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Bellwright: Wie viele Genres passen in ein Game?

05.09.2023 um 15:30 Uhr
    Ein idyllische Aufnahme eines mittelalterlichen Dorfes. Im Hintergrund ein blauer, kaum bewölkter Himmel. | © Donkey Crew Diesen hübschen Anblick musst du dir hart erarbeiten. | ©Donkey Crew

    Survival-Games sind bereits seit einigen Jahren große Renner bei den Fans. Mit eigenen Händen Waffen zu bauen, Nahrung zu sammeln und sich ein Dach über dem Kopf zu erarbeiten, das macht vielen Spaß. Aber warum dort aufhören?

    Du und deine Axt – dieses Spielprinzip auf einen Satz heruntergebrochen war in den vergangenen Jahren oft ein Hit. Sich selbst mit nichts als ein paar Werkzeugen die Nahrungskette hinaufzuarbeiten und erst Essen, dann sichere Unterkunft für die Nacht sicherzustellen, das faszinierte viele Gamer in diversen Ausführungen. Entwickler Donkey Crew geht jetzt einen Schritt weiter.

    Vom Vogelfreien zum Volkshelden

    Denn nicht ganz unähnlich zur Legende von Robin Hood kannst du in Bellwright eine ganz besondere Karriere machen. Du beginnst als Flüchtling irgendwo in einem Wald im Mittelalter, denn du wurdest beschuldigt, den Prinzen ermordet zu haben und wurdest zum Tode verurteilt. Zunächst musst du also dein Überleben sichern. Und das ist nicht leicht, denn du überlebst nur knapp den Angriff eines bezahlten Mörders. Dessen Vertrag allerdings bringt dich ins Grübeln: Bist du nur ein Bauernopfer in einem größeren Komplott?

    Dein erstes Ziel: Überleben und Entdecken! Du lernst zu jagen, zu bauen, mit deinen Händen nützliche Dinge zu erschaffen. Und du lernst zu kämpfen, denn die Krone ist nicht dein einziger Feind in dieser unbarmherzigen Welt.

    Dein nächstes Ziel: Erobern und Expandieren! Hast du erst einmal eine kleine Siedlung errichtet, kommen andere, die in ähnlicher Lage sind wie du selbst. Der Ort wird größer, deine Macht und dein Einfluss wachsen. Du kannst erste Soldaten rekrutieren und sie unter deinem Banner versammeln und in die Schlacht führen. Und schließlich der Krone erste Niederlagen beibringen und Regionen von der Tyrannei befreien.

    Und dann fängt die Arbeit erst richtig an. Denn die neuen Gebiete wollen verwaltet und gefördert werden, eine Verteidigung muss her. Reichen die Ressourcen? Der brauchst du mehr Arbeiter? Kannst du auch halten, was du erobert hast? Und kannst du die Krone tatsächlich stürzen? Nebenbei bleibst du weiter auf der Spur von Leuten, die mehr über den Mord am Prinzen wissen könnten, denn du willst weiterhin deine Unschuld beweisen.

    Zugegeben, was Donkey Crew hier verspricht, klingt eigentlich zu gut, um wahr zu sein. Denn ein Survival-Aufbau-Strategie-Rollenspiel-Historienmix – das wäre mal echtes Neuland. Momentan gibt es für das ambitionierte Projekt noch kein Erscheinungsdatum, aber immerhin schon Bildmaterial und Trailer. Für die Fans all dieser Genres dürfte Bellwright in jedem Fall zu den spannendsten Spielen gehörten, die sich derzeit in Entwicklung befinden. Und es halten sich Gerüchte, dass es noch dieses Jahr so weit sein könnte.

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    Auch spannend:

    Pioneers of Pagonia: Der Erfinder von Die Siedler ist zurück!

    Einst erfand er das deutsche Erfolgsspiel Die Siedler, nun ist Volker Wertich mit einem eigenen Projekt wieder da, das sehr an seinen alten Hit erinnert: Pioneers of Pagonia! Die Siedler prägten im Jahr 1993 einen Begriff in der Spiele-Szene: den Wuselfaktor. Denn die putzigen kleinen Kerlchen, die unter deinem Kommando ein Dorf errichteten und sich gegen Feinde verteidigten, wuselten wild über den Bildschirm. Zurück zu diesen Wurzeln scheint es den Erfinder Volker Wertich nun zu treiben. Den Bach hinunter Mittlerweile sind Die Siedler in Deutschland an einem Tiefpunkt angekommen. Das vor kurzem veröffentlichte Spiel Die Siedler: Neue Allianzen wurde von Presse und Fans abgestraft. Das zeigt aber auch – es gibt eine Sehnsucht nach dem alten Spielprinzip. Und das will Wertich mit seinem neuen Spiel offenbar erfüllen. Denn in Pioneers of Pagonia scheint es genau um die Dinge zu gehen, die von Spielern zuletzt so schmerzlich bei Die Siedler vermisst wurden. So wirst du als Spieler mit dem Schicksal der Pioniere betraut und sollst ihnen dabei helfen, eine neue Heimat zu entdecken und diese aufzubauen. Dazu musst du Probleme lösen, die in der Topographie der Karte liegen wie etwa verschiedene Inseln, die es zu erreichen gilt. Es gilt, immer komplexer werdende Warenketten aufzubauen, die deine Pioniere dann umsetzen. Dafür sind bereits in der frühen Version mehr als 40 verschiedene Gebäudetypen geplant, die es auf mehr als 70 Warenketten bringen sollen. Und weil die Welt von Pagonia nicht so harmlos ist, wie sie aussieht, braucht dein Volk auch Wachen, die deine Siedlungen und Betriebe vor den Attacken böser Mächte schützen. Eine genaue Planung ist ohnehin nötig, damit deine Gebäude so zueinander errichtet sind, dass sie möglichst optimal zusammenarbeiten und deine Pioniere keine unnötig langen Wege zurücklegen müssen.

    Kaum zu glauben: Das Mittelalter-Aufbauspiel Manor Lords ist eine One-Man-Show!

    Das Entwicklerstudio Slavik Magic präsentiert eine bildschöne Mischung auch Echtzeit-Strategie und Aufbauspiel vor mittelalterlicher Kulisse. Der Clou: Hinter dem Studio verbirgt sich nur ein einziger Programmierer! Wälder, Wiesen, Wasser: Quasi aus dem Nichts erschaffst du als mittelalterlicher Fürst ein eigenes Reich. Du baust dein Heimatdorf durch kluge Entscheidungen und gute Einnahmen zur Stadt aus, kümmerst dich um deine Untertanen und rechnest stets mit einem niederträchtigen Angriff eines neidischen Nachbarn: Das soll Manor Lords alles bieten, wenn es fertig ist. Stemmen will das der polnische Entwickler Slavic Magic – alias Greg Styczen. Aufbau-Simulation und Echtzeit-Kämpfe Obwohl sich das Spiel oft verändert habe, sei es im Kern noch immer ein Citybuilder mit RTS-Kern, sagt Styczen über Manor Lords, an dem er nun schon einige Jahre arbeitet. Längst hätte es das Spiel bereits in den Early Access bei Steam schaffen sollen, aber noch ist es nicht so weit. Steam listet Manor Lords aber immerhin für einen Release noch 2023. Sicher ist das nicht. Denn das Spiel wäre schon für ein ganzes Team ehrgeizig. Das beginnt mit dem Dorfbau. Hier legst du als Fürst Grundstücke fest, die bebaut werden dürfen und regelst den Straßenverlauf. Dann sollen deine Einwohner mit der Zeit selbst dafür sorgen, dass auf den zugewiesenen Flächen Häuser entstehen. Wie sich dein Dorf entwickelt, hängt dabei auch von Faktoren wie Handelswegen und der Landschaft ab – wo sich gut bauen lässt und regelmäßig Händler vorbeischauen, da lässt sich eben gut siedeln. Optisch orientiert sich Manor Lords dabei an Gebäuden, wie sie im späten 14. Jahrhundert in Franken zum typischen Stadtbild gehört haben.