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„Unsichtbarer Angreifer“ im ZDF: Emily Cox hat Stress mit ihrem KI-Haus

13.05.2024 um 14:30 Uhr
    Emma (Emily Cox) ist allein zu Hause, als die Technik im Smart Home der Turguts verrückt spielt. | © ZDF Was geht hier vor sich? Emma (Emily Cox) ist allein zu Hause, als die Technik im Smart Home der Turguts verrückt spielt. | ©ZDF

    Im ZDF-Thriller „Unsichtbarer Angreifer“ kämpft Emily Cox mit der modernen Technik. Oder leidet sie unter Paranoia?

    Ein Artikel von HÖRZU-Chefreporter Mike Powelz

    Eigentlich soll das hochmoderne Leben in einem „Smarthome“ den Alltag von Familie Turgut erleichtern. Fast alle Einrichtungsgegenstände reagieren auf Sprachbefehle – von der Leuchte über die Jalousie bis zur Kaffeemaschine. Ein Roboter öffnet Gästen die Haustür. Sogar der Kühlschrank „denkt“ selbstständig mit: Er errechnet, wann Lebensmittel ausgehen, um sie automatisch zu bestellen. Umso erschrockener ist Emma Turgut (Emily Cox), als die Technik plötzlich spinnt. Die Kaffeemaschine ordert 30 Kilo Bohnen, die Haustür öffnet sich selbstständig für Fremde – und während Emma in der Sauna entspannen will, steigt die Temperatur dort auf lebensbedrohliche Grade.

    "Unsichtbarer Angreifer“: Mo, 13. Mai, 20.15 Uhr im ZDF

    Dumm nur, dass die überlastete Psychotherapeutin nicht weiß, ob die Tücken der Technik ihrer eigenen Unachtsamkeit geschuldet sind – oder ob ein Hacker sie im Visier hat. Als Emmas Gereiztheit ihren Mann Amir (Denis Moschitto) und ihren Sohn Malik (Eren M. Güvercin) immer mehr nervt und die Männer vorübergehend in ein Hotel ziehen, ist die junge Frau schlagartig auf sich gestellt: allein in den eigenen vier Wänden – mit einem Roboter, dem sie immer weniger vertrauen kann. „Mein neuer Film beleuchtet das Thema künstliche Intelligenz auf interessante Art und Weise“, erklärt Emily Cox im Gespräch mit HÖRZU. „So wird etwa hinterfragt, wie viel Technik für uns Menschen wirklich gut ist und ab wann sie anfängt, uns gefährlich zu werden. Denn wie alle technischen Neuerungen birgt auch KI die Ge - fahr, dass sie von Menschen für gefährliche Zwecke missbraucht wird.“ 

    Malik (Eren M. Güvercin, l.) will als Video-Streamer durchstarten und Karriere machen. Jetzt muss er nur noch seine Eltern Emma (Emily Cox) und Amir (Denis Moschitto, M.) davon überzeugen, dass er dafür bereits einen guten Plan hat.

    Was die Schauspielerin zudem sehr reizte, war die Aufgabe, darzustellen, welche Folgen die Technik für Emmas Beruf hat, also für die Psychotherapie: „Grundsätzlich stehe ich einer Therapie-App, wie sie im Film vorkommt, sehr kritisch gegenüber, da der Erfolg von Therapien auf der Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten beruht. Menschliche Beziehungen soll und kann ein Computer oder Roboter niemals ersetzen.“

    Apropos Roboter: Hätte Cox nach den Dreharbeiten Lust, sich einen derart praktischen, mitunter aber auch undurchsichtigen Haushaltshelfer zuzulegen, so wie es Emma im Film macht? Die Schauspielerin winkt ab: „Ich brauche so was nicht! Am Set war der Roboter allerdings ein ‚süßer Kollege‘, der uns immer wieder Lachanfälle bescherte – beispielsweise wenn er nicht gemacht hat, was er sollte, oder sich minutenlang im Kreis drehte, statt mit einem kurzen Satz zu antworten.“

    "Unsichtbarer Angreifer“: Mo, 13. Mai, 20.15 Uhr im ZDF und in der Mediathek.