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Star aus "Doctor's Diary": Diana Amft als Dr. Gretchen Haase
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Star aus "Doctor's Diary": Diana Amft als Dr. Gretchen Haase - Foto © RTL / Stefan Erhard

Star aus "Doctor's Diary"

Interview mit Diana Amft

  • Artikel vom 03. Januar 2011

Diana Ampft ist Dr. Gretchen Haase

Die Patienten hat Dr. Gretchen Haase im Griff, ihr turbulentes Liebesleben weniger. Die Rolle der liebenswerten Jungärztin in „Doctor’s Diary“ machte Schauspielerin Diana Amft zur preisgekrönten, beliebten Serienheldin. Zum Start der dritten Staffel sprachen wir mit der 35-Jährigen über die Erfolgsserie.

HÖRZU: Viele neue deutsche Serien sind in den letzten Jahren gefloppt. Haben Sie bei "Doctor’s Diary" geahnt, dass es mal drei Staffeln geben würde?

Diana Amft: Nein, damit kann man nicht rechnen. Ich weiß noch, dass ich beim Lesen des Drehbuchs der ersten Folge dachte: "Wow! Daraus wollen die eine Serie machen? Wie soll dieses Niveau gehalten werden?" Ich fand es extrem gut. Schön, dass die Zuschauer es offenbar ähnlich sehen.

HÖRZU: Sie drehen in einem echten, wenn auch stillgelegten Krankenhaus. Spielt man dort anders als in einem Studio?

Diana Amft: Ja, denn ich spüre: Hier ist nichts Kulisse. Für mich hat das aber auch Nachteile. Wir benutzen in OP-Szenen ja Originalbesteck. Ich frage mich dann oft, wie viele Menschen schon in diesem OP operiert wurden. Gab es ähnliche Komplikationen wie die, die wir gerade spielen? Ein bedrückendes Gefühl. Sogar bei den Proben trage ich Handschuhe. So habe ich wenigstens etwas Distanz zum Skalpell.

Diana Ampft schaute bei echter OP zu

HÖRZU: Wie haben Sie sich auf Ihre Rolle als Ärztin vorbereitet?

Diana Amft: Vor der ersten Staffel waren wir bei einer echten OP dabei. Schon die Nacht vorher konnte ich nicht schlafen. Beim Eingriff schauten meine Kollegen in die Wunde, ich habe mich nur auf die Rücken der Ärzte konzentriert.

HÖRZU: Zur Vorbereitung gehört für Sie immer auch, etwas Gewicht zuzulegen.

Diana Amft: Ja, meine Figur liebt ja Schokolade. Es ist wichtig, dass ich vor jeder Staffel etwas zunehme. Diesmal reichte die Zeit aber leider nicht, sodass wir nachhelfen mussten.

HÖRZU: Was haben Sie gemacht?

Diana Amft: Ich trug unter der Kleidung einen "Fatsuit", also eine Art Fettprothese für Bauch, Beine und Po. So was hatte ich vorher noch nie getragen. Es war lustig, aber auch anstrengend. Erst als ich den Anzug eingetragen hatte, konnte ich mich besser bewegen.

HÖRZU: Apropos Bewegungsfreiheit: Oft befürchten Serienstars, auf Rollen festgelegt zu werden. Sie auch?

Gretchen hat viele Facetten

Diana Amft: Nein, aber natürlich besteht die Gefahr, gerade bei erfolgreichen Serien. Zum Glück hat Gretchen so viele Facetten – von emotional bis lustig. Ich wüsste gar nicht, wie ich da festgelegt werden sollte. Im Gegenteil: Durch die Rolle habe ich sogar noch vielfältigere Angebote bekommen.

HÖRZU: Welche denn zum Beispiel?

Diana Amft: Direkt nach der aktuellen Staffel von "Doctor’s Diary" habe ich einen ARD-Film mit Uwe Ochsenknecht gedreht. Es ist die Fortsetzung des Krimis "Der Bulle und das Landei", in dem ich eine Dorfpolizistin spiele. Zu "Doctor’s Diary" würde ich trotzdem immer wieder gerne zurückkehren – solange die Zuschauer mich lassen.

HÖRZU: Vielen Dank, Diana Amft, für das Interview.

Fotos Bilderstrecke © RTL / Stefan Erhard

Autor: Michael Tokarski

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