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Wilhelm Wieben

Foto © TriStar media, Getty Images

Abschied vom ehemaligem Tagesschau-Sprecher

Wilhelm Wieben gestorben

  • Artikel vom 14. Juni 2019

Wilhelm Wieben ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Über 20 Jahre las er die Nachrichten in der Tagesschau, zum ersten Mal um 20.00 Uhr am 5. Mai 1974.

Geboren wurde Wieben 1935, in Hennstedt in Schleswig-Holstein. Nach einer Verwaltungslehre zog es ihn vors Publikum: Er ging zur renommierten Max-Reinhardt-Schauspielschule in Berlin und sammelte erste Theatererfahrung. Fürs Fernsehen wurde er Anfang der 60er Jahre nach einem Zwischenspiel beim Radio auch bald aktiv, sagte unter anderem die Music-Acts beim Jugendformat Beat-Club an.

Tagesschau-Legende

Schon 1966 war er in der Redaktion der Tagesschau tätig, war als Sprecher im Off zu hören. Vor der Kamera in der prestigeträchtigen 20.00-Uhr-Sendung sah man ihn dann ab 1974. Lange Jahre blieb er eines der geachteten und gewohnten Gesichter der ARD-Sendung. Geschätzt wurde er wegen seiner großen Sachlichkeit und sein geschliffener Stil. Seine letzte Sendung sprach er am 24. Juni 1998. Mit seinen füheren Kollegen wie Dagmar Berghoff, mit der er auch privat befreundet war, trat er später noch bei Lesungen auf.

Noch in seiner Tagesschau-Zeit und danach verfasste und publizierte Wieben einige Bücher, die sich fast alle mit dem von ihm so geschätzten in Plattdeutsch beschäftigten, das er als seine Muttersprache bezeichnete. Auch als Hörbuchsprecher war er aktiv.

Mit diesem Video verabschiedet sich die ARD von ihrem ehemaligen Sprecher:

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