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„Der Millionen Raub“: Neuer Kiez-Krimi von Lars Becker mit Humor und heftigem Finale

08.04.2024 um 14:15 Uhr
    Unterschlagen acht Millionen Euro: Omar (Karim Ben Mansur, l.) und Zlatko (Slavko Popadic´, r.) | © ZDF Unterschlagen acht Millionen Euro: Omar (Karim Ben Mansur, l.) und Zlatko (Slavko Popadic´, r.) | ©ZDF

    Exklusiv bei HÖRZU: Regisseur Lars Becker über seinen Thriller „Der Millionen Raub“, in dem vier ungleiche Frauen auf der Jagd nach der Millionen-Beute aus einem Überfall sind.

    Ein Artikel von HÖRZU Chefreporter Mike Powelz

    Warum Lotto spielen, wenn man täglich Millionen von A nach B transportiert? Das denken sich Zlatko (Slavko Popadic´) und Omar (Karim Ben Mansur), die in Hamburg als Fahrer eines Geldtransporters arbeiten. Dumm nur, dass sich die Freunde gleich nach dem Raub von acht Millionen Euro überwerfen: Omar schlägt Zlatko nieder, sperrt ihn in den Transporter und liefert ihn so der Polizei aus. Er selbst flieht nach Brasilien. Dort wird er von Zielfahndern aufgespürt.

    „Der Millionenraub“: Mo, 8. April, 20.15 Uhr im ZDF

    Zurück in Hamburg kommt Omar ins Gefängnis – und bekommt dort jede Menge Besuch: etwa von seiner pflichtbewussten Mutter Haifa (Inaam Wali-Al Battat), seiner schwangeren Geliebten Chantal (Sina Tkotsch), seiner Ehefrau Malaika (Sabrina Amali) oder seiner eiskalten Anwältin Alice (Anja Kling). Sie alle wollen von Omar nur das eine: wissen, warum er bei seiner Ergreifung lediglich 200.000 Euro bei sich hatte – und wo die restlichen 7,8 Millionen geblieben sind.

    Auf der Jagd nach der Beute greifen die Frauen zu immer drastischeren Mitteln – bis sie erkennen: Sie können Omar nur gemeinsam knacken. So machen sich die Frauen in Omars Leben an die Arbeit – eine sehr illustre Truppe, was die Figuren und die Darstellerinnen betrifft. „Es ist immer eine Herausforderung, einen 20.15-Uhr-Film mit relativ unbekannten Schauspielerinnen mit Migrationshintergrund zu besetzen“, verrät Regisseur Lars Becker HÖRZU.

    Einwanderungsgesellschaft im deutschen Film unterrepräsentiert

    „Diversität im Film ist aber eine notwendige, politische Quotenangelegenheit – und ein scheinbar unpopulärer Cast bedeutet nicht automatisch, alle Quotenziele zu verlieren. Im Gegenteil! Die Einwanderungsgesellschaft ist im deutschen Film unterrepräsentiert, trotz aller gegenteiligen Behauptungen. Dabei kann eine authentische, echte Besetzung genauso ihr Publikum erreichen wie das handelsübliche Hauptrollen-‚Who is who‘.“

    Was war dem Regisseur noch wichtig? „Meine Drehbücher sind zwar eher durch die Tradition des Film noir beeinflusst, aber zugleich auch ein Genre-Mix aus Drama, Thriller und Komödie“, sagt der 70-Jährige. „Und meine Dialoge sollten immer auch Sinn für Humor haben.“

    „Der Millionenraub“: Mo, 8. April, 20.15 Uhr im ZDF und in der Mediathek