Zurück

25.10. 20:15 Uhr , MDR , Sagenhaft - Die Mosel .
Dokureihe 2020 DEU , Spielzeit: 90 Minuten

Detailinformationen:
Hörfilm , 16:9 , HD ,

Hier geht viel. Nur eines nicht: nüchtern bleiben bei der Beschreibung dieser Gegend. Und das liegt nicht allein daran, dass fast jeder Einwohner links und rechts der Mosel wenigstens einen kleinen Weinberg, einen Wingert, wie sie hier sagen hat, besitzt und einen köstlichen Tropfen produziert. Aber das allein macht die Mosel nicht so unwiderstehlich. Es heißt, dies sei eine der schönsten Landschaften Europas. Was macht diese Gegend aus? Warum strömen so viele Menschen hierher? Was macht die Mosel zur Traumregion? Als die Römer unter Cäsar in den gallischen Kriegen vor über 2000 Jahren immer weiter vorrückten, besetzten sie auch die Moselregion und gliederten das eroberte Gebiet in die römische Provinz Gallia Belgica ein. Die Mosel, deren Name bis dahin keltisch "Mosea" war, latinisierten sie und machten daraus "Mosella". Axel Bulthaupt begibt sich in einer neuen Folge seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Reise entlang der Mosel. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Er trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Axel beginnt seine Reise dort, wo der Fluss die Menschen aus Luxemburg, Frankreich und Deutschland verbindet. Hier oben auf dem Hammelsberg ist Europa. Es riecht nach wilden Kräutern und schmeckt nach Ziegenkäse und Baguette. Schengen ist drüben auf der anderen Moselseite. Im Amphitheater in Trier, Weltkulturerbe übrigens, trifft er auf "echte" Gladiatoren und lässt sich in die Kunst der römischen Freizeitbeschäftigung einweisen. Das Trierer Amphitheater fasste 20.000 Menschen. Die Kulisse für die Kämpfe in der Arena muss überwältigend gewesen sein. Man war nicht zimperlich - man schrie, tobte, lachte, wenn die Tierhetzen veranstaltet wurden und im zweiten Durchgang die Gladiatoren über einen geheimen Aufzug in die Arena gelassen wurden. In Traben-Trarbach gibt es ca. 5 Kilometer unterirdische Keller und Wege, in denen Tausende Fässer lagerten, bevor man sie in alle Welt verschifft hat. Man kann Führungen durch diese alten Gewölbe machen - und im Winter gibt es den einzigen unterirdischen Weihnachtsmarkt. Und Axel Bulthaupt erlebt ein altes, inzwischen ausgestorbenes Handwerk - das der "Schröter". Das waren Kraftprotze, die die Zentner schweren Fässer aus den Weinkellern gehievt haben. Mit einer ganz speziellen Technik. Solange bis die Weinpumpe erfunden war und später der Wein nicht mehr in Fässern sondern Flaschen verkauft wurde. In Winningen hilft er zwei Winzerinnen bei der Weinlese, die sich zum Ziel gesetzt haben, den besten Riesling überhaupt herzustellen. Mit Norbert Klippel geht es hoch hinaus in die Lüfte - vom Wasser aus. Er fliegt eines von drei Wasserflugzeugen in Deutschland. Und er landet auf der Mosel. Axel lernt den Weinbergpfirsich kennen, der von China aus über Persien und die Römer an die Mosel kam. In Cochem geht es tief unter die Stadt. Noch heute sieht der Ort mit dem großen Geheimnis völlig harmlos aus. Das war immer so und sollte genau so sein, denn unter dem Hotel "Vintage", wie es heute heißt, befand sich die größte Schatzkammer der alten Bundesrepublik. Überirdisch standen mitten im Wohngebiet in Cochem zwei Häuser, die angeblich als Schulungs-und Erholungsheim der Deutschen Bundesbank dienten. Aber das war nur Tarnung. Denn unterirdisch auf 1500 qm wurden 15 Milliarden Mark aufbewahrt. Die Burg Eltz, Kobern-Gondorf und noch viele weitere spannende Orte mit einigen kulinarischen Köstlichkeiten liegen am Weg, bis die Mosel bei Koblenz in den Rhein fließt. Die Mosel ist ein sagenhafter Fluss, voller Überraschungen!



Zurück