Sendungsinfo
Mi / 21:00 / RBB

Auf den Spuren von ... Einbrecherkönig Walter Pannewitz

Dokumentation / D 2016

Beschreibung

Als der Journalist Andreas Ulrich für ein Buchprojekt über das Haus seiner Kindheit in der Torstraße 94 recherchiert, stolpert er immer wieder über den Namen Walter Pannewitz. Neugierig geworden, rekonstruiert er auch mit Hilfe der alten Hausbücher die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines Mannes, der zum Hauptdarsteller des spektakulärsten Bankraubs der Berliner Nachkriegszeit wurde. Nach dem Krieg handelt der gelernte Schneider Walter Pannewitz zunächst mit Immobilien und mietet dazu 1947 ein Büro Unter den Linden 10. Aus seinem Fenster sieht er täglich die Geldtransporter der ostdeutschen Bahn, die das Geld bei der Eisenbahnverkehrskasse anliefern, das die Bahn sowohl im Ost- als auch im Westteil der Stadt mit ihrem Transportdienst verdient. Pannewitz, ein Ganove mit 13 Verurteilungen, wittert die Chance seines Lebens. Fast vier Jahre brauchen er und seine Bande zwielichtiger Gestalten, um den Einbruch in die Ostberliner Eisenbahnverkehrskasse vorzubereiten. In der Nacht zum 7. November 1951 ist es so weit. Die Beute: fast 1,7 Millionen Ost-Mark und rund 223.000 West-Mark. Die Polizei kommt Pannewitz, dem Ganoven mit "...dicken kurzen Fingern und großen Füßen" auch dank dieser Beschreibung auf den Fahndungsplakaten der Litfaßsäulen relativ schnell auf die Spur. Doch große Teile des Geldes bleiben nach der Verhaftung bis heute verschwunden. Und was den Gesetzgebern nicht gefällt, bietet der Filmindustrie spannendes Ausgangsmaterial für neue Filme, zuletzt wurde 1989 "Der Bruch" mit Götz George, Rolf Hoppe und Otto Sander gedreht. Andreas Ulrich erzählt die Geschichte des Einbrecherkönigs Walter Pannewitz und entführt damit zurück in die Zeit des Kalten Krieges in Berlin.

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