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Jannis Niewöhner als Paul Hartman, George MacKay als Hugh Legat im Netflix-Film

Foto © Frederic Batier, Netflix

Starbesetzung, Spionage-Spannung und bitterer Ernst

Kurz vor dem Krieg: "München"-Geschichtsthriller kommt im Januar

  • Artikel vom 07. Dezember 2021

Hitlers Konferenz in München 1938 mit europäischen Staatslenkern sollte den Frieden erhalten, war aber nur eine grausame Verschiebung des Krieges. Einen fiktiven Blick hinter die Kulissen der historischen Ereignisse liefert ein neuer Film, dessen Trailer packende Qualität verspricht.

Am Ende wurde das Sudetenland gegen eine Friedenshoffnung eingetauscht, die illusorisch war. Eine Tatsache, die man gerade dem britischen Premier Neville Chamberlain und der deutsch-französischen "Appeasement-Politik" im Nachhinein anlastete. Dass Chamberlain dieses fürchterliche Zugeständnis, das letztlich sogar der weiteren Kriegsführung des nationalsozialistischen Deutschlands zugute kam, tatsächlich in der verzweifelten Hoffnung machte, grenzenloses Kriegselend zu vermeiden, dürfte ebenso unbestritten sein.

Geschichte wird zum Film

Dieses tragische Szenario verwendete Bestseller-Autor Robert Harris in seinem 2017 erschienen Roman "München" als Kulisse einer Spionagegeschichte. Es geht um zwei Studienfreunde, den Deutschen Paul von Hartmann und den Briten High Legat, die sich 1938 bei der Konferenz als Diplomaten auf unterschiedlichen Seiten wiedersehen und gemeinsam an einer lebensgefährlichen Mission um geheime deutsche Dokumente arbeiten, die den Briten zugutekommen könnten.

Der Roman wurde nun von Christian Schwochow ("Bad Banks") verfilmt - mit Jannis Niewöhner als Hartmann, George MacKay als Legat, Jeremy Irons als Chamberlain und Ulrich Matthes als Hitler. Startet am 6. Januar im Kino und am am 22. Januar 2022 bei Streaminganbieter Netflix, der jetzt den ersten ausführlichen Trailer veröffentlichte:

Beim Vorabstart auf dem London Filmfestival im Oktober 2021 wurde gerade Niewöhners faszinierende Intensität gelobt. Sicher zu Recht. Auch wenn wir "München - Im Angesicht der Krieges" noch nicht gesehen haben: Der Darsteller, den wir aus Teeniefilmen wie "Ostwind" und "Smaragdrün" ebenso kennen wie aus Charakterdramen wie "Der Überläufer" kennen, ist ein Ausnahmetalent. Der Rest des Casts steht ihm aber in nichts nach, weswegen wir uns schon auf den Januar und diesen Geschichtsthriller - übrigens in München an Originalschauplätzen gedreht - freuen.

Autor: Katharina Happ

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