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W wie Wissen

Die Zeit drängt!

Magazin / D 2018

Beschreibung

Die Zeit drängt! - Dauerhaft Winterzeit - oder besser Sommerzeit? Oder die Umstellung lieber doch beibehalten? Eine emotional geführte Debatte - ohne eine "richtige" Lösung. So oder so - die Zeit bestimmt unser Leben. Hilft uns hier die Biologie? Takt der Gesundheit - Chronomedizin Warum treten Asthmaanfälle meist nachts auf und warum ist das Herzinfarktrisiko um 8 Uhr morgens am höchsten? Fragen, auf die Chronobiologen und Mediziner überraschende Antworten haben. Der Schlüssel dazu ist unsere innere Uhr. Sie tickt in jedem Organ unseres Körpers und beeinflusst, welche Gene gerade aktiv sind. Hormone, Herz-Kreislauf-System und Gehirn folgen diesem Rhythmus und damit auch viele Krankheiten und deren Symptome. Der richtige Zeitpunkt spielt in der Medizin eine immer größere Rolle. Prof. Achim Kramer von der Charité in Berlin ist überzeugt, dass er sogar wichtiger sei, als die Dosis eines Medikaments, da zu verschiedenen Tageszeiten ganz unterschiedlich wirken kann. Deshalb werden an der Charité gezielt Chronotherapien entwickelt. Sport zur richtigen Zeit Joggen am frühen Abend wirkt blutdrucksenkend, am Morgen jedoch nicht. Wer in der Mittagszeit intensiv trainiert, bei dem ist Muskelkater vorprogrammiert. Weltrekorde werden meist am späten Nachmittag aufgestellt. Ist also die Tageszeit entscheidend, wie effektiv und gesund eine Trainingseinheit ist? Chronobiologen beantworten diese Frage mit einem klaren ja. Der Leistungsunterschied schwankt je nach Tageszeit um 10%. Körperliche Höchstleistungen werden in der Regel dann erbracht, wenn unsere Körpertemperatur am höchsten ist: zwischen 16 und 19 Uhr. Das hat weitreichende Konsequenzen vor allem für das optimale Training. Die Zeit, die uns im Leben bleibt Jede Zelle und jeder Organismus altert früher oder später. Doch warum eigentlich? Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg haben jetzt erstmals ein Protein entdeckt, das eine zentrale Schaltstelle im Alterungsprozess darstellt. Es kontrolliert die Lebensspanne eines Individuums - von der Fliege bis hin zum Menschen. Das eröffnet neue Möglichkeiten, um Therapien gegen altersbedingte Krankheiten zu entwickeln. 122 Jahre sind bisher der absolute Rekord in Langlebigkeit. Doch eine Obergrenze des Lebens ist laut Forschern noch nicht in Sicht. Zeitgefühl: wie tickt unsere innere Uhr? Mal bleibt sie stehen, mal vergeht sie wie im Flug, mal zieht sie sich wie Kaugummi. Wie wir Menschen Zeit empfinden, ist höchst subjektiv und hängt nicht nur davon ab, was wir gerade machen - sondern auch, in welchem Lebensabschnitt wir uns befinden. So rast die Zeit während eines Abenteuerurlaubs nur so dahin, während sie im Nachhinein als lange empfunden wird, da das Gedächtnis viele Anknüpfungspunkte bilden kann. Als Kind erlebt man häufiger Langeweile, während die Zeit in der Rushhour des Lebens mit Familie und Beruf vorbeizufliegen scheint. Auch die Stärke der Emotionen beeinflusst das Zeitempfinden. So bleiben Momente, in denen wir extrem aufgeregt sind, eher in Erinnerung. W wie Wissen trifft Zeitforscher und Psychologen und ergründet mit ihnen ein spannendes Phänomen: warum tickt unsere innere Uhr mal schneller, mal langsamer?

Crew

  • Moderation
    Dennis Wilms

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