Sendungsinfo
So / 08:45 / Arte

Die gefährlichsten Schulwege der Welt

Nepal

Dokureihe / D 2013

Beschreibung

Nepal - Nepal - während viele Kinder morgens aufstehen und langsam munter werden können, muss der kleine Ajit um sechs Uhr schnell wach werden. Nach der Feldarbeit bereitet sich der Junge auf den abenteuerlichsten Schulweg der Welt vor. Das Dorf Kumpur liegt auf 4000 Meter über dem Meeresspiegel. Jeden Morgen laufen die Schüler allein den wohl gefährlichsten Weg zur Schule. Sie sind nicht nur den wilden Tieren wie Schakalen, Affen und Tigern schutzlos ausgesetzt, sondern müssen auch über den gefährlichsten Fluss des gesamten Landstriches - den Trishuli. Dieser reißende Strom trennt die moderne Welt von der ländlichen Gegend des Berges Dhab. An einigen Jahreszeiten ist der Fluss besonderes wild und die Kinder haben Angst hineinzufallen. Ein Sturz in die reißenden Fluten ist für die Nichtschwimmer tödlich. Doch um in die Schule kommen zu können, führt kein Weg daran vorbei. Über die andere Seite des fast 60 Meter bereiten Flusses führt nur ein rostiges und wenig vertrauenerweckendes Drahtseil mit einem Korb. Tuin bedeutet übersetzt "Weg auf dem Seil" und ist über die Jahre eine sehr wacklige Konstruktion geworden. Auf ihrem gefährlichen Abstieg müssen die Kinder jeden Tag darauf hoffen, dass der Korb des Tuin auf der richtigen Seite ist. Wenn nicht müssen sie warten und bangen, dass jemand kommt und ihnen helfen wird. Die größeren Schüler müssen auf die kleineren Acht geben und übernehmen die Verantwortung, dass sie sicher über den Fluss kommen. Dabei bringen sie sich täglich selbst mit dem Tanz auf dem Seil in Gefahr. Das Drahtseil bohrt sich in die Hände der Schüler und der Balanceakt kann tödlich sein. Zudem ist das Ziehen des Korbes enorm kraftraubend. Auf der anderen Seite des Flusses lauert die nächste Bedrohung - der Highway. Die Schüler müssen erneut hoffen, dass sie jemand mit in die Stadt nimmt. Dabei müssen sie auf den rasanten Verkehr und auf die maroden Lkw achten.

Crew

  • Regie
    Joachim Förster
  • Drehbuch
    Joachim Förster