Umwelt
10 Tipps Klima schützen

Foto © ddp images, angeta

Einfach, schnell & günstig

10 nachhaltige Dinge, mit denen wir das Klima sofort schützen können

  • Artikel vom 22. April 2020

Nicht nur zum Tag der Erde am 22. April machen wir uns Gedanken um Klima und Natur. Denn es gibt viel Anlass zur Sorge - aber auch ganz einfache Maßnahmen, die wir sofort im Alltag umsetzen können.

Und mal abgesehen davon, dass alles, was wir fürs Klima tun, uns selbst zugutekommt, macht von diesen Tipps vieles Spaß, alles keine große Mühe und spart in einigen Fällen sogar Geld.

1. Ab in die Botanik

Klingt komisch? Wär aber gut so. Es ist ein Fakt, dass wir das, was wir kennen, eher schätzen und schützen. Insofern ist die einfachste und wohltuendste Maßnahme der aufmerksame Gang durch die Natur. Dabei genau auf die Pflanzen am Weg, Vogelstimmen und kleinste Krabbeltiere achten. Stehenbleiben, lauschen, betrachten. Und dann gern nachschauen und -lesen, wem wir da gerade begegnen. Ist schon solo super und noch besser mit Kids. Zum Einstieg in Sachen Blümchenbestimmung haben wir ein tolle App-Empfehlung. Die sagt uns anhand des selbstgeknipsten Smartphone-Fotos, um was für eine Blume es sich handelt:

App "PlantNet" ansehen & downloaden

Hier wird sie gut von einem Nutzer erklärt:

2. Aufbrauch-Challenge

Wir wollen hier gar nicht mit der frustrierenden Tonnen-Anzahl der pro Tag verschwendeten Lebensmittel in Deutschland anfangen. Nur so viel: Sie ist erschreckend hoch und knapp die Hälfte davon fällt in privaten Haushalten an. Was da hilft? Gezielt shoppen, ohne Riesenhunger, dafür mit dem Wissen, was man noch zuhause hat und einer Einkaufsliste auf Handy oder Zettel. Noch wichtiger: Das Eingekaufte verbrauchen! Um die Aufmerksamkeit dafür zu schärfen und sich von den (Un)tiefen von Vorratsschrank, Tiefkühlfach und Co. überraschen zu lassen, ist die Aufbrauch-Challenge eine gute Idee:

Dabei werden zwei Wochen lang so gut wie keine neuen Lebensmittel geshoppt (von unvermeidlichen Frischprodukten mal abgesehen). Stattdessen sucht man alles raus, was schon länger unentdeckt in der Küche wartet und kocht damit. Schafft Platz, spart Geld, ist nachhaltig!

Ausführlichen Ablauf mit Druckvorlagen gibt es bei einfachmaleinfach.de

3. Kommt uns in die (eigene) Tüte

Klappt eh schon besser, seit die Plastiktüten in den Supermärkten was kosten. Aber längst noch nicht alle haben eine Tasche in der Tasche, obwohl das mit einem platzsparenden Stoffexemplar leicht zu machen ist. Nur einpacken und drinlassen, dann ist man beim nächsten Einkauf gewappnet. Und wo man schon dabei ist, darf es auch gleich noch ein Gemüsenetz und ein Brotbeutel sein. Sind auch kleinknüllbar und ersetzen schon in ein paar Wochen eine erstaunliche Menge an Plastik und Papier.

4. Spargel als Vorbild

Hach, die Spargelzeit. Da gibt es endlich wieder dieses oberleckere Gemüse mit der feinen Soße! Wie man sich darauf jedes Jahr freut und es dann die paar Wochen genießt, in denen man es gern aus guten deutschen Lagen kaufen kann... Doch warum ist das nur bei Spargel so? Könnte man nicht ebenso Tomaten, Zucchini und Co. entgegenträumen? Ja, könnte man. Wenn die nicht wie vieles andere unter großem CO2-Aufwand das ganze Jahr aus südlicheren Gefilden zu uns geflogen und gefahren kämen. Wir sagen ja nicht, dass alle von heute auf morgen komplett regional und saisonal leben müssen. Aber Schritte in diese Richtung wären in Sachen Klimaschutz so eine gute Sache. Und wir könnten uns mehr freuen!

Was es wann gibt, verrät dieser Online-Saisonkalender

5. Davon weniger

Ja, es geht um Fleisch. Jetzt bitte nicht mit den Augen rollen. Es ist halt einfach so, dass unter unserem unmäßig geworden Konsum nicht nur die Tiere leiden, sondern auch Umwelt und Klima. Da ist die Sache mit dem Methan und die mit der gigantischen Fläche, die für die Viehhaltung (Weide und Futterproduktion) verbraucht wird und der sogar die für unser aller Überleben wichtigen Regenwälder durch Abholzung zum Oper fallen. Wie wär's deshalb mit einem Revival der guten alten Zeiten, die noch gar nicht so lange her sind und in denen man nur Sonntags Fleisch zu Mittag aß? Wenn das dann noch bio ist, umso besser. Vielleicht einfach mal einen Monat ausprobieren.

Kluge Gedanken zum Thema weniger Fleisch fürs Klima (es geht im Video nicht nur um Vegansimus!) macht sich auch die bekannte Wissenschaftlsjournalistin Mai für den öffentlich-rechtlichen YouTube-Kanal funk:

6. Shampoo auf die Hand

Geht beim Einkaufen nur mit Plastikflasche drumrum? Nein. Mittlerweile findet sich sogar im gängigen Drogeriemarkt das eine und andere feste Shampoo, das aussieht wie eine Seife und nur ein zarte Papierbanderole trägt oder im Pappkarton steckt. Und weil es inzwischen viele Anbieter gibt (gern online stöbern) findet ganz bestimmt jede*r ein passendes Produkt für die individuelle Haarsituation. Spart eine Menge Plastik, schäumt schön, macht die Mähne hübsch und sauber. Und wo man bzw. frau gerade dabei ist, könnte er/sie auch gleich auf feste Seife für die Hände umstellen.

7. Rasenmäher stehen lassen

Wenn das mal keine nette Umweltschutzanweisung ist. Weniger Arbeit bedeutet in diesem Fall nämlich mehr Nahrung und Lebensraum für Tiere. Vor allem für die Biene, ohne deren durchaus gefährdete Existenz wir Menschen massive Probleme bekämen. Ja, wir kennen die Liebe vieler Gartenbesitzer zum raspelkurzen Rasen, der so schön ordentlich aussieht und auf der kein Löwenzahn zu sehen sein darf. Ist aber keine gute Sache. Wenn es gar nicht ohne geht, könnte man sich vielleicht auf eine Halb-halb-Lösung einigen und den Bienen die Hälfte der Fläche spendieren? Auf der dürfen dann Blumen (gern selbst angesäte Wildsorten) ungestört wachsen und sie würde idealerweise nur zwei Mal pro Jahr gemäht (Ende Juni und Ende August). Übrigens bitte auch auf dem raspekurzen Teil auf keinen Fall Rasenmäh-Roboter einsetzten, die sind tödlich für viel Getier und absolut unnötig.

Wer's richtig bienenfreundlich haben will, kann das Ganze gezielt angehen:

8. Deckel drauf

Kleinvieh macht auch Mist. Und deshalb packen wir ab sofort den Deckel auf den Topf, wenn wir was zum Kochen bringen. Ist nicht schwer zu realisieren und spart laut WWF schon bei einer fünfmaligen Anwendung pro Woche pro Jahr etwa 100 Kilo Kohlendioxid und rund 46 Euro. Nicht schlecht, oder?

9. Wasser aus Wand

Salopper Ausdruck für das wunderbare Lebensmittel, das wir in Deutschland in bestens geprüfter Qualität aus dem Wasserhahn geliefert kriegen. Warum wir trotzdem Kästen schleppen, nicht selten fiese Einweg-Plastikflaschen kaufen und damit für einen hohen Produktions- und Transportaufwand plus Müll sorgen? Eigentlich nicht ganz nachvollziehbar. Denn selbst wer's gern mit Blubb mag, kann sich ja eine entsprechende Maschine zulegen, die Kohlensäure im Wasser bringt. Zwei Liter aus dem Hahn kosten bei uns übrigens im Schnitt (inklusive Abwassergebühr) einen Cent, sparen kann man hier also auch.

10. Trick 17

Es gibt einfach zu viele gute Tipps, als dass wir nicht noch ein paar mehr hätten unterbringen wollen. Deshalb schummeln wir in den letzten Punkt gleich eine kleine Sammlung: So oft wie möglich Rad, Füße & Öffentliche statt Auto nutzen, zu Ökostrom wechseln, weniger/keine Fast Fashion shoppen (lieber Nachhaltiges oder Second Hand), Pflanzendrinks testen (besonders die aus Hafer haben eine deutlich bessere Ökobilanz als Kuhmilch), Geräte ausschalten statt Standby, die grüne Suchmaschine Ecosia statt Google nutzen, LED-Lampen im Haushalt verwenden, bei neuen Geräten auf den Energiesparfaktor achten, Kaffeepresse/Filter statt Alukapseln nutzen. Das Wichtigste: Mit offenen Augen durch die Welt gehen, sich informieren und aktiv werden. Schritt für Schritt.

Autor: Katharina Happ

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