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Unterschätzte Gefahr für Wohnungskatzen: 3 Tipps retten Tierleben

13.06.2024 um 14:00 Uhr
    Getigerte Katze liegt entspannt auf einem blauen Sofa und hebt spielerisch die Pfote in die Luft. | © Adobe Stock / Caterina Trimarchi Gelangweilte Wohnungskatzen bringen sich manchmal selbst in Gefahr. | ©Adobe Stock / Caterina Trimarchi

    Während Freigänger ihren natürlichen Entdeckungsdrang draußen ausleben, machen Stubentiger eben die Wohnung unsicher. Kein Regal ist zu schmal, kein Küchenschrank zu hoch. Zugegeben, springende, rennende und spielende Katzen sind lustig anzusehen. Doch wenn die angeborene Neugier das geliebte Haustier in Schwierigkeiten bringt, vergeht das Lachen ganz schnell.

    Was erzeugt bei Katzen das Schnurrgeräusch?

    Gelangweilte Stubentiger neigen dazu, alles auszuprobieren, wenn sie unbeobachtet sind. Neu eingezogene oder junge Artgenossen sind besonders experimentierfreudig. Kleine Unfälle bleiben nicht aus, vor schweren wie dem Kippfenstersyndrom kann man seine Haustiere aber mit einfachen Maßnahmen schützen, damit sich die Tiere in Abwesenheit des Menschen nicht verletzen.

    Kippfenstersyndrom: Wenn ein kleiner Spalt zur Katzenfalle wird

    Der Begriff Kippfenstersyndrom stammt aus der Tiermedizin. Er fasst Verletzungen zusammen, die sich Tiere (meist Katzen) zuziehen, wenn sie in ein gekipptes Fenster geraten. Beim Versuch, durch die Öffnung zu klettern, bleiben sie häufig in Bauchhöhe oder kurz vor dem Becken stecken und rutschen mit der Zeit immer tiefer in den sich verengenden Spalt. Die Durchblutung der hinteren Körperteile wird beeinträchtigt. Quetschungen, Knochenbrüche, Lähmungen und im schlimmsten Fall der Tod des Tieres können die Folge sein.

    Was ist zu tun, wenn die Katze im Fenster hängt?

    Je länger das Kätzchen eingeklemmt ist, desto größer ist die Gefahr bleibender Schäden. Eine Befreiung ist jedoch nicht ungefährlich, da die plötzliche Durchblutung zu Problemen im Organismus und zu weiteren Verletzungen führen kann. Am besten greift man mit der einen Hand sachte unter den Brustkorb der Katze, mit der anderen unter den Bauch und hebt das Tier vorsichtig heraus. Wichtig! Katzen mit Kippfenstersyndrom sind Notfallpatienten und gehören schnellstmöglich in tierärztliche Hände.

    Kippfenstersyndrom: Wie kann ich meine Katze schützen?

    • Im Blick haben: Katzen und geöffnete Fenster (ganz oder gekippt) nie unbeobachtet lassen. Die Gefahr, dass Katzen herausfallen oder sich verletzen, ist einfach zu groß.

    • Wohnung kontrollieren: Vor dem Verlassen der Wohnung oder des Hauses einen Fenstercheck einführen. In jedem Raum einmal kurz nachschauen, ob wirklich alles geschlossen ist.

    • Für mehr Sicherheit sorgen: Fenster mit stabilen Netzen im Fensterrahmen* katzensicher machen. Auch Schutzgitter* oder spezielle Holzkeile für gekippte Fenster* sind im Fachhandel erhältlich. Sie verhindern, dass die Katze in den Fensterspalt rutscht.

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    Hilfe! Was tun, wenn die Katze den Nachbarn bevorzugt?

    Es ist ein weit verbreitetes Szenario für Katzenbesitzer:innen: Die geliebte Samtpfote verbringt mehr Zeit beim Nachbarn als in den eigenen vier Wänden. Autsch! Dieses Verhalten kann verschiedene Gründe haben und bei manchen Katzenbesitzer:innen Besorgnis auslösen. Doch bevor man in Panik verfällt, gibt es einige Schritte, die man unternehmen kann, um die Situation zu verbessern und die Katze wieder näher zu sich zu holen. Warum Katzen beim Nachbarn wohnen: 4 mögliche Ursachen! 1. Angst oder Stress zu Hause: Manchmal gibt es in der häuslichen Umgebung der Katze Stressfaktoren, die dazu führen, dass sich die Katze anderswo sicherer fühlt. Dies können Konflikte mit anderen Haustieren, laute Geräusche, häufige Besucher:innen oder Veränderungen im Haushalt sein. 2. Unfreundliche Umgebung: Es kann sein, dass das Zuhause der Katze nicht genügend Möglichkeiten bietet, ihren natürlichen Bedürfnissen nachzukommen. Katzen brauchen eine anregende Umgebung mit ausreichend Spielzeug, Kratzbäumen und Rückzugsmöglichkeiten. 3. Sozialisierung und Bindung: Obwohl Katzen unabhängige Tiere sind, suchen sie soziale Interaktion und Bindung. Wenn sie zu Hause nicht genügend Aufmerksamkeit und Zuneigung erhält, kann es sein, dass sie anderswo Gesellschaft sucht. 4. Attraktive Umgebung beim Nachbarn: Der Nachbar könnte eine Umgebung bieten, die für die Katze besonders interessant oder attraktiv ist. Vielleicht gibt es dort andere Tiere, die die Katze gerne besucht, oder der Nachbar ist besonders liebevoll und aufmerksam zu ihr. 4 hilfreiche Tipps, um die Katze nach Hause zu holen 1. Schaffe ein sicheres und attraktives Zuhause: Achte darauf, dass dein Zuhause den Bedürfnissen deiner Katze entspricht. Biete ausreichend Spielzeug, Kratzmöglichkeiten und gemütliche Rückzugsorte. Katzen erkunden gerne erhöhte Stellen, stelle ihnen also Kletterbäume oder Regale zur Verfügung. Achte auch darauf, dass deine Katze Zugang zu frischem Wasser und hochwertigem Katzenfutter hat. 2. Qualität statt Quantität: Manchmal fühlen sich Katzen in einem Haushalt mit vielen Menschen gestresst. Sie bevorzugen vielleicht eine ruhigere Umgebung beim Nachbarn. Versuche, qualitativ hochwertige Zeit mit deiner Katze zu verbringen, indem du mit ihr spielst, sie streichelst und ihr Aufmerksamkeit schenkst. Regelmäßige Streicheleinheiten und interaktives Spiel können die Bindung zwischen dir und deiner Katze stärken. 3. Sprich mit dem Nachbarn: Wenn deine Katze gerne beim Nachbarn ist, sprich mit ihm freundlich über das Verhalten deiner Katze. Erkläre deine Bedenken und bitte um Verständnis. In vielen Fällen sind Nachbarn durchaus bereit zu helfen und die Katze ab und zu nach Hause zu schicken. Vielleicht könnt ihr auch gemeinsam Lösungen finden, um die Katze zu ermutigen, öfter heimzukommen. 4. Sei geduldig: Veränderungen im Verhalten von Katzen können verschiedene Ursachen haben und brauchen oft Zeit, um sich zu zeigen und zu heilen. In solchen Situationen ist es wichtig, geduldig zu sein und der Katze die Möglichkeit zu geben, sich wieder an ihr Zuhause zu gewöhnen. Katzen sind empfindsame Wesen und reagieren sensibel auf Veränderungen in ihrer Umgebung.