Mensch, ein Elf und ein Zwerg kämpfen gegen Orks und Warge. Es ist wahrscheinlich, dass es sich um Aragorn, Legolas und Gimli handelt. | © Standing Stone Games Der Kampf gegen das Böse in Mittelerde tobt auf dem ganzen Kontinent. | ©Standing Stone Games

    Stolze 16 Jahre hat das Massive Multiplayer-Onlinespiel Der Herr der Ringe Online bereits auf dem Buckel – liefert aber weiterhin Erweiterungen, neue Gebiete und neue Klassen. Was du über das Spiel wissen musst, erfährst du hier.

    Einmal selbst durch Rohan reiten oder im Auenland am Brandywein-Fluss sitzen und angeln – für viele Herr der Ringe-Buch- und Filmfans ein großer Traum. Diesen und viele weitere erfüllt Der Herr der Ringe Online. Aber das ist nicht alles, was das Spiel zu bieten hat.

    Was kostet Der Herr der Ringe Online?

    Das Spiel ist seit vielen Jahren Free-To-Play, das bedeutet, dass du nichts zahlen musst, um zu spielen – aber durchaus Dinge kaufen kannst. So lässt sich das Spiel in einer Basis-Version spielen. Um bestimmt Vorteile zu erhalten, musst du allerdings Spielgeld ausgeben. Das kannst du entweder mit echtem Geld kaufen oder selbst erspielen. Denn jede erledigte Tat deines Charakters belohnt dich mit dieser Währung. Und die kannst du für neue Spielinhalte ausgeben. Zusätzlich spendieren die Entwickler regelmäßig ältere Inhalte des Spiels, die dich dann gar nichts kosten.

    Worum geht es im Spiel?

    Du bist in HDRO ein Charakter, der zwar nicht im Roman vorkommt, aber dennoch eine wichtige Rolle spielt. Denn du – entweder allein oder mit Freunden – unterstützt die Reise der Ringgefährten im Verborgenen. So rettest du die Hobbits auf ihrem Weg nach Bree, kämpfst gegen Orks auf der Wetterspitze oder stehst Seite an Seite mit dem rohanischen Prinzen Theodred an den Furten des Isen.

    Inzwischen kannst du die ganze Geschichte des Romans auch im Spiel miterleben, die Erweiterungen sind längst in Mordor angekommen. Allerdings gibt es dennoch weiter Neues, so soll im Herbst eine neue Klasse ins Spiel kommen und auch weitere Storys rund um die Helden der Geschichte erscheinen regelmäßig.

    Mit 16 Jahren ist die Grafik des Spiels nicht mehr zeitgemäß, aber immer noch hübsch. | ©Standing Stone Games

    Wie spielt sich Der Herr der Ringe Online?

    Dieses Spiel ist kein World of Warcraft! Zwar gibt es grundsätzlich alle Spielmodi, die auch der Branchenprimus bietet, aber die Qualität ist eine andere. Viele HDRO-Spieler legen keinen Wert darauf, täglich in Dungeons zu kämpfen oder gar Raids zu spielen, auch PvP ist nicht das große Thema im Spiel. Stattdessen spielen viele Spieler für sich allein, erledigen Aufgaben aus dem Buch der Taten, um Punkte zu sammeln oder deinen Charakter zu verbessern.

    Es gibt allerdings auf allen Servern Sippen, in denen du auch mit Gleichgesinnten zusammen spielen kannst und gemeinsam Aufgaben angehst, die im Spiel alleine nicht zu schaffen sind.

    Was kann ich spielen?

    Du kannst alle Rassen spielen, die in Der Herr der Ringe auf der Seite der Guten eine Rolle spielen: Menschen, Elben, Zwerge und Hobbits. Dazu kommen Beorninger, die gleichzeitig auch als Klasse fungieren. Die meisten Klassen sind einem Charakter im Roman nachempfunden, so steht der tapfere Wächter für Samweis Gamtschie, der Jäger wiederum erinnert an Legolas. Alle Klassen lassen sich in eine von drei Rubriken einteilen: Tank, Schadensausteiler und Unterstützer. Der Tank zieht die Gegner auf sich und hält viel aus. Schadensausteiler hauen die Feinde möglichst schnell um und Unterstützer heilen die Mitkämpfer oder verstärken deren Schadenspotenzial. Die meisten Aufgaben im Spiel kann aber jede Klasse auch allein bewältigen.

    Wie sieht HDRO aus?

    Grafik ist immer Geschmackssache, aber für das Alter des Spiels – immerhin 16 Jahre – sieht vieles immer noch richtig gut aus. Vor allem die Landschaften der unterschiedlichen Regionen sind immer noch hübsch. Wichtig: Das Spiel hat nur eine Buchlizenz, du wirst also Optiken aus den Filmen nicht wiederfinden. Aber das Spiel setzt dafür die Beschreibungen Tolkiens wirklich gut um – die vielleicht größte Stärke des Spiels ist das Gefühl, wirklich in Mittelerde unterwegs zu sein.

    Ist Der Herr der Ringe Online etwas für mich?

    Du solltest unbedingt einmal einen Blick auf das Spiel werfen, wenn:

    • Du ein ruhiges Spiel möchtest, bei dem du mit anderen Charakteren zusammenspielen kannst, aber nicht musst
    • Du wenig Wert auf Spieler gegen Spieler legst
    • Du ein großer Fan von Tolkien und seinen Geschichten bist
    • Du ein Online-Spiel nicht als Leistungsnachweis spielen möchtest und keinen großen Ehrgeiz hast, Rekorde zu brechen
    • Du einfach, wann immer du Zeit und Lust hast, tief in die Welt von Mittelerde eintauchen möchtest

    Auch cool:

    Herr der Ringe-Filme: Diese Fragen hat Peter Jackson nicht beantwortet!

    Mit den sechs Mittelerde-Filmen nach den Romanen von J.R.R. Tolkien hat Regisseur Peter Jackson Millionen Fans in aller Welt in seinen Bann geschlagen, besonders die „Herr der Ringe“-Filme gelten als Meilensteine der Fantasy. Aber manche Fragen blieben dennoch ungeklärt. Die Redaktion hat die Antworten. Wer kennt das nicht? Bei einem spannenden Film fragt man sich manchmal erst hinterher Dinge, die man nicht wissen muss, um die Handlung zu verstehen, aber doch gerne gewusst hätte, um noch tiefer in die Welt des Films einzutauchen. Auch  bei den Mittelerde-Filmen werden einige Fragen nie beantwortet.  Gandalf nennt in Moria das Monster den „Balrog von Morgoth“. Was bedeutet das? Morgoth ist kein Ort, sondern ein Wesen. Als Mittelerde von dem Schöpfer geschaffen wurde, da entstanden auch die Valar, die man am ehesten mit Göttern vergleichen kann. Einer von ihnen war Melkor, der insgeheim nach Macht strebte und sich schließlich offen gegen die anderen stellte. Er überzeugte viele der Valar-Diener, die auf den Namen Maiar hörten, mit ihm zu kommen und verwandelte sie in schreckliche Monster – wie in Balrogs. Weil Melkor so grausam war und ganze Teile Mittelerdes zerstörte, wurde er bald nicht mehr Melkor, sondern Morgoth genannt. Das bedeutet in der Elbensprache Sindarin „Schwarzer Feind der Welt“. Gandalfs Ausruf meint also einen von Morgoth verdorbenen bösen Halbgott, der bereits viele tausend Jahre alt ist.

    Der Herr der Ringe: Welche neuen Filme kommen?

    Die Filmtrilogie gehört zu den erfolgreichsten und beliebtesten Werken der Kinogeschichte, die Bücher von J.R.R. Tolkien verkaufen sich so gut wie nie zuvor. Nun sind neue Kinofilme für die kommenden Jahre angekündigt. Hier erfährst du, welche das sein könnten – und welche nicht. Bereits die Rechtelage für Tolkiens Werk ist so episch komplex wie seine Romane. Mittlerweile hat der schwedische Konzern Embracer Group die Middle-Earth Enterprises übernommen und damit sämtlich Film- und Gamesrechte von Tolkiens Hauptwerk erworben. Ein neues MMO in der Welt von Mittelerde ist bereits angekündigt, auch neue Kinofilme sollen entstehen, denn Warner hat sich diese Rechte von der Embracer Group gesichert und angekündigt, weitere Filme drehen zu wollen. Aber welche könnten das sein? Schade! Diese Storys sehen wir nicht Die schlechten Nachrichten zuerst. Das Manko, dass die Saga von Mittelerde bislang von hinten nach vorn erzählt wird, die Anfänge aber noch unbekannt sind, bleibt bestehen. Denn die Bücher, in denen Tolkien vom Beginn der Welt Arda, den Kontinenten Unsterblichlande und Mittelerde und dem langen Krieg gegen den bösen Halbgott Morgoth erzählt, auf den in der Herr der Ringe-Serie Bezug genommen wird, sind nach wie vor unter Verschluss. Die Rechte am Silmarillion, den Nachrichten aus Mittelerde und anderer Erzählungen aus dem Ersten Zeitalter, liegen bei der Tolkien Estate, die von Nachkommen Tolkiens geleitet wird. Und die denken bisher nicht daran, diese Rechte zum Kauf anzubieten. Fans in aller Welt hoffen, dass sich das eines Tage ändert, bisher sieht es aber nicht danach aus. Auch die Fortsetzung A New Shadow, an der Tolkien zu Lebzeiten gearbeitet hatte, wird als Film wohl nie kommen. Denn es gibt nur etwa 70 Seiten Manuskript, das hauptsächlich aus einem Gespräch zweier Wachen von Gondor besteht und keine Handlung zu bieten hat. Tolkien brach die Arbeit auch selbst ab, weil ihm die Story als zu düster erschien und er kein Interesse hatte, sie weiterzuentwickeln.