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Lena Meyer-Landrut gewinnt den 55. Eurovision Song Contest
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Lena Meyer-Landrut gewinnt den Eurovision Song Contest 2010. Foto © NDR/Rolf Klatt

55. Eurovision Song Contest

Hammersieg für Lena

  • Artikel vom 30. Mai 2010

Sendungshinweis: Sonntag, 30.05.2010, um 15.15 Uhr; Live: Lenas Ankunft in Deutschland; ab 17.03 Uhr zeigen das Erste und auf ProSieben den Empfang Lenas beim Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff.

Lena Meyer-Landrut konnte es selbst nicht fassen: Sie hat den Eurovision Song Contest gewonnen. Lena knapp 20 Minuten nach ihrem Sieg: "Das war definitiv nicht zu erwarten. Ich bin völlig fertig! Ich bin so glücklich. Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffen kann", sagte sie auf der Osloer Eurovisions-Bühne auf Englisch als sie ihre Gewinnerstatue vom Vorjahressieger Alexander Rybak samt Küsschen überreicht bekam. Dann fragte sie etwas erschrocken: "Muss ich nochmal singen?"

Lena wollte auf’s Goldtreppchen und sie hat es geschafft. Zwar galt sie im Vorfeld bei vielen als Favoritin. Ihr Sieg kommt aber dennoch einer Sensation gleich. Sie hat einen unfassbaren Weg genommen. Bis zu Beginn des Castings "Unser Star für Oslo" im Februar war sie auch in Deutschland noch vollkommen unbekannt. In nur 4 Monaten schaffte sie einen in der Popgeschichte einmaligen kometenhaften Aufstieg.

Mit der Startnummer 22 absolvierte die Hannoveranerin ihren Auftritt auf der großen Eurovisions-Bühne mit Bravour. Selbstsicher, mit ihrer typisch koketten, unbekümmerten Art überspielte sie ihre anfängliche Nervosität. Super sexy im schlichten Schwarzen hatte sie sichtlich Spaß während ihrer drei Minuten im Rampenlicht. Lenas Song "Satellite" setzte sich bereits nach der Verkündigung von sechs Wahl-Ergebnissen an die Spitze. Und je mehr Länder ihre Stimmen abgaben, desto deutlicher wurde: Deutschland ist nicht mehr einzuholen.

Das Finale war eine tolle Show, mit einigen Überraschungen. Den Anfang machte Vorjahressieger Alexander Rybak, der seinen Siegertitel von Moskau "Fairytale" vortrug, bevor der eigentliche Wettbewerb begann. Der startete mit der hochgewetteten Safura aus Aserbaidschan, die ihre Ballade in einem mit Leuchtstoffröhren getunten Kleid sang. Der zweite Kandidat, Daniel Diges aus Spanien, war hörbar aufgeregt. Dann passierte auch noch eine Panne. Als er sein "Algo pequenito" begann, stürmte nach wenigen Sekunden ein Mann, als "Jimmy Jump" bekannt, auf die Bühne und mischte sich unter die Tänzer. Der Spanier ließ sich davon nicht zu sehr beirren, aber er bekam trotzdem eine zweite Chance. Das gab es noch nie, dass ein Land ein zweites Mal auf die Bühne durfte.

Ein weiterer Höhepunkt der Show war der Zwischen-Act. Schon vor Wochen hatte das norwegische Fernsehen in verschiedenen Städten Europas einen Flashmob-Dance aufgezeichnet. "Share the moment" hieß das Motto des Contest und es wurde brilliant umgesetzt. Zum Titel "Glow" der norwegischen Formation Madcon ging die Reise quer durch Europa in die Wohnzimmer der begeisterten Fans, die auf Tischen und Stühlen tanzten, und sogar in den königlichen norwegischen Palast, wo Kronprinzessin Mette-Marit mit ihren Kindern rockte.

Hier sind die Platzierungen des 55. Eurovision Song Contest in Oslo:
1. Deutschland (246)
2. Türkei: (170)
3. Rumänien (162)
4. Dänemark (149)
5. Aserbaidschan (145)
6. Belgien (143)
7. Armenien (141)
8. Griechenland (140)
9. Georgien (136)
10. Ukraine (108)
11. Russland (98)
12. Frankreich (98)
13. Serbien (82)
14. Israel (71)
15. Spanien (68)
16. Albanien (62)
17. Bosnien-Herzegowina (51)
18. Portugal (43)
19. Island (41)
20. Norwegen (35)
21. Zypern (27)
22. Moldau (27)
23. Irland (25)
24. Weissrussland (18)
25. Großbritannien (10)

Autor: Sabine Fassbender

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