Weihnachts-Spezial
Äpfel, Orangen, Sternanis und Zimtstangen duften herrlich weihnachtlich.

Äpfel, Orangen, Sternanis und Zimtstangen duften herrlich weihnachtlich - und sind dazu noch gesund. / Foto: © picture alliance/chromorange

Gesunde Gewürze

Die Heilkraft der Weihnachtsdüfte

  • Artikel vom 20. Dezember 2013

Die schlechte Nachricht vorweg: Vom Plätzchennaschen allein wird leider keiner gesund. "Weihnachtsgebäck hat keine Heilwirkung: wegen des Zuckers und weil die Mengen der Gewürze zu gering sind", erklärt Dr. Johannes Gottfried Mayer, Medizinhistoriker und Ratgeberautor (''Das große Buch der Klosterheilkunde'', Zabert Sandmann, 344 S., 19,95 €). Sehr wohl aber können die würzigen Zutaten vieler Weihnachtsleckereien das Wohlbefinden steigern und sogar Krankheiten lindern – wenn man sie richtig anwendet. Unser Experte erklärt, wie das funktionieren kann.

Kardamom Ätherische Öle machen ihn zum probaten Helfer bei Verdauungsproblemen: 1 TL zermahlene Samen mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 5 –10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Nach dem Essen jeweils eine Tasse trinken.

Koriander

Koriander (Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH) Bei schlecht heilenden Wunden hat sich Korianderöl bewährt. Es wirkt antiseptisch, antibakteriell und hemmt Entzündungen. Auch bei Koliken und Rheuma kann es hilfreich sein.

Muskatnuss Dank seiner entkrampfenden Wirkung lindern mit Muskat gewürzte Speisen Verdauungsprobleme. Aber Vorsicht: In größeren Mengen ist er giftig.

Myrrhe

Myrrhe (Foto: © picture alliance/WILDLIFE) Als Tinktur (Apotheke) heilt sie Entzündungen in der Mundhöhle. Außerdem enthält sie eine Substanz, die gegen Brust- und Prostatakrebs wirkt.

Nelke Die ätherischen Öle der Knospe werden in der Zahnheilkunde geschätzt. Bei Schmerzen so lange auf einer Nelke kauen, bis sie sich im Mund auflöst.

Orange Forscher fanden heraus, dass die Frucht bei Frauen das Schlaganfallrisiko um 19 Prozent reduzieren kann. Außerdem enthält sie den Herzschutzstoff Hesperidin. Hier gilt: je süßer, desto gesünder. Am besten täglich eine Orange verzehren.

Piment

Piment (Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH) Seine scharfen Früchte wirken appetitanregend, fördern die Durchblutung und senken den Blutdruck. Äußerlich angewendet (etwa als Badezusatz oder Massageöl) lindert er Muskelkater.

Sandelholz Extrakte aus dem weißen Sandelholz helfen bei Harnwegsinfekten. Als Öl reinigt es die Haut, weshalb es sich in der Behandlung von Akne bewährt hat: zwei Tropfen in warmem Wasser vermischen, Kompressen darin tränken und auf das Gesicht legen.

Sternanis Der Star unter den Gewürzen lindert Husten und Erkrankungen der Atemwege. Zwei Sternfrüchte mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abseihen. Zwei bis fünf Tassen pro Tag.

Vanille

Vanille (Foto: © picture alliance / dpa Themendienst) Die süße Schote kurbelt die Ausschüttung des Gute-Laune-Hormons Serotonin an. Trinken Sie sich glücklich: Fünf TL Schwarztee und das Mark einer halben Schote mit 1 l Wasser übergießen, fünf Minuten ziehen lassen, abseihen.

Weihrauch Die im Harz enthaltenen Boswelliasäuren sind starke Schmerz- und Entzündungskiller, was Menschen mit rheumatischen Gelenkbeschwerden zugutekommen kann.

Zimstangen Ein halber Teelöffel Zimt pro Tag kann den Blutzuckerspiegel senken. Vorsicht ist jedoch bei Cassia-Zimt geboten, der reichlich Cumarin enthält – ein Stoff, der zu hoch dosiert die Leber schädigen kann. Viel besser verträglich ist der Ceylon-Zimt.


Sendehinweis: ''Himmlische Wohlgerüche''

TV-Reportage
SA, 21.12., RBB, 18.00 Uhr

Autor: Anne-Kathrin Hasse