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Smart TV vereint Fernsehen und Internet
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Per WLAN lässt sich der Samsung UE40D8090 mit dem Heimnetz verbinden.

Fernsehen und Internet vereint

Wie Smart TV funktioniert

  • Artikel vom 19. April 2012

Ob es um die korrekte Antwort bei "Wer wird Millionär?" geht oder die neuesten Nachrichten gefragt sind, wenn die "Tagesschau" gerade nicht läuft: Schon jeder dritte Fernsehzuschauer nutzt nebenher das Internet.

Dafür ist es jetzt nicht mehr nötig, das Notebook auf den Knien zu balancieren. Mit "Hybrid broadcast broadband TV", abgekürzt HbbTV, wachsen TV und Netz nämlich zusammen – auf einem Bildschirm, dem Fernseher. Zum Glück muss sich niemand den Zungenbrecher merken. "Smart TV" meint dasselbe.

Was Smart TV alles kann

Statt sperrige Klötzchenseiten anzuzeigen, wie beim alten Videotext, werden Informationen zu laufenden Sendungen, Nachrichten, Sportergebnisse oder der Wetterbericht elegant ins Fernsehbild eingeblendet.

Außerdem kann man verpasste Sendungen, aktuelle Kinotrailer oder Internetvideos gucken, im TV-Programm stöbern oder direkt im Internet surfen. Geeignete Fernseher stehen, so eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), schon in rund zehn Prozent der deutschen Haushalte.

Der "Red Button"

Die Bedienung ist leicht: Erscheint in einer Ecke des Fernsehbilds ein entsprechender Hinweis, genügt ein Druck auf den Button, um Inhalte zur gerade laufenden Fernsehsendung abzurufen. Das kann das Rezept zur Kochshow sein, aber auch ein interaktiver Dienst wie das Voting für eine Talentshow oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel.

Verfügbar sind die Angebote bei den meisten Sendern längst, deshalb soll Smart TV in diesem Jahr richtig in Fahrt kommen. Auch, weil mit der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens am 30. April noch mehr Zuschauer auf digitalen Empfang umsteigen werden. Denn ohne den geht bei Smart TV nichts.

Bislang bieten die meisten Sender HbbTV-Inhalte nur über Satellit (DVB-S) oder Kabel (DVB-C) an, im digitalen Antennenfernsehen DVB-T ist der Dienst derzeit noch in Arbeit.

Was braucht man noch für Smart TV?

Einen schnellen Internetanschluss mit Pauschaltarif (Flatrate). Dazu einen internetfähigen Fernseher, aber das sind heute die meisten. Sofern man einen der eingebauten Empfänger nutzt, hat man schon alles, was für smartes Gucken nötig ist.

Auch ältere Fernseher kann man ins Netz bringen: Entweder über einen digitalen Receiver (Empfänger) mit HbbTV, die wohl beste Möglichkeit, weil so alles problemlos funktioniert, nur eben mit einer zweiten Fernbedienung für den Receiver. Oder man schließt eine Smart TV-Box wie die von Videoweb TV an.

Ob man TV oder Box über Netzwerkkabel oder drahtlos per WLAN mit dem Internetzugang verbindet, kann man sich bei vielen Geräten aussuchen, pure Geschmackssache ist es dennoch nicht in jedem Fall: Stehen zwischen Router und TV mehrere Wände, die den Empfang mindern, ist ein Kabel oft die bessere Wahl. Sonst ruckeln die Videos.

Nutzt man häufig eine Mediathek, ist ein Kabel besonders zu empfehlen. Etwa dann, wenn man den verpassten "Tatort" nachholt. Mit Smart TV kein Problem! Dank der ARD-Mediathek kann man den Krimi jederzeit starten und muss ihn nicht einmal aufnehmen.

Inzwischen bieten alle öffentlich-rechtlichen und privaten Sender ihre eigenen Mediatheken und bieten damit sehr komfortables Fernsehen auf Abruf. Aus juristischen Gründen sind einige Sendungen allerdings nur eine Woche verfügbar.

Apps auch auf dem Smart TV

Ein weiteres Highlight von Smart TV sind die Apps: Kleine Zusatzprogramme, die ganz ähnlich funktionieren wie auf dem Handy. Die wichtigsten sind bei den meisten Fernsehern vorinstalliert, bei Samsung, Videoweb und anderen zum Beispiel "TV Digital", bei der man unter anderem aktuelle Informationen zum Fernseh- und Kinoprogramm findet.

YouTube bietet den Zugriff auf die Videos des Internetportals. Auch für Facebook und Twitter gibt es Apps, außerdem für Google Maps und Skype. Wer noch mehr möchte, kann Apps aus dem Internet nachladen, allein für Samsung-Fernseher gibt es mehr als 550, für Videoweb TV über 100.

Digitale Videothek

Auch Videoabrufdienste werden immer beliebter. War für Maxdome bislang ein eigener Empfänger nötig, kann man Filme von dort jetzt direkt am Fernseher auswählen und -leihen – zumindest auf Geräten von Samsung, Philips, Humax, LG, Toshiba, Loewe, Technisat und Videoweb.

Abgesehen von solchen Angeboten kostet Smart TV nichts! Der "Red Button" ersetzt schließlich den alten Videotext, deshalb will kein Sender etwas dafür verlangen. Auch die Mediatheken, die es bislang frei im Internet gibt, bleiben gratis.

Smart TV soll uns eben wieder vor den Fernseher locken, weg vom Computer. Das dürfte funktionieren, denn der größte neue Trend in der TV-Technik bietet wirklich viel – und ebnet den Weg für weitere Entwicklungen.

Vorgestellt: Vier Geräte für Smart TV

  • Samsung UE40D8090 - der Elegante
  • Schlankwunder: Beim Samsung UE40D8090 ist der Rahmen besonders dünn, per WLAN lässt sich das Gerät leicht mit dem Heimnetz verbinden. Das 40-Zoll-Display zeigt auch 3-D-Bilder an.
    Preis: ca. 1400 Euro
    Info: www.samsung.de

  • Videoweb-TV-Box - der Sparsame
  • Der günstigste Weg ins neue TV-Zeitalter: Die Videoweb-TV-Box bietet zahlreiche Apps (u. a. TV DIGITAL, Maxdome) und einen Web-Browser, einige "Red Button"-Funktionen sind nicht möglich.
    Preis: 149 Euro
    Info: www.videoweb.de

  • Philips 46PFL8606K/02 - der Erleuchtete
  • Die Smart TV-Features des Philips 46PFL8606K/02 lassen sich auch per Handy bedienen. Der 46-Zoll-Fernseher ist 3-D-fähig und erzeugt dank Ambilight einen Lichtschein ums TV-Bild.
    Preis: ca. 1250 Euro
    Info: www.philips.de

  • Technisat Digit Isio S1-Smart-TV-Receiver - der Vielseitige
  • Zwei HDTV-Sat-Tuner, HD+, HbbTV inklusive: An den vielseitigen Technisat Digit Isio S1-Smart-TV-Receiver kann man auch eine Festplatte zum Aufzeichnen anschließen.
    Preis: ca. 300 Euro
    Info: www.technisat.de

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    Fotos: © PR

    Autor: Michael Fuchs