"Achtung Verbrechen": Neue RTL-Show deckt fiese Maschen von Betrügern auf

09.02.2023 um 14:51 Uhr
    Moderator Dieter Könnes will in „Achtung Verbrechen“ über Betrugsmaschen aufklären. | © RTL Moderator Dieter Könnes will in „Achtung Verbrechen“ über Betrugsmaschen aufklären. | ©RTL

    Alles über die neue RTL-Show „Achtung, Verbrechen!“, in der Kriminalisten und Opfer miese Maschen vorstellen.

    Es war ein normaler Werkstatt-Check, doch als sein Ergebnis feststand, fiel Familie Kahlke aus allen Wolken. 2018 hatten sich die Essener einen großen Traum erfüllt und für 36.000 Euro einen Ford Mustang erworben. Drei Jahre lief der US-Sportwagen einwandfrei, doch als 2021 plötzlich die Warnleuchte des Airbags verrücktspielte, brachten die Kahlkes ihn in die Werkstatt. Die Diagnose? Der blanke Horror! Vor dem Verkauf nach Deutschland war der vermeintlich tadellose Wagen nicht nur in einen schweren Unfall verwickelt gewesen, sondern auch noch von Betrügern manipuliert worden: Sie hatten die Airbags durch Attrappen ersetzt.

    Dieter Könnes moderiert die True-Crime-Show bei RTL

    Ein Einzelfall? Keineswegs! In jüngster Zeit landen immer mehr US-Unfallfahrzeuge auf verschlungenen Wegen auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt, wo sie als „unfallfrei“ angeboten werden. Doch wie erkennt man umgebaute Unfallwagen? Und wie kann man sich beim Kauf vor Betrug schützen? Nur zwei von unzähligen Fragen, die Kriminalisten nun in der neuen Aufklärungsshow „Achtung, Verbrechen!“ beantworten. Das Konzept dieser RTLSendung: In nachgestellten Filmszenen werden die neuesten Maschen beleuchtet, bevor Experten und Opfer zu Wort kommen. Obendrein zeigen Moderator Dieter Könnes („stern TV“) und Harald Schmidt, seit 2007 Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, mithilfe einer digitalen Deutschlandkarte, in welchen Regionen und mit welchen Methoden die Bundesbürger aktuell betrogen oder abgezockt werden.

    „Laut dem Bundeskriminalamt wurden 2021 in Deutschland über 790.000 Betrugsdelikte erfasst, und die Tendenz ist leider steigend“, erklärt Harald Schmidt im Gespräch mit HÖRZU. „Tatsächlich erleiden immer mehr Opfer einen unwiederbringlichen finanziellen Schaden.“ Einen der Hauptgründe sieht der Kriminaloberrat in der fortschreitenden Digitalisierung: „Inzwischen stellen wir vermehrt eine Verlagerung bekannter Betrugsvarianten aus dem realen Leben ins Internet fest, beispielsweise Kontaktaufnahmen via E-Mail, SMS, WhatsApp oder Smartphone. Dummerweise ist vielen Opfern nicht klar, dass sie im Internet sowie bei Handyanrufen dasselbe Misstrauen an den Tag legen müssen wie bei unangemeldeten Haustürbesuchen.“

    Eine bittere Erfahrung, die auch die 47-jährige Jolanta Czaja aus Eschweiler machen musste. Der Reinigungskraft wurde von Betrügern vorgegaukelt, ihre Tochter habe einen Unfall mit tödlichem Ausgang verursacht und sei nun auf eine Kaution angewiesen, um aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. Also übergab die besorgte Mutter den Verbrechern 35.000 Euro, weil ihr der Treffpunkt für die Geldübergabe, der Eingang zum Amtsgericht Aachen, als absolut seriös erschien. Ein Irrtum mit fatalen Folgen.

    Der Experte sagt: So etwas kann jedem passieren

    Was rät Harald Schmidt generell, damit man nicht Opfer eines Betrugs wird? Der Experte: „Erstens sollte man nicht mit der Einstellung durchs Leben gehen, dass man nie auf Betrüger hereinfallen würde, sondern sich bewusst machen, dass so etwas jedem passieren kann. Zweitens halte ich es für ratsam, sich bereits im Vorfeld zu überlegen, wie man etwa reagiert, wenn man von vermeintlichen Polizisten oder seiner Hausbank angerufen wird. Generell gilt: Wann auch immer man telefonisch nach seinen Vermögensverhältnissen gefragt wird, sollte man direkt auflegen, denn die Täter sind ungeheuer gute Schauspieler.“ Wichtig zu wissen: Selbst wenn man tatsächlich von der echten Polizei oder Bank kontaktiert werde, würde man „definitiv niemals“ nach seiner PIN oder dem Vermögen gefragt werden.

    Für den Kriminalisten ist die neue RTL-Show ein ideales Mittel zur Aufklärung: „Als Polizei sind wir überaus dankbar, dass RTL jetzt zur besten Sendezeit mit einem neuen Präventionsformat an den Sendestart geht. Denn nichts ist so eindringlich wie die Schilderung der Verbrechen aus der Opferperspektive!“

    "Achtung Verbrechen": Donnerstag, 9. Februar, 20.15 Uhr bei RTL