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Das aktuelle Kulturmagazin

Kulturmagazin / D 2021

Beschreibung

Das aktuelle Kulturmagazin - Musikszene Hessen "Soundtrack Deutschland" - Was Lieder über unsere Gesellschaft aussagen Gibt es eine DNS der deutschen Nachkriegsmusik? Mit dieser Frage haben sich die FAZ-Journalisten Martin Benninghoff und Oliver Georgi aufgemacht - und zahlreiche Sängerinnen und Sänger besucht. Ein Jahr lang reisten sie durch die Republik, um mit den wichtigsten musikalischen Stimmen darüber zu sprechen, welche Themen Deutschland bewegen: Heimatgefühle, die Sprache, die Wiedervereinigung und das Erstarken von Fremdenhass. Heraus kamen 23 sehr persönliche Interviews, die einen guten Einblick geben in die deutsche Seele. Denn Musik - so eine These der beiden Autoren - ist ein Spiegelbild unserer Befindlichkeiten. Mit Heino erörterten sie, wie viel Kommerz im Schlager steckt. Mit Judith Holofernes von der Band "Wir sind Helden" redeten sie über Schubladendenken und Geschlechterrollen in der Musik. Und mit Klaus Meine von den "Scorpions" ging es um deutsche Piefigkeit und die Frage, warum man als international erfolgreicher Künstler in der eigenen Heimat nicht akzeptiert wird. 23 Gespräche, verschiedene Genres: vom Schlager über Rock und Techno bis hin zur erfolgreichsten Musikgattung der heutigen Zeit: dem Deutschrap. Und die alles verbindende DNS? Die zeigt sich laut dem Autoren-Duo vor allem durch eine wiedergewonnene Leichtigkeit im Umgang mit der deutschen Sprache. Denn während nach dem Krieg das Singen auf Deutsch für viele verpönt war und man sich erst langsam der eigenen Herkunft wieder annähern musste, würden junge Künstlerinnen und Künstler heute ganz unverblümt mit der deutschen Sprache spielen. Und dabei immer wieder neu verhandeln, was es heißt, deutsch zu sein. "hauptsache kultur" hat die beiden Buchautoren getroffen und mit ihnen eine Zeitreise durch die letzten sechs Jahrzehnte deutsche Musikgeschichte gewagt. Bericht: Simon Broll Buch: Martin Benninghoff und Oliver Georgi: "Soundtrack Deutschland" Rapperinnen Female power rules - gehört die Zukunft des Deutschrap den Frauen? Harte Beats, harte Sprache und Gangsta-Gehabe: Der Deutschrap als Genre ist noch immer eine Männerdomäne. Künstler wie Cro, Bausa und Kollegah laufen trotz teilweise äußerst fragwürdiger Texte auf sämtlichen Radiosendern rauf und runter. Frauen, die auf Deutsch rappen, finden sich da seltener. Dabei mangelt es in der HipHop-Szene nicht an weiblichen Vertreterinnen. "Der dümmste Kommentar, den ich einmal bekommen habe, warum Frauen im Hip Hop angeblich nichts verloren haben, ist, dass es genetisch bedingt ist, dass Frauen nicht rappen können. Was natürlich völliger Humbug ist!", sagt Lina Burghausen, Mitbegründerin von 365XX - einem Rap-Label nur für Frauen. Im letzten Jahr konnten vor allem weibliche MCs mit Klicks und Followern beeindrucken. Künstlerinnen wie Nura, Juju, Schwester Ewa oder Haiyti mischen die Deutschrap-Szene gerade ordentlich auf. Ist die Zeit gekommen für eine neue Rapkultur? Gehört die Zukunft des Deutschrap vielleicht sogar den Frauen? Eine junge Künstlerin aus Frankfurt, die sich aufmacht die HipHop-Szene zu erobern, ist Alyssa. Halb spanisch, halb philippinisch, macht sie Musik, die beseelt ist von der Liebe zu 90's HipHop, Funk, Soul, Jazz und House. Schon als Kind verfasste sie Gedichte, im Laufe der Zeit wurden daraus Songtexte. Es geht um Sex, Liebe, komplexe Beziehungen und Social Media Hypes. Mit ihren Themen zwischen Selbstreflexion und female empowerment trifft Alyssa den Lebensalltag vieler junger Menschen. Als Rapperin schießt sie auch mal zurück gegen das andere Geschlecht. Doch bei aller Direktheit steckt in ihren Texten auch immer poetische Kraft. Alyssa ist schlagfertig und soft zugleich. Eine Mischung, von der das HipHop-Genre gut etwas mehr vertragen kann. Bericht: Wero Lisakowski Wie zwei Musikproduzenten aus Wetzlar einen Chart-Hit schrieben "Head, Shoulders, Knees and Toes" - was an ein Lied aus der Kindheit erinnert, ist der Titel eines Songs, der europaweit Erfolge feiert.

Crew

  • Moderation
    Cécile Schortmann
  •  
    Jens Kölker

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Fr / 04:35 / HR

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