Gesunde Ernährung
Eine heiße Kürbissuppe hilft beim Entschlacken.
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Eine heiße Kürbissuppe hilft beim Entschlacken.
Foto: © picture-alliance / dpa / Stockfood

Nicht nur an Halloween gut

Kürbisse: gruselig, lecker und gesund

  • Artikel vom 23. Oktober 2015

Kaum fallen im Herbst die ersten Blätter, kullern die runden Riesen heran: Kürbisse kommen jetzt zu Halloween ganz groß raus. So schnitzen Sie einen Halloween Kürbis.

Sie sind aber auch schmackhafte Zutat in Aufläufen, Pürees oder auch Desserts. Und ganz egal, welche Sorte der Speisekürbisse bei Ihnen auf dem Teller landet – jede bedeutet ein dickes Plus für Ihre Gesundheit. Vor allem jetzt in der Schnupfensaison kommen uns die orangegelben Vitalstoffbomben gerade recht.

Allzweckwaffe mit Schlankeffekt

Denn die pralle Frucht steckt voller Vitamin C, das die körpereigene Abwehr stärkt und sich günstig auf die Cholesterinwerte auswirkt. Dank seines hohen Anteils an Betacarotin, das unser Körper in das lebenswichtige Vitamin A umwandelt, kann Kürbisfleisch nicht nur die Sehkraft stärken, sondern auch unsere Haut schützen. Der Farbstoff wirkt zum Beispiel wie ein Sonnenschirmchen für die Zellen, indem er freie Radikale abfängt, die durch UV-Strahlung entstehen. Als Faustregel gilt: Je satter das Orange des Kürbiskopfs, desto höher ist der Anteil an diesem wertvollen Carotinoid.

Insbesondere Männer profitieren von dem gesunden Gewächs. Denn bei gutartiger Prostatavergrößerung, an der etwa die Hälfte aller über Sechzigjährigen leidet, ist die heilsame Wirkung von Kürbiskernen wissenschaftlich belegt. Hier kräftigt die enthaltene Linolsäure die Blasenmuskulatur und lindert Probleme beim Wasserlassen.

Eine harntreibende Wirkung hat darüber hinaus das Fruchtfleisch, da es zu rund 90 Prozent aus Wasser besteht und reich an Kalium ist. Insofern ist der Kürbis auch ein echter Wohltäter für unseren Wasserhaushalt, weil er verhindert, dass sich zu viel Flüssigkeit im Gewebe einlagert. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Wir fühlen uns fit, entschlackt und schlank.

Ähnlich wie Wassermelonen bringt es der Kürbis bei einer Menge von 100 Gramm auf läppische 27 Kilokalorien, eignet sich somit prima als Diätbegleiter. Alles gute Gründe also, ihn häufiger auf den Speiseplan zu setzen. Wie wäre es etwa mit einer herzhaften Suppe, die an kalten Herbsttagen ordentlich einheizt?


Die 5 bekanntesten Kürbissorten

Weltweit gedeihen mehr als 800 Sorten der farbenfrohen Frucht. Hier die bekanntesten:

Butternuss

Butternuss (Foto: © picture alliance)
Namensgebend für das birnenförmige Gewächs ist sein butterweiches Fruchtfleisch. Dieses ist besonders süß und cremig und kommt in Pürees, Suppen oder Aufläufen prima zur Geltung.

Hokkaido-Kuerbis

Hokkaido (Foto: © picture alliance/WILDLIFE)
Eine Züchtung aus Japan, die zu den Moschuskürbissen gehört. Eine Frucht wird bis zu zwei Kilo schwer. Ihr Fleisch erinnert geschmacklich an Kastanien, und auch die Schale ist genießbar. Nach dem Kochen kann sie mitverzehrt werden.

Spaghetti-Kuerbis

Spaghetti-Kürbis (Foto: © picture alliance)
Auf den ersten Blick hat die ovale Frucht freilich wenig mit Nudeln gemein. Beim Kochen zerfällt sie jedoch in spaghettiartige Schnüre und kann wie Pasta servier werden. Auch prima als Ersatz für Nudeln in Suppen oder Aufläufen geeignet.

Riesen-Kuerbis

Riesen-Kürbis (Foto: © picture alliance/WILDLIFE)
Rekordexemplare können mehrere Hundert Kilo auf die Waage bringen. Sein Fruchtfleisch ist wenig aromatisch und muss deshalb kräftig gewürzt werden. Dafür kann er (ausgehöhlt und zurechtgeschnitzt) als Hingucker zum Halloweenfest mächtig punkten.

Muskat-Kuerbis

Muskat-Kürbis (Foto: © picture alliance/WILDLIFE )
Der gerippte Riese ist wegen seines an Muskat erinnernden Geschmacks in der Gourmetküche Europas sehr beliebt. Ob roh, gekocht, gebraten oder zu süßen Desserts verarbeitet, er ist immer ein Geschmackserlebnis

Autor: A.-K. Hasse