Sendungsinfo
Di / 00:35 - 02:10 / HR

Edipo Re - Bett der Gewalt

Drama / I | M 1967

»Interessant aktualisierter Klassiker«

2 out of 4 based on 1 reviews
  • Spannung
  • Action
  • Humor
  • Gefühl
annehmbar

Beschreibung

(Epido Re) Stolz präsentiert die Mutter Jokaste ihren neu geborenen Sohn. Bei ihrem Gemahl Laios, der in dem Kleinen nur den künftigen Rivalen erblickt, will jedoch keine Vaterfreude aufkommen. Die Eltern setzen ihr Kind in der Einöde aus, wo es von einem Schäfer gerettet wird. Polybos und seine Frau Merope, kinderloses Herrscherpaar aus Korinth, betrachten den Findling als Geschenk der Götter und ziehen ihn wie ihr eigenes Kind groß. Der zum Mann herangewachsene Ödipus wird von bedrückenden Träumen über seine Herkunft geplagt und beschließt, das Orakel zu befragen. Um der düsteren Prophezeiung zu entgehen, er werde den Vater erschlagen und seine Mutter ehelichen, flieht der Unglückliche aus Korinth. Nicht ahnend, dass er seinen leiblichen Vater vor sich hat, erschlägt er einen arroganten Reisenden samt Eskorte, der ihm den Weg versperrt. In seiner Raserei überwindet er ebenso die als unbesiegbar geltende Sphinx, die Theben um ihre tapfersten Krieger dezimiert hatte. Zum Dank erhält Ödipus die verwitwete Königin Jokaste zur Frau. Die Thebaner achten ihren König - bis die Stadt von der Pest heimgesucht wird. Die erneute Befragung des Orakels ergibt, dass die Seuche eine Heimsuchung der Götter ist. Überwunden wird die Plage erst dann, wenn Ödipus einen Thebaner richtet, der den eigenen Vater erschlug und mit seinen Mutter in Blutschande lebt. Die Adaption des sophokleischen Dramas, von dem er nur die Handlung ohne eine einzige Textzeile übernahm, bezeichnete Pasolini als den "am meisten autobiografischen meiner Filme". Um die Zeitlosigkeit des Stoffes zu betonen, bettet der Autorenfilmer das Drama in eine Rahmenhandlung ein, die in der faschistischen Vorkriegszeit Italiens angesiedelt ist. Archaische Bilder der kargen nordafrikanischen Landschaft sowie aztekisch anmutende Schwerter und Kostüme erzeugen eine eigentümlich schillernde Atmosphäre. Silvana Mangano verkörpert Ödipus' Ehefrau und Mutter Jokaste als enigmatisch-alterslose Figur.

Stars

  • Iokaste
    Silvana Mangano
  • Ödipus
    Franco Citti
  • Merope
    Alida Valli
  • Kreon
    Carmelo Bene
  • Teiresias
    Julian Beck
  • Laios
    Luciano Bartoli
  • Angelos
    Ninetto Davoli
  • Laios Diener
    Francesco Leonetti

Crew

  • Regie
    Pier Paolo Pasolini
  • Drehbuch
    Pier Paolo Pasolini
  • Musik
    Wolfgang Amadeus Mozart
  • Kamera
    Giuseppe Ruzzolini
  • Schnitt
    Nino Baragli