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Hannelore Elsner
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Foto © Getty Images, Franziska Krug

Ihr Karriere in Bildern

Zum Tod von Hannelore Elsner

  • Artikel vom 24. April 2019

Hannelore Elsner war eine der ganz Großen in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Zum Tod der Künstlerin, die am 21. April 2019 in München einem Krebsleiden erlag, blicken wir zurück auf ihre glanzvolle Karriere.

Über 220 Mal stand Hannelore Elsner vor der Kamera, nahm gleich zwei Mal den Deutschen Filmpreis entgegen und wurde mit vielen weiteren Awards für ihr Filmschaffen ausgezeichnet. Im bayerischen Burghausen geboren, absolvierte Elsner ihre Schauspielausbildung in München. Gleich im Anschluss landete sie erste Engagements am Theater, darunter an den renommierten Kammerspielen der bayerischen Hauptstadt.

Filmdebüt & Fernseherfolge

Ihr Filmdebüt gab Elsner schon 1959 an der Seite von Freddy Quinn in "Freddy unter fremden Sternen", es folgten viele weitere Unterhaltungsfilme, für die sie unter anderem mit Peter Alexander und Hansi Kraus vor der Kamera stand.

Schon in den 60er Jahren war sie zunehmend auch im Fernsehen präsent. In den 70er Jahren war sie als titelgebende Hauptrolle in allen 16 Folgen von "Die schöne Marianne" zu sehen. In den 80er Jahren folgten weitere TV-Rollen wir zum Beispiel die der Maria Rotenburg im Erfolgsformat "Die Schwarzwaldklinik" und die Charly in Folgen der bayerischen Komödie "irgendwie und sowieso" mit Ottfried Fischer.

Die Kommissarin

Neben einigen "Tatort"-Folgen übernahm Hannelore Elsner 1994 ihre längste und bekannteste Serienrolle in "Die Kommissarin". Als Lea Sommer ermittelte sie darin in Frankfurt am Main. An ihrer Seite: Til Schweiger, der Nick Siegel verkörperte und Karlheinz Lemken als Henning Burre. Die letzte der 66 Folgen wurde im März 2006 ausgestrahlt.

Ernst & heiter

Elsners vielleicht größter Triumph auf der großen Leinwand war ihre Hauptrolle im Drama "Die Unberührbare" unter der Regie von Oskar Röhler, die ihr den deutschen Filmpreis einbrachte. Neben weiteren Rollen im ernsten Fach begeisterte sie aber auch in Komödien – ganz besonders als Filmgattin von Henry Hübschen in "Alles auf Zucker", der 2004 in die Kinos kam. Ein weiteres heiteres Highlight war der Film "Jesus liebt mich", den sie mit Florian David Fitz drehte.

Hannelore Elsner war mit Schauspielkollege Gerd Vespermann von 1964 bis 1966 verheiratet, später mit Regisseur Alf Brustellin liiert. Ihr Sohn stammt aus ihrer Beziehung mit Dieter Wedel.

Neben vielen weiteren Auszeichnungen erhielt Elsner 1997 das Bundesverdienstkreuz am Band und 2005 das Bundestverdienstkreuz erster Klasse für ihre herausragenden Leistungen.

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