Aktuelles
In der Serie "Andere Eltern" prallen Helikopter-Eltern aufeinander.
Zur Bilderstrecke

© Tom Trambow, eitelsonnenschein GmbH, Turner Broadcasting System Europe Limited – a WarnerMedia Company

Erziehungsirrsinn bei TNT

Andere Eltern • Comedy mit Lerneffekt

  • Artikel vom 18. März 2019

"Andere Eltern" wollen ihr Kind total alternativ und gleichzeitig absolut perfekt aufwachsen lassen. Dass das so nicht funktionieren kann, zeigt dieser TV-Spaß.

+++NEWS+++: Am 17. April 2019 bestätigte TNT Serie, dass Staffel 2 in Auftrag gegeben wurde.

∙ Trailer
∙ Die Schauspieler & ihre Rollen
∙ Was passiert in Staffel 1?
∙ Neues zu Staffel 2
∙ Streaming & TV: Wann und wo kann man die Serie sehen?
∙ Produktion: Dreharbeiten im Impro-Style
∙ Die Macher

Es geht um:

... eine Gruppe (werdender) Eltern, die gemeinsam eine Kindertagesstätte in Köln-Nippes eröffnen will. Alles soll hier anders werden – schade nur, dass jeder in der bunten Truppe eine andere Vorstellung davon zu haben scheint. Chaos und Streitereien stehen auf der Tagesordnung.

Sollte man sehen weil:

…die Serie das Thema überambitionierte Eltern auf die Schippe nimmt und das doch mal ein wirklich origineller Ansatz ist. Spannend ist auch, dass das Ganze wie einst "Stromberg" als Pseudo-Doku aufgezogen ist – und dass alle Darsteller nur mit einem Profil und einem Handlungsleitfaden ausgestattet wurden. Der Rest – also sämtliche Dialoge – wurden improvisiert. Allein schon der Trailer beweist, dass dieses Konzept zu unterhaltsamer Authentizität geführt hat.

Trailer

Elternchaos in Kön – der Trailer zu Staffel 1:

"Andere Eltern": Die Schauspieler & ihre Rollen

Lavinia Wilson ist seit ihrer frühen Jugend als Schauspielerin tätig, bei ihrem Kinodebüt in "Leise Schatten" war sie gerade einmal elf Jahre alt. Seitdem ist die gebürtige Münchnerin in rund 70 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen. So unter anderen den Max-Ophüls-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin für die Hauptrolle der Maria im Filmdrama "Allein" sowie den Adolf-Grimme-Preis für die Rolle der Ira Engel im TV-Film "Frau Böhm sagt Nein" an der Seite von Senta Berger. Zuletzt stand sie für die Serie "Deutschland 86" vor der Kamera.

Sebastian Schwarz gehörte 2017 und 2018 zum Hauptcast von gleich zwei Serien. In "Frau Temme sucht das Glück" als Frank Weber – die Rolle brachte ihm einen Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen ein – und in neben Christoph Maria Herbst als Karsten. Sein Kinodebüt gab der renommierte Theaterdarsteller aus Thüringen 2007 als Max in "Polska Love Serenade", es folgten Filme wie "bestefreunde" an der Seite von Katharina Wackernagel und Michael Herbigs Thriller "Ballon".

Nadja Becker wurde an der Seite von Benno Fürmann und Jessica Schwarz durch ihre Rolle der Angie im Kinofilm "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" bekannt. Seitdem ist die Siegenerin in zahlreichen bekannten Film- und Fernsehformaten zu sehen: So stand sie als Bea Flohe ihrer besten Freundin Danni Lowinski, gespielt von Annette Frier, in der gleichnamigen Serie in allen 65 Folgen zur Seite. In den drei "Die Wanderhure"-Filmen mit Alexandra Neldel war sie als Hiltrud zu sehen.

Daniel Zillmann kennt man unter anderem aus dem Hauptcast des Comedy-Formats "Tanken – Mehr als super". Bekannte Kinorollen des Berliners sind unter anderen die des Toni in Marcus H. Rosenmüllers "Schwere Jungs", die des Big M in "Die Wilden Kerle – Die Legende lebt!" sowie die des Hütte in Bully Herbigs Komödie "Buddy". Seine erste größere Serienrolle spielte er in der ZDF-Reihe "KDD – Kriminaldauerdienst". An der Seite von Heio von Stetten und Katharina Thalbach war er in der Sat.1-Serie "Deadline – Jede Sekunde zählt" zu sehen.

Weitere Rollen

Rebecca Lina ist Schauspielerin, Designerin, Autorin und unterhält mit der Seite "Elfenkind Berlin" ihren eigenen Familien- und Lifestyle-Blog. Im Fernsehen ist die gebürtige Bremerin in mehreren "Tatort"-Folgen sowie in Filmen wie "Die Nonne und der Kommissar" an der Seite von Ann-Kathrin Kramer und Dietmar Kleins "Inseln vor dem Wind" zu sehen.

Jasin Challah spielt Jannos. Challah debütierte im Kino in der Minirolle eines One-Night-Stands in Ildikó von Kürthys Komödie "Mondscheintarif". Seitdem ist der gebürtige Helmstedter vorwiegend in Fernsehserien wie "SOKO", "Großstadtrevier" und "Polizeiruf 110" zu sehen, in der Serie "Endlich Deutsch!" verkörperte er die Rolle des Gorgos Kraikos. Einem breiten Publikum wurde er vor allem als Ensemble-Mitglied in der Late-Night-Show "Neo Magazin Royale" mit Jan Böhmermann, in der er unter anderen als Captain Obvious auftritt, bekannt.

Henny Reents spielt Nike. Reents ist ursprünglich diplomierte Tanzpädagogin, widmete sich nach der Ausbildung aber vermehrt der Schauspielerei. Die Ostfriesin ist im Kino unter anderen als Rejy im Gangsterfilm "Chiko" an der Seite von Moritz Bleibtreu und Denis Moschitto zu sehen, im Fernsehen verkörperte sie neben zahlreichen Serienepisodenrollen die Rolle der Ingrid im Fernsehfilm "Peer Gynt" mit Robert Stadlober und Ulrich Mühe. Seit 2014 steht sie zudem als Ermittlerin Lona Vogt für die ARD-Krimireihe "Nord bei Nordwest" vor der Kamera.

Johanna Gastdorf spielt eine noch unbekannte Rolle. Gastdorf ist seit den frühen 90er-Jahren ein bekanntes Film- und Fernsehgesicht. Die Adolf-Grimme-Preisträgerin ist nicht nur in zahlreichen "Tatort"-Folgen zu sehen, sondern hatte auch längere Serienengagements, darunter die Rolle der Sekretärin Wichtrud Schaller in "Adelheid und ihre Mörder" mit Evelyn Hamann sowie die der Sabine Enders in der Reihe "KDD – Kriminaldauerdienst". Der Erfolg im Kino kam für die Hamburgerin mit der Rolle der Christa Lubanski in Sönke Wortmanns "Das Wunder von Bern", seitdem ist sie unter anderen in Filmen wie "Sophie Scholl – Die letzten Tage" als Else Gebel, in "Hilde" als Frieda Knef sowie als Thea von Harbou in "Fritz Lang – Der andere in uns" an der Seite von Heino Ferch zu sehen.

Was passiert in "Andere Eltern" – Staffel 1?

Es soll ein Ort werden, an dem Kinder einfach nur Kinder sein können: eine Tagesstätte im beschaulichen, multikulturellen Ortsteil Nippes in Köln. Doch schon vor der Eröffnung liegen sich die planenden Eltern ständig in den Haaren. Kein Wunder, schließlich hat hier jeder eine ganz eigene Meinung davon, wie das perfekte Umfeld fürs eigenen Kind aussehen soll. Allein schon die Namensgebung der Kita – soll sie nun "Tofu-Tiger" oder doch "Blumenkinder" heißen? – sorgt für Aufregung.


© Foto Tom Trambow / eitelsonnenschein GmbH / Turner Broadcasting System Europe Limited – a WarnerMedia Company

Neues zu "Andere Eltern" – Staffel 2

Am 17. April 2019 bestätigte TNT Serie, dass Staffel 2 in Auftrag gegeben wurde. Zu Inhalt und Starttermin der neuen Folgen gibt es noch keine Informationen.

Streaming & TV: Wann und wo kann man die Serie sehen?

31 Tage – im Zeitraum von Ende Mai bis Ende Juli 2018 – dauerten die Dreharbeiten in und um Köln zur siebenteiligen Miniserie von TNT Comedy.

Ausgestrahlt werden die sieben 22-minütigen Episoden von "Andere Eltern" auf dem Pay-TV-Sender ab dem 19. März 2019.

Produktion: Dreharbeiten im Impro-Style

Das Besondere an "Andere Eltern" ist das Konzept, das den Schauspielern vorgelegt worden ist: nämlich gar keins. Die Beteiligten erhielten vor dem Dreh eine kurze Rollenbeschreibung, für die Dialoge waren sie dann selbst zuständig. Auch die Details der Geschichte fehlten, den Schauspielern wurde so viel Improvisation abverlangt. Bis zu 45 Minuten am Stück wurden teilweise ohne Schnitt gedreht – ein absolut unübliches Vorgehen.

Doch gerade der fehlende Plot und die Freiheiten der Darsteller bieten Chancen für eine wirklich ungewöhnliche Geschichte. Aus den ursprünglich sechs geplanten Episoden wurden am Ende sieben.

Die Macher

Regie bei dem ungewöhnlichen Serien-Experiment führt Lutz Heineking jr. ("Endlich Deutsch!"), der zudem als Produzent, Showrunner und Autor fungiert. Zusammen mit Sabine Steyer-Violet ("Blochin") und "Endlich Deutsch!"-Kollege Sebastian Züger wurden die Drehbücher erarbeitet, die improvisatorisch von den Schauspielern umgesetzt wurden. "Andere Eltern" ist eine Produktion von TNT Comedy – die zweite fiktionale Eigenproduktion nach der Serie "Arthurs Gesetz" – und Lutz Heinekings eitelsonnenschein Filmproduktion GmbH, gefördert wurde das Projekt auch von der Film- und Medienstiftung NRW.

Autor: Claudia Donald

Anzeige