Krimi-Spezial
Heiter bis tödlich - München 7 mit Andreas Giebel und Florian Karlheim.
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Heiter bis tödlich - München 7: Franz Xaver Bogners Serie erzählt komödiantisch-menschliche Geschichten zweier Polizisten aus dem 7. Revier in der Münchner Innenstadt. In den Hauptrollen: Xaver Bartl (Andreas Giebel, r.), der "Sheriff vom Marienplatz" und Felix Kandler (Florian Karlheim, l.). - Foto © ARD/Barbara Bauriedl

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Heiter bis tödlich: drei neue Regionalkrimis

  • Artikel vom 07. März 2012

Gewiefte Gesetzeshüter jagen kleine und große Ganoven, geraten sich dabei nicht selten selbst in die Haare und treten in so manches Fettnäpfchen. Ein bisschen Verbrechen, ein bisschen Komik, eine gehörige Portion Lokalkolorit – so präsentieren sich die regionalen Krimis der ARD-Vorabendreihe "Heiter bis tödlich" seit Oktober 2011.

Nach "Hubert und Staller" aus Oberbayern, "Henker & Richter" aus Westfalen und "Nordisch herb" aus Husum gehen nun drei neue, durchweg prominent besetzte Serien an den Start.

Heiter bis tödlich: drei neue Regionalkrimis im Ersten

Alles Klara mit Wolke Hegenbarth

In "Alles Klara" ermittelt Wolke Hegenbarth als Sekretärin mit Spürnase im Harz. Sven Martinek und Tessa Mittelstaedt gehen in Lübeck auf Verbrecherjagd.

"München 7" spielt in der bayerischen Hauptstadt, doch das Revier der Streifenpolizisten Xaver (Andreas Giebel) und Felix (Florian Karlheim) beschränkt sich auf die Region rund um den Marienplatz.

Heiter bis tödlich: die drei neuen Regionalkrimis im Überblick

1. München 7

Die Streifenpolizisten Xaver Bartl (Andreas Giebel) und Felix Kandler (Florian Karlheim) sorgen in der Münchner Innenstadt für Recht und Ordnung. Im Süden hat die Serie längst Kultstatus: Im Bayerischen Rundfunk ermittelten die selbst ernannten Sheriffs vom Marienplatz seit 2003 schon 13 Folgen lang. Im Rahmen der "Heiter bis tödlich"-Reihe werden neue Folgen nun bundesweit im Ersten zu sehen sein. Das Besondere der München-Krimis: "Bei uns fließt kein Blut, allenfalls tragen die Beteiligten kleine Schrammen davon", erklärt Florian Karlheim. "Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen, nicht um Mord und Totschlag." Dank der temperamentvollen Marktfrau Elfi Pollinger (Christine Neubauer) scheppert es trotzdem ordentlich: Denn dass Moni Riemerschmidt (Monika Gruber), die Jugendliebe "ihres" Xavers, in der Nähe ihres Standes einen Imbiss aufmacht, stinkt Elfi, der heimlichen Herrscherin des Viktualienmarkts, ganz gewaltig.

2. Alles Klara

"Klara gibt überall ihren Senf dazu – egal ob das jemand hören will oder nicht. Die Frau nervt ihren Chef zu Tode, überzeugt aber oft durch gute Ideen!, so Wolke Hegenbarth über ihre Rolle (Interview mit Wolke Hegenbarth siehe unten). Klara Degen ist das reine Chaos. Ihre Chefs halten es nie lange mit ihr aus. Als ihr aktueller Arbeitgeber, ein Kuckucksuhrenfabrikant, tot in seinem Büro aufgefunden wird, gerät sie in Mordverdacht. Um die eigene Unschuld zu beweisen, beschließt sie, Hauptkommissar Paul Kleinert (Felix Eitner) bei seinen Ermittlungen zu unterstützen. Das Temperament der jungen Frau bringt den Fahnder zwar regelmäßig an den Rand der Verzweiflung, doch auf Klaras Spürnase kann er nicht verzichten. Denn das Revier im idyllischen Quedlinburg soll geschlossen werden. Die Zukunft der Kripo Harz hängt einzig davon ab, wie schnell die Fälle gelöst werden. Und darauf hat die schrullige Kriminalrätin Dr. Gertrud Müller-Dietz (Alexa Maria Surholt) höchstpersönlich ein Auge.
Im TV-Programm: Ab 5. April, immer donnerstags um 18.30 Uhr, Das Erste

3. Morden im Norden

Eigentlich wollte Finn Kiesewetter (Sven Martinek) der Polizei endgültig den Rücken kehren und sich als Biobauer in der Uckermark einen lang gehegten Traum erfüllen. Doch als sein Hof komplett abbrennt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als in seinen Beruf als Kommissar zurückzukehren. Der alte Job in Hamburg ist längst weg, so geht es zurück in seine Heimatstadt Lübeck. Dort zieht er erst einmal bei seinen Tanten ein, die ihren "Jungen" gern umsorgen. Im Revier trifft Kiesewetter auf seine Jugendliebe Elke Rasmussen (Tessa Mittelstaedt), mittlerweile zur Staatsanwältin avanciert. Zu allem Überfluss ist Kriminaldirektor Lars Englen (Ingo Naujoks) auch noch Elkes Exmann. "Finn hat sich vorgenommen, mit alten Denkstrukturen aufzuräumen", sagt Krimiveteran Sven Martinek. "Er möchte wohlwollend stören und seine Kollegen dazu veranlassen, hinter die Gesichter der Menschen zu blicken."
Im TV-Programm: Dienstags um 18.30 Uhr, Das Erste


Interview mit Wolke Hegenbarth

Die Schauspielerin Wolke Hegenbarth (31) über ihre Rolle im Harz-Krimi "Alles Klara".

HÖRZU: Haben Sie einen Bezug zum Harz?

Wolke Hegenbarth: Meine Großeltern haben 20 Jahre am Nordrand in Bad Harzburg gelebt. In meiner Kindheit habe ich dort viel Zeit verbracht.

HÖRZU: Kann man Ihnen getrost etwas ausleihen? Oder muss man, wie bei Klara, fürchten, es nie mehr wiederzusehen?

Wolke Hegenbarth: Bei mir bekommt man alles wie verabredet und in einwandfreiem Zustand zurück. Sonst würde ich mich auch ganz mies fühlen.

HÖRZU: Klara trägt sehr ausgefallene Klamotten. Haben Sie die mit ausgesucht?

Wolke Hegenbarth: Ja! Die Frisur, der Look – das kommt alles von mir. Ich habe mir für Klara einen eigenen Stil ausgedacht, damit man sie wiedererkennt – auch innerhalb der Reihe "Heiter bis tödlich".

HÖRZU: Haben Sie Lust, weitere Folgen zu drehen?

Wolke Hegenbarth: Wenn es dem Zuschauer gefällt, auf jeden Fall. Wir haben viel Arbeit, Liebe und Fleiß hineingesteckt. Aber wenn es keiner gucken will, nicht!

HÖRZU: Vielen Dank, Wolke Hegenbarth, für das Interview.

Autor: Jasmin Henning

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