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Hardy Krüger

Foto © Getty Images, Peter Bischoff

Abschied vom Film und TV-Star

Hardy Krüger gestorben

  • Artikel vom 20. Januar 2022

Hardy Krüger ist am 19. Januar mit 93 Jahren in Palm Springs, Kalifornien gestorben. Als einem von wenigen gelang dem Schauspieler nach Erfolgen im deutschen Kino auch der Sprung nach Hollywood.

Hardy Krüger war nicht nur Darsteller in 75 Filmen, sondern auch Erfolgsautor mehrerer Bücher, Moderator - und Aktivist, der sich gegen Rechtextremismus stark machte.

Sein Leben und seine Karriere

Am 12. April 1928 wurde Eberhard August Franz Ewald Krüger (so ein bürferlicher Name) in Berlin geboren. Als 13-Jährigen schickten ihn seine Eltern auf ein nationalsozialistisches Elite-Internat, dort sollte er für eine spätere Führungsposition im Dritten reich ausgebildet werden. Noch während der Schulzeit nutzte man sein offensichtlich schon damals merkbares Schauspieltalent und gab ihm eine Rolle im 143 erschienen Propagandafilm "Junge Adler". Während der Dreharbeiten wurde sich Krüger des verbrecherischen Charkter des NS-Regimes bewusst, auch dank Kontakt zu seinen erwachseneren Kollegn Albert Florath und Hans Söhnker, die Juden zur Flucht verhalfen.

In der Endphase des 2. Weltkriges wurde der damals 16.Jährige zur Waffen-SS-Division „Nibelungen“ 1945 an die Westfront eingezogen. Als er sich weigerte, einem Schießbefehl auf einen amerikanischen Spähtrupp zu folgen, wurde er zum Tode verurteilt. Ein SS-Offizier rettet ihn und teilte ihn als Meldegeänger ein. Beim zweiten Einsatz desertierte er, floh in die Berge und schlufg sich bis Kriegsende durch.

In Hamburg gelang dann der neustart als Schauspielstatist und Sprecher beim Nordwestdeutschen Rundfunk. Bald fab es aber auch größere Rollen und Krüger avancierte zum Filmstar im Deutschland der 50er Jahre mit Komödien wie "Schön muss man sein" an der Seite von Willy Fritsch und Sonja Ziemann:

Das oft etwas oberflächliche Kinoangebot der Nachkriegsjahre reizte Krüger irgendwann nicht mehr und er wurde international aktiv. Sein erster großer US-Film und einer seiner berühmtesten überhaupt ist die Abenteuerkomödie "Hatari!" (1962) in der Krüger eine zentrale Rolle neben Held John Wayne und Heldin Elsa Martinelli spielte. 1965 folgte mit dem Absturzdrama "Der Flug des Phoenix" an der Seite James Stewart und Ernest Borgnine ein weiterer Meilenstein:

Auch in den 70er-Jahren war Krüger in den USA, Großbritannien und Frankreich noch gefragt, spielte Hauptrollen unter anderem in Stanley Kubricks "Barry Lyndon" und in Richard Attenboroughs Kriegsdrama "Die Brücke von Arnheim". In den 80ern war er unter anderem neben Dennis Hopper und Gösta Ekman jr.im britisch-schwedischen Agentendrama "Inside Man - Der Mann aus der Kälte" zu sehen.

Ende der 80er beendete Krüger seine Schauspielkarriere, wendete sich vermehrt dem schon in den 70ern begonnenen Schreiben von Romanen und Erlebnisberichten zu und seiner TV-Sendung, der ARD-Reihe "Weltenbummler".

2001 wurde Krüger zum Ritter der deutschen Ehrenlegion ernannt, 2009 erhielt er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

Hardy Krüger war dreimal verheiratet, hinterlässt drei Kinder.

Autor: Hörzu Redaktion

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