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Die Lieblingswörter der Promis
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Rund 135.000 Wörter umfasst der aktuelle Duden; Bild: © dpa - Fotoreport

Wort-Quiz

Die Lieblingswörter der Promis

  • Artikel vom 09. August 2011

Rund 135.000 Wörter umfasst der aktuelle Duden. Doch das ist nur ein Teil dessen, was die deutsche Sprache ausmacht: Laut Schätzungen umfasst die Alltagssprache derzeit etwa 500.000 Begriffe.

Ein riesiger Schatz, in dem fast jeder sein ganz persönliches Kleinod hat: ein Wort, das ihm besonders am Herzen liegt. Weil es die eigene Persönlichkeit so gut ausdrückt, weil es an vergangene Kinderseligkeit erinnert, weil es eine originelle Neuschöpfung ist, weil es so klangvoll auf der Zunge zergeht – die Begründungen sind so vielfältig und individuell wie die Sprache selbst.

Die Lieblingswörter der Promis

Zum 100. Todestag von Konrad Duden am 1. August haben sich mehr als 100 Stars Gedanken über ihr ganz persönliches Lieblingswort gemacht. Für einen guten Zweck: Der Reinerlös des "Lieblingswörterbuchs" geht an die Alphabetisierungskampagne des Bundesverbands Alphabetisierung und Grundbildung e. V.

Wort-Quiz

Zehn der schönsten Wörter mitsamt ihren Erklärungen haben wir für dieses Quiz ausgewählt. Erraten Sie, welches Lieblingswort zu welchem Promi gehört. Diese Promis haben mitgemacht: Petra Gerster, Markus Lanz, Annette Humpe, Jörg Pilawa, Reinhold Messner, Renate Künast, Manuel Andrack, Cordula Stratman, Ulrich Meyer und Cornelia Poletto.

In manchen Erklärungen verbirgt sich bereits ein Hinweis. Viel Spaß beim Kombinieren!

1. Grenz|gang
Weil das Wort mein Leben auf den Punkt bringt: immer am Limit.

2. in|teuer|lich
Seit ich denken kann, gehört das Wort zum Repertoire meiner Familie. Jemand Inteuerliches ist sich der Bedeutung seiner Person bewusst und strahlt das auch aus. Seine Ernsthaftigkeit und sein Engagement zeichnen ihn als redlichen Menschen aus, die gänzliche Ironiefreiheit aber macht ihn zugleich auch ein klein wenig lächerlich.

3. kom|mod
Eines der vielen deutschen Wörter, die genau das ausdrücken, was sie umschreiben. Sein Klang ist so weich und satt, einfach zum Hineinlegen – ein Wort, in dem man es sich bequem machen kann. Es bedeutet: bequem, angemessen, zweckmäßig. Auch die Kommode war eine rasend bequeme Erfindung.

4. krüsch
Ein wunderbar hamburgischer Ausdruck für "beim Essen wählerisch sein". Ich selbst bin überhaupt nicht krüsch, nehme aber gerne Rücksicht auf die Extrawünsche meiner Gäste.

5. mit|nef|fen
Während mit dem geläufigen "mitnichten" der Nutzer kundtun kann, dass er etwas "keinesfalls" oder "unter keinen Umständen" meint, bietet "mitneffen" die Möglichkeit der gänzlichen Bejahung. Es ist gleich zu verwenden wie "unbedingt", "auf jeden Fall" oder "jawohl".

6. mut|ter|see|len|allein
Deutlich negative Gefühle transportieren sich da wie auf Engelsflügeln – hübsch verpackt und sehr intensiv.

7. Sam|mel|su|ri|um
Vom niederdeutschen "sammelsur" stammend, meint es ursprünglich ein saures Gericht aus Speiseresten. Die Nachsilbe "-ium" verleiht dem Wort eine scheinbar lateinische Abstammung. Ein Blendwerk mit sprachlichem Tiefgang. Sammeln verspricht Ordnung, zugleich ist das Gesammelte gänzlich ungeordnet. Damit ist Sammelsurium das Leben.

8. Schmacko|fatz
"Das ist ein Schmackofatz", sage ich, wenn ein Essen köstlich und natürlich daherkommt. Vom handgemachten Kartoffelpüree bis zur Pasta mit einfacher Traumsoße oder Königsberger Klopsen kann es alles sein. Wolfram Siebeck sagt, es kommt nicht von ihm. Ich ahne: Der Schmackofatz kommt vom polnischen "smakowa´c" – schmecken.

9. Schnit|zel|pis|te
So heißt der lange Flur im ZDF, der zur Kantine führt. Jeder ZDF-Mitarbeiter kennt dieses Wort und weiß sofort, was damit gemeint ist.

10. stie|kum
Eins der Lieblingswörter aus meiner Kindheit in Westfalen, ich hatte es lange Zeit aus den Ohren verloren, aber jetzt ist es wieder aktiviert. Stiekum bedeutet so viel wie "unbemerkt, klammheimlich, stumm".

Buch-Tipp:
"DUDEN: Lieblingswörterbuch. Die schönsten und persönlichsten Wörter prominenter Menschen". Dudenverlag, 8,95 €
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Autor: HÖRZU