TV-Serie Stromberg

Stromberg | ProSieben im TV-Programm
Stromberg
Sender: ProSieben
Produktionsland: Deutschland
Produktionsunternehmen: Brainpool, ProSieben
Produktionsjahr: seit 2004
Länge: 24–28 Minuten
Erstausstrahlung: 11. Oktober 2004 auf ProSieben

Genre

Beschreibung

Die Abteilung Schadensregulierung der Capitol Versicherung: so stellt man sich die perfekte Bürohölle vor. Holger Stromberg als chauvinistischer, zynisch-sarkastischer Büroleiter führt ein fiktives Kamerateam durch seine Abteilung und spinnt Intrigen gegen seine "Minderleister" wie z.B. Muttersöhnchen Ernie. Preisgekrönte Kultserie.

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Das Büro als unbekannter Kontinent. Ein Abteilungsleiter zwischen Katzbuckeln, Kollegenterror und Einschätzungen von Politik und Wirtschaft. Menschen, die einem die Schuhe ausziehen. „Stromberg“ ist der sehr seltene Fall einer rundum gelungenen deutschen Comedy. Mit einem glänzend aufgelegten Christoph Maria Herbst in der Titelrolle, die ihn unsterblich machte.

Capitol Versicherung zwischen Hölle und menschlicher Komödie

Die Vorlage ist britisch („The Office“), die Übertragung auf deutsche Verhältnisse gelang perfekt. Schauplatz ist die Abteilung Schadensregulierung M bis Z. Ressortleiter, später Abteilungsleiter, ist Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst), ein Mann mit Klobrillenbart, überschaubarer Autorität und Kompetenz, der es genießt, in seinem kleinen Reich der Größte zu sein. Im ewigen Schaukelstil zwischen väterlicher Attitüde, fachlichem Desinteresse und einer widerwärtigen Art, auf Frauen zuzugehen, laviert sich Bernd Stromberg durch den Büroalltag. Dramaturgisches Gerüst der Serie ist ein Fernsehteam, das permanent im Dokusoap-Stil den Büroalltag begleitet. Die „zweite Kamera“ fängt Momente ein, die privat, peinlich, desaströs sind. In diese Kamera spricht Stromberg immer wieder seine Einschätzungen, die stets haarscharf neben der Sache liegen. Er verhaspelt sich, lässt Sätze nach der Hälfte verhungern, kann sich keine Namen merken und outet sich als Opportunist. Keine Randgruppe ist vor seiner Häme sicher. Es gilt immer nur das zuletzt gesprochene Wort. Die Arbeit erledigt das Team, jedes Mitglied ein Glückstreffer als Typ und als Darsteller: Tragikomisches Highlight ist der schwitzende, haspelnde und stets schlecht angezogene Ernie Heisterkamp: infantil und Muttersohn, mit dem Bjarne Mädel („Tatortreiniger“) den Durchbruch schaffte. Auch nicht übel: Oliver Wnuk als komplett uninteressierter Kollege, der mit seiner Schlaffheit Freundin und Kollegin Tanja auf die Nerven geht. 46 Folgen in fünf Staffeln begründeten den Ruhm von „Stromberg“ zwischen 2004 und 2012. Verdienter Lohn waren alle bedeutenden Fernsehpreise. Das Arbeitsleben wird bei uns selten als filmisches Thema gewürdigt; dass dies hier auf komödiantische und oft entlarvende Weise mit hohem Wiedererkennungswert gelang, ist auch ein Verdienst von Drehbuchautor Ralf Husmann.

Wo und wann läuft „Stromberg“?

Zwischen 2004 und 2012 liefen fünf Staffeln auf ProSieben, alle Staffeln liegen auf DVD vor. Im Februar 2014 kommt „Stromberg – Der Film“ in die Kinos. Er bildet definitiv den Abschluss der Geschichte, danach soll es keine weiteren TV-Staffeln geben.

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