Tiere

Wie schlau ist Ihr Liebling?

IQ-Test für Hunde

  • Artikel vom 05. Februar 2013

Ist Ihr Liebling ein Genie auf vier Pfoten – oder doch nur Durchschnitt? Hier erfahren Sie es. Tipp: Auch Hunde können Gehirnjogging machen.

Die fünf schlauesten Hunderassen

Tierexperte Prof. Stanley Coren hat 133 Rassen auf ihre Intelligenz getestet. Diese fünf haben am besten abgeschnitten:

1. Border Collie
Platz eins geht an die Border Collies. Die sehr agilen und äußerst gelehrigen Tiere werden oft als Hirten- und Polizeihunde eingesetzt.

2. Pudel
Als zweitschlaueste Rasse hat sich der Pudel hervorgetan. Er wurde früher häufig als Jagdtier genutzt, heute ist er vor allem ein Haustier.

3. Deutscher Schäferhund
Ihn zeichnet ein ausgeprägter Beschützerinstinkt aus. Seine große Intelligenz macht ihn zum perfekten Polizeihund.

4. Golden Retriever
Sie sind nicht nur beliebte Familienhunde, die klugen Golden Retriever gelten auch als besonders geduldige, lernfähige Wesen.

5. Dobermann
Der selbstbewusste Dobermann ist ein exzellenter Wachhund. Von klein auf gut sozialisiert, eignet er sich auch als Therapiehund.

Bulldogge Tillmann

Laut Prof. Coren sollen Bulldoggen zu den weniger schlauen Zeitgenossen gehören. Die englische Bulldogge Tillmann scheint eine Ausnahme zu sein.

Polizeihelfer, Blindenführer, Drogenschnüffler, Lawinenfahnder, Therapieassistent oder Schafhüter – Hunde beweisen immer wieder, dass sie zu erstaunlichen Leistungen fähig sind. Auch gewöhnliche Haushunde können ganz schön clever sein. Der Psychologe Prof. Stanley Coren von der University of British Columbia in Vancouver wertete zahlreiche Studien zur Intelligenz von Hunden aus und stellte dabei fest: Selbst ein Durchschnittstier ist etwa auf dem geistigen Stand eines Kleinkindes.

Im Normalfall können Hunde etwa 160 Wörter voneinander unterscheiden, besonders kluge Exemplare schaffen aber sogar bis zu 250 verschiedene Vokabeln. Laut Prof. Coren sind die Tiere zudem in der Lage zu zählen. Ja, sie sind sogar fähig zu betrügen, wenn sie dadurch schneller an eine Belohnung kommen können. Eine Fähigkeit, die bislang nur Menschen und Menschenaffen zugeschrieben wurde.

Prof. Coren glaubt, dass die Intelligenz von Hunden durch drei Faktoren bestimmt wird: den Instinkt, den Gehorsam und die adaptive Intelligenz, also die Fähigkeit, von der Umwelt zu lernen und so Probleme zu lösen. Wie beim Menschen gibt es auch bei Hunden große Unterschiede zwischen den einzelnen Individuen. Auf die Höhe ihres IQs hat unter anderem die Beziehung zu ihrem Besitzer Einfluss, zu großen Teilen aber die Rasse. Bestimmten Hundearten wird hohe Intelligenz nachgesagt, etwa Border Collies, Pudeln und Golden Retrievern (siehe Fotostrecke oben). Bulldoggen, Beagles und Chihuahuas gehören zu den weniger schlauen Zeitgenossen.

Intelligenz ist nicht alles

Wie viel Köpfchen Ihr eigener Hund hat, können Sie mit unserem Test herausfinden (Hier der IQ-Test für Hunde). Welche Antworten treffen am ehesten auf das Verhalten Ihres Hundes zu? Zählen Sie die erreichten Punkte zusammen, und lesen Sie die Auflösung.

Sollte Ihr Liebling nicht so gut abschneiden – keine Sorge! Tierexpertin Melissa Miller, die in einem Ratgeber viele weitere Testfragen für Hunde zusammengestellt hat (siehe Buchtipp rechts), ist überzeugt: Eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund hängt nicht nur von der Intelligenz des Tieres ab, sondern auch vom Umgang des Halters mit dem Hund. Miller betont: Wer auf sein Tier eingeht und dessen Körpersprache beachtet, wird einen ausgeglichenen, glücklichen Begleiter um sich haben. Und sind diese Eigenschaften nicht viel wichtiger als ein hoher IQ?

Test: Wie schlau ist Ihr Liebling?

Hier können Sie herausfinden, wie viel Köpfchen Ihr Haustier hat. Einfach Fragen beantworten, Punkte zählen und die Auflösung lesen.

Visuelle Fähigkeiten

1. Wie reagiert Ihr Hund, wenn er sieht, dass Sie nach der Leine greifen, um mit ihm spazieren zu gehen?
A Er ist extrem aufgeregt ----------- (2 Punkte)
B Er freut sich sehr ------------------ (3 Punkte)
C Er bleibt gelassen, wartet ab ---- (1 Punkt)

2. Kann Ihr Hund Veränderungen in Ihrer Stimmung erkennen?
A Er reagiert auf meine Laune ----- (3 Punkte)
B Manchmal --------------------------- (2 Punkte)
C Nicht dass ich wüsste ------------ (1 Punkt)


Fähigkeit zu hören/Wortschatz

3. Auf wie viele Basiskommandos wie "Sitz!", "Bleib!", "Platz!" oder "Gib Pfötchen!" hört Ihr Hund?
A Auf gar keines ---------------------- (1 Punkt)
B Auf eins bis fünf -------------------- (3 Punkte)
C Auf mehr als fünf Kommandos ---- (4 Punkte)

4. Haben Sie den Eindruck, Ihr Hund versteht, wenn man über ihn spricht?
A Ja, auch die Art der Kommentare - (4 Punkte)
B Nein, gar nicht ---------------------- (1 Punkt)
C Manchmal --------------------------- (3 Punkte)

5. Wie reagiert Ihr Hund, wenn Sie ihn beim Namen rufen?
A Er reagiert sofort und kommt -- - (3 Punkte)
B Er reagiert, kommt aber nicht -- - (3 Punkte)
C Er erkennt seinen Namen selten - (1 Punkt)


Sozialverhalten

6. Wie verhält er sich beim Tierarzt?
A Ängstlich ---------------------------- (4 Punkte)
B Aggressiv und angriffslustig - --- (2 Punkte)
C Entspannt und freundlich -------- (3 Punkte)

7. Wie verhält er sich angeleint an einer verkehrsreichen Straße?
A Er bleibt stehen, ist vorsichtig -- - (4 Punkte)
B Er verlässt sich auf meine Führung- (3 Punkte)
C Er läuft einfach weiter ------------ (1 Punkt)


Häusliches Verhalten

8. Haben Sie Ihren Hund zur Stubenreinheit erziehen können?
A Ja - ------------------------------------ (3 Punkte)
B Nein, ich bin davor aufzugeben - (1 Punkt)
C Mehr oder weniger ---------------- (2 Punkte)


Auflösung des Tests

Tierisch klug oder treudoof? So ist Ihr Hund wirklich.

9 – 12 Punkte
Dieser Vierbeiner stellt sich allgemein eher schwerfällig an. Mit regelmäßigem Training kann aber auch er zulegen und schlauer werden.

13 – 18 Punkte
Gelegentlich ist ihr Hund schon ganz schön clever. Unbedingt dranbleiben und üben, üben, üben.

19 – 24 Punkte
Ihr Hund ist wirklich überdurchschnittlich schlau. Darauf können Sie stolz sein, denn immerhin hängt die Intelligenz des Hundes auch von der Cleverness seines Herrchens ab.

25 – 28 Punkte
Glückwunsch! Ihr Hund ist wirklich extrem klug. Sie beide sollten sich allerdings nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Fordern und fördern Sie ihren Vierbeiner bitte weiterhin regelmäßig.

Autor: Nicole Wronski

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