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Olivia de Havilland

Abschied von "Vom Winde verweht"-Star

Hollywood-Legende Olivia de Havilland gestorben

  • Artikel vom 27. Juli 2020

Die zweifache Oscargewinnerin Olivia de Havilland, bekannt aus ihrer Rolle im Kostümfilm-Klassiker "Vom Winde verweht", starb am 26. Juli 2020 in ihrer Pariser Wohnung im Alter von 104 Jahren.

Sie war eine der letzten aus Hollywoods goldenen Zeiten, drehte mit Ikonen wie Errol Flynn und Robert Mitchum, wurde mehrfach ausgezeichnet und konnte auf eine lange, sehr erfolgreiche Karriere zurückblicken.

Der Beginn ihres Erfolges

Geboren wurde Olivia de Havilland am 1.Juli 1916 in Tokio, wo ihre Eltern - eine Schauspielerin und eine Englisch-Professor - damals lebten. Ihr jüngere Schwester Joan, später selbst eine Leinwand-Legende unter dem Künstlernamen Joan Fontaine, kam 15 Monate später zur Welt. Aufgewachsen ist Olivia mit ihrer Schwester und ihrer dann schon alleinerziehenden Mutter ab 1919 in Kalifornien. Schon sehr früh wurde sie in Musik und Tanz unterrichtet, gab ihr Theaterdebüt an der Schule. Nicht lange nach ihrem Abschluss wurde sie vom österreichischen Regisseur Max Reinhardt für dessen Shakespeare-Produktion von "Ein Sommernachtstaum" engagiert. Als die verfilmt werden sollte, landete de Havilland eine der Hauptrollen, gab ihr Leinwanddebüt 1935. Noch im selben Jahr war sie neben Schauspiel-Ikone Errol Flynn im Piratendrama "Captain Blood" zu sehen.

Vom Winde verweht

Einige weitere Filme folgten, der große Durchbruch gelang 1938 in einem der erfolgreichsten Abenteuermovies dieser Zeit, "Die Abenteuer des Robin Hood", in dem de Havilland Lady Marian spielte. An ihrer Seite erneut Errol Flynn, mit dem sie später sechs weitere Filme drehte. Der Originaltrailer:

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1939 begannen auch die Dreharbeiten zu "Vom Winde verweht". De Havilland spielte darin bewusst die Rolle der aufrechten, mitfühlenden Melanie, Schwägerin von Scarlett O'Hara. Der Part brachte ihr die erste Oscarnominierung für die beste Nebenrolle. 1940 stand sie für den ebenfalls sehr erfolgreichen Western "Land der Gottlosen" erneut mit Flynn und mit dem späteren US-Präsidenten Ronald Reagan vor der Kamera.

1943 endete Olivia de Havillands Mehrjahresvertrag mit Warner, mit dem sie aufgrund klischeehafter Rollenzuteilung schon lange nicht mehr glücklich war. Einer versuchten erzwungenen Verlängerung schob sie mit einem aufwändigen Gerichtsverfahren einen Riegel vor, der ihr den Dank und Respekt vieler Kollegen, aber auch eine Zeit der Auftragslosigkeit einbrachte. Bewundert wurde die Schauspielerin außerdem für ihren engagierten Einsatz für und die Reisen zu US-Soldaten im zweiten Weltkrieg.

Oscars & Hochzeiten

Im Drama "Mutterherz" spielte de Havilland 1946 endlich die lang ersehnte Charakterrolle und wurde prompt für ihre Performance mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Einen weiteren erhielt sie wenig später 1949 für ihren Part in "Die Erbin", ebenfalls ein bewegendes Drama. 1946 war auch das Jahr, in dem de Havilland Buchautor Marcus Goodrich heiratete, ihr Sohn wurde 1949 geboren. 1952 wurde die Ehe geschieden. 1953 lernte sie den Pariser Redakteur Pierre Galante beim Filmfestival in Cannes kennen, die beiden heirateten 1955, de Havilland verlegte ihren Wohnsitz in die französische Hauptstadt, 1956 wurde die gemeinsame Tochter geboren. Das Paar trennte sich 1962, blieb sich aber freundschaftlich verbunden.


Foto © ddp images/INTERTOPICS/Mediapunch

Fernsehen & Orden

In den 60ern und 70ern wurden die Kinorollenangebote rarer und de Havilland wandte sich dem Fernsehen zu. Sie war in diversen Produktionen zu sehen, darunter 1979 in der Miniserie "Roots - die nächste Generation". Einen Golden Globe bekam sie für ihren Part in "Anastasia: The Mystery of Anna" (1986). 1988 wurde ihr letzter Film im TV ausgestrahlt, de Havilland begab sich in den Ruhestand. 2008 wurde ihr von George Bush die "National Medal of Art", die höchste US-Auszeichnung für Künstler*innen verliehen, 2010 folgte der Verdienstorden der Ehrenlegion von der französischn Regierung und 2017 der Order of the British Empire.

Autor: Foto © ddp images, Everett Collection

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