Landschaften
Quelle der Behaglichkeit: ein Gartenreich mit Seerosen

Quelle der Behaglichkeit: ein Gartenreich mit Seerosen / Foto © www.piqs.de / Geli , CC (Some rights are reserved.)

Mit Landschaftsarchitektin Gabriella Pape

Das Geheimnis schöner Gärten

  • Artikel vom 04. Juni 2010

Die 10 besten Gartentipps

Moderne Gartenexperten fordern mehr Leichtigkeit beim Gärtnern. Wer nur ein paar Regeln folgt, kann jede Jahreszeit von ihrer schönsten Seite erleben.

1. Wer seinen Garten anlegen oder ändern will, sollte ihn ausmessen und in den Grundriss alle Pflanzen einzeichnen. Das erleichtert realistisches Planen und die Trennung von "Altlasten".

2. Wie viel hiervon? Wie viel davon? Nach der Ein-Drittel-Regel bilden je ein Drittel Bäume, Nutzpflanzen und Blumen ein harmonisches Ganzes. Plus: Rasen in Maßen als Ruhepol.

3. Apropos Rasen: Weil moderne Rasenmäher den Schnitt im Fangkorb sammeln, vermoost er häufiger. Wer öfter selbst harkt, lüftet den Boden und stärkt Rücken wie Rasen.

4. "Ein Garten ohne Phlox ist ein Irrtum", sagte die deutsche Züchterlegende Karl Foerster (1874–1970). Das lässt sich um viele Stauden erweitern: Rittersporn, Königskerze, Päonie …

5. Wer Platz hat, kann Stauden in großen, lockeren Gruppen (engl. "drifts" = Ströme) pflanzen. Die Farbinseln sind in England beliebt, erinnern an impressionistische Gemälde.

6. Die Rose ist die Königin und verlangt majestätische Geduld: "Die Rosen erst schneiden, wenn die Forsythien blühen", rät Gabriella Pape. Ein Herbstschnitt fördert Krankheiten.

7. Die richtigen Nebendarsteller halten Unkraut, etwa Giersch, in Schach. So blüht die bodendeckende Katzenminze "Walkers Low" lange und harmoniert mit Rosen und Stauden.

8. Beim Kauf der Pflanzen auf genaue Bezeichnung und Namen achten. Die Bandbreite vieler Arten wie Katzenminze, Geranien oder Astern reicht weit: von kümmerlich bis robust-elegant.

9. Wenn im Herbst die Zwiebeln für das Frühjahr in der Erde sind, darf die Gartenschere ruhen, auch Staudenrestem bleiben liegen: Mit Raureif oder Schnee bilden sie ein hübsches Relief.

10. Vor dem Grau des Winters graut uns. Doch wer winterblühende Pflanzen wie Zaubernuss oder Kamelien einsetzt, holt sich auch in der kalten Jahreszeit etwas Farbe ans Haus.

Autor: Dagmar Weychardt