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„Tod am Rennsteig“: Erster Fall für die neuen ARD-Profiler aus Thüringen

09.03.2023 um 15:13 Uhr
    Auge um Auge | © MDR/ARD Degeto/Steffen Junghans Jan Kawig (Bernhard Conrad) und Annett Schuster (Kristin Suckow) am Leichenfundort in einem verlassenen Freibad. | ©MDR/ARD Degeto/Steffen Junghans

    Kriminalpsychologin Annett Schuster (Kristin Suckow) und Fallanalytiker Jan Kawig (Bernhard Conrad) müssen ihren ersten gemeinsamen Fall lösen, als in der Nähe der Wartburg eine männliche Leiche gefunden wird. Sie steckt in einem Kühlschrank, der mitten im Wald steht. In seiner Pose sieht der Tote aus, als würde er beten. Und ihm fehlt ein Auge. Was ist hier passiert? Die Profiler sollen dieses Rätsel unter der Leitung von Marion Dörner (Anne-Kathrin Gummich) lösen. Sie alle arbeiten für die Abteilung „Operative Fallanalyse“ (OFA).

    Drehbuchautor Jens Köster erklärt, warum diese neue Krimireihe im Ersten anders ist als andere: „Die OFA wird nicht eingeschaltet, wenn Motiv und Täter im privaten Umfeld und der Nachbarschaft zu finden sind. OFA-Fälle sind Rätselfälle, in denen die Ermittler nicht drei bis fünf Verdächtige abklappern und am Ende einer ein falsches Alibi hat.“ Aber was machen sie dann?

    Keine klassische Tätersuche

    In „Tod am Rennsteig“ geht es um psychologische Raffinesse. Für die Zuschauer und Zuschauerinnen ist im ersten Fall „Auge um Auge“ von Anfang an klar, wer der Täter ist. Sie beobachten die Profiler dabei, wie sie dem getriebenen Mörder auf die Spur kommen. Dabei sind sich Kawig und Schuster nie wirklich einig.  

    „Ich habe diese beiden gegensätzlichen Charaktere nicht entworfen, damit es ein bisschen zwischen ihnen knallt – obwohl das ein schöner Nebeneffekt ist. Mein Ehrgeiz war es, ein Ermittler-Duo ins Zentrum zu rücken, das mit völlig unterschiedlichen Augen aufs Leben blickt – entsprechend auch auf die Fälle. Sie handeln und agieren anders, weil sie anders sind: anders aufgewachsen, anders erzogen, anders sozialisiert. Manchmal führt das zu Missverständnissen oder zu Streit bei der Arbeit. Aber im besten Fall befruchten sich diese unterschiedlichen Blickwinkel“, so der Autor.

    Thüringen spielt auch eine Rolle

    Nicht nur die wunderschöne Thüringer Natur rund um den Rennsteig ist in der neuen ARD-Krimireihe zu bewundern, auch die Menschen dort stehen im Mittelpunkt und repräsentieren die Region. Regisseurin Maris Pfeiffer verrät: Wir haben versucht, die Rollen unserer Hauptfiguren mit Schauspieler*innen aus Ostdeutschland zu besetzen. Bernhard Conrad ist in Weimar geboren und in Leipzig aufgewachsen, Kristin Suckow kommt aus Brandenburg und Anne-Kathrin Gummich aus Ost-Berlin.“

    Worum geht es in Auge um Auge?

    Bei dem Toten im Kühlschrank handelt es sich um einen Mann, der als „Richter Gnadenlos“ am Oberlandesgericht Erfurt bekannt war. Deshalb liegt Rache als Motiv nahe. Annett Schuster findet religiöse Symbole, die auf das Bibelzitat „Auge um Auge“ hinweisen. Als in der Nähe einer verlassenen Kirche eine zweite Leiche entdeckt wird, ist klar: Hier ist ein Serienmörder am Werk! Die Spurensuche entwickelt sich zu einem makabren Spiel zwischen Täter und OFA.

    „Tod am Rennsteig -. Auge um Auge“ läuft heute, 9. März 2023, um 20.15 Uhr im Ersten. Die Folge ist bereits in der ARD-Mediathek abrufbar.