Alarmierende Schwermetallbelastung in importiertem Spargel - Verbrauchermagazin „MARKT“ im NDR deckt auf

09.05.2023 um 17:51 Uhr
    NDR Markt | © IMAGO Images/ Rupert Oberhäuser Wie belastet ist unser Spargel? | ©IMAGO Images/ Rupert Oberhäuser

    Es ist Spargelsaison in Deutschland und neben regionalen Produkten liegen auch Spargelstangen aus Peru, Griechenland und Spanien in den Supermarktregalen, die trotz langer Transportwege oft günstiger sind. Das Verbrauchermagazin „MARKT“ des NDR hat Spargel aus dem Ausland unter die Lupe genommen und in seiner jüngsten Ausgabe alarmierende Ergebnisse veröffentlicht.

    Das Magazin hat stichprobenartig Spargel aus Spanien, Peru, Griechenland und auch aus regionalem Anbau auf Pestizide, Chlorate und Schwermetalle untersuchen lassen. Während Pestizide und Chlorate nicht nachgewiesen werden konnten, ergaben die Untersuchungen auf das Schwermetall Cadmium zum Teil bedenkliche Werte: Proben aus Peru und Spanien überschritten den in Deutschland zulässigen Grenzwert.

    Grundsätzlich fordern Verbraucherschützer, wie Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg, mehr Kontrollen des Gemüses. Er sagt: „Das sind alarmierende Ergebnisse, wenn sich das nicht als Einzelergebnis herausstellt, sondern mehr Spargel belastet ist.“

    Künftig bessere Kontrollen

    „Cadmium ist ein schweres Gift, was Leber und Nieren schädigen kann, aber auch krebserregend sein kann", warnt auch Gary Zörner vom Lafu-Labor (Labor für Chemische und Mikrobiologische Analytik) in Delmenhorst. In einer Pressemitteilung veröffentlichte der NDR noch einmal die Antwort der Anbieter. In der Meldung heißt es:

    Eine Sprecherin der "Metro" Deutschland versichert "Markt", dass in Zukunft schärfere Testungen bei den Lieferungen aus Peru erfolgen würden. Aus der "Rewe"-Zentrale heißt es: "...wir haben umgehend den Erzeuger sperren lassen und Felduntersuchungen beauftragt". Und interne Proben hätten keine Cadmiumbefunde ergeben.

    Heimischer Spargel schneidet besser ab

    Regional angebauter Spargel aus Norddeutschland zeigte bei den Untersuchungen des Magazins keine Auffälligkeiten. In dem Beitrag heißt es unter anderem, dass die Stangen, die hier auf den Feldern unter Folie wachsen, kaum Insektizide und Pflanzenschutzmittel sehen. Spargelbauer Gerno Körmann nennt einen weiteren Vorteil der heimischen Produkte: "Der Spargel, der aus Peru kommt, hat 12.000 Kilometer auf dem Buckel, unser Spargel wird hier in der Region verkauft.“