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Neue Bücher mit Denis Scheck

Literaturmagazin / D 2020

Beschreibung

Neue Bücher mit Denis Scheck - Judith Zander: Johnny Ohneland (dtv): Von politischen Umbrüchen, der Auflösung gesellschaftlicher Normen und der Erforschung des eigenen Ichs - Judith Zander nimmt uns mit auf eine Reise durch die Gedanken- und Gefühlswelt einer jungen Frau, die alle vermeintlichen Gewissheiten in Frage stellt Joana ist neun Jahre alt, als sich die DDR auflöst und Joanas Heimat in einer anderen, fremden Heimat aufgeht. Alles befindet sich im Umbruch, öffentlich und privat. Judith Zander, die wie ihre Romanfigur die Wiedervereinigung als Neunjährige erlebte, schildert die Erfahrungen und Reflektionen ihrer Protagonistin Joana als ihr Alter Ego, das sich bestens auskennt in deren Gedankenuniversum. • Volker Kutscher: Olympia - Der achte Rath-Roman (Piper): Eine tollkühne Reise in die Abgründe deutscher Geschichte und die bittere Erkenntnis, dunklen Mächten hilflos ausgeliefert zu sein - Volker Kutscher beschwört mit seinem achten Rath-Roman den Zeitgeist der Olympischen Spiele von 1936 Da drohen sie wieder: Hitler, Himmler, Göring samt ihrer verbrecherischen Entourage und spinnen ihre böse Intrigen! Mittendrin: Gereon Rath, Ermittler. Das Setting des neuen Rath-Romans: Olympiade Berlin 1936. Man feiert nicht mehr "Kaiser-" sondern "Führerwetter", bejubelt wird die Jungfernfahrt der "Hindenburg" und ganz Berlin befindet sich im Olympiarausch. Die Welt zu Gast bei den Nazis - und diese versuchen, sich weltoffen, freundlich und friedfertig zu zeigen. So positiv und vor allem fleckenlos soll die Welt Deutschland sehen. • Empfehlung Denis Scheck: Laurent Binet "Eroberung" (Rowohlt): "Was wäre, fragt Laurent Binet, wenn nicht die Europäer mit Christoph Columbus, Francisco Pizarro und Fernando Cortez in die Neue Welt eingefallen wären (...) statt dessen aber umgekehrt ein Inka-Herrscher auf der Flucht vor einem Bürgerkrieg über Kuba in die Neue Welt Europa gelangt wäre? Laurent Binet kehrt den kolonialistischen Blick radikal um. Das Europa des 16. Jahrhunderts einmal durch die Augen eines Inkas als eine durch und durch korrupte und grausame Gesellschaft wahrzunehmen und sich über die barbarischen Sitten der Anhänger des "Angenagelten Gottes" zu mokieren, ist ein großer Literaturspaß. Und wie immer: Denis Schecks erfrischend pointierte Revue der Spiegel-Bestsellerliste, diesmal Sachbuch, musikalisch eingeläutet von einem berühmten Überraschungsgast.

Crew

  • Moderation
    Denis Scheck

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