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Die Glücksspieler

Foto © BR/die film gmbh/Hendrik Heiden

Mit spannendem Gedankenspiel zum Nachmachen

Glücksserie aus der ARD-Mediathek

  • Artikel vom 29. April 2022

Man könnte warten, bis die Serien-Doppelfolgen im TV ausgestrahlt werden. Wir empfehlen die Mediatheken-Variante. Denn da gibt es die schöne neue ARD-Serie "Die Glücksspieler" jetzt schon zum Durchgucken.

So kann man sich ganz auf die originelle und faszinierende Grundidee der Serie einlassen: Was passiert, wenn man ein Jahr lang versucht, glücklicher zu werden? In "Die Glücksspieler" wird das zwei Männern und einer Frau angeboten - mit Aussicht auf je eine Million nach Ablauf der Zeit. Einzige Bedingungen: Es muss ein ehrlicher Versuch gestartet, jeden Freitag ein Austausch unter den drei Teilnehmenden geführt und sonst niemandem davon erzählt werden.

Angekurbelt wird das alles von einem sehr reichen alten Mann, bei dem es selbst mit dem Glücklichwerden nicht so gut geklappt hat und der nun anderen die Chance bieten will. Mit dem für ihn unterhaltsamen Nebeneffekt, das Experiment zu verfolgen.

Klingt ein bisschen abgedreht, ja. Aber allein schon die Prämisse liefert spannenden Stoff für eigene Überlegungen: Sollte man selbst was ändern? Könnte man es in einem Jahr und was bräuchte man, um die sich selbst glücklicher zu machen?

Aber zurück zur Serie. Hier der Trailer:

Auslöser ist also der Brief eines ihrer Kinder, der sich per Luftballon-Post wünscht, dass seine streitenden Eltern glücklicher wären. Überhaupt haben es die Angehörigen Kandidaten nicht leicht: Anwältin Ines stellt wegen Ambitionen und Jobanforderungen die Familie auf Platz zwei und beim neurodiversen Mathematiker Jasper und dem selbstbewussten Räumungsdienstunternehmer Firat sieht es nicht viel besser aus. Wenn die drei "Glücksspieler" also tatsächlich glücklicher werden, sollten also auch die jeweiligen Ehepartner*innen und Kinder davon profitieren. Was dann wirklich geschieht, ist fesselnd, bewegend und näher dran am wirklichen Lebe, als man das bei der Story vielleicht vermutet hätte.

Starke Besetzung

Wer die Besetzung für die Serie gecastet hat, verdient einen Bonus. Rapper Eko Fresh ist vielleicht kein begnadeter Schauspieler, passt aber mit dem leichten Überagieren prima zu seinem Part. Katharina Schüttler sorgt mit nuanciertem Spiel dafür, dass ihre Anwältin nicht zum Karrierefrauen-kümmern-sich-nicht-um-ihre-Kids-Klischee gerät und Österreicher Manuel Rubey verkörpert den neurodiversen Jasper mit einer stillen Intensität, die kein Lustigmachen über mentale Besonderheiten erlaubt.

Sechs Folgen gibt es von "Die Glücksspieler" und man kann sie sich alle HIER in der ARD-Mediathek ansehen. Im TV ist die Serie am 27. April gestartet und wird an den folgenden beiden Mittwochabenden mit Doppelfolgen fortgesetzt.

Autor: Katharina Happ

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