schlafen
Hilfe bei innerer Unruhe und Schlafstörungen

Foto © iStock.com, Dejan Kolar

Pflanzliches, Routinen und mehr

Innere Unruhe und Schlafstörungen • Gründe & Tipps

  • Artikel vom 12. Mai 2020

Viele Menschen kennen innere Unruhe und Schlafstörungen und fürchten sich schon vor der Nacht. Denn das Einschlafen klappt einfach nicht und sie liegen stundenlang wach. Fehlender Schlaf macht aber auf Dauer krank.

Innere Unruhe kann entstehen, wenn akuter Stress, beispielsweise durch einen Jobwechsel oder einen Umzug entsteht. Dies geht in der Regel aber wieder vorbei. Bei manchen Menschen bestehen Nervosität und innere Unruhe aber über lange Zeit und verschwinden nicht mehr. Dies kann durch Mehrfachbelastungen oder auch eine ungünstige Lebensführung entstehen. Meist fehlt ein Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung.

Die gute Nachricht: Sie können den Teufelskreis aus Stress, innerer Unruhe und Schlafstörungen mit diesen Tipps durchbrechen.

1. Die Nerven pflanzlich beruhigen

Die Natur kann Ihnen helfen, um die häufig gemeinsam auftretende innere Unruhe und die Schlafstörungen zu bekämpfen: Lavendelöl wirkt ausgleichend und fördert den Schlaf. Eine Studien-Analyse der Universitäten München und Wien, bei der die Daten von fast 700 Patienten ausgewertet wurden, kam zu dem Ergebnis: Das pflanzliche Arzneimittel verbessert Unruhezustände und damit auch den Schlaf.

Lavendelöl bietet große Vorteile: Es beeinträchtigt weder die Reaktionsfähigkeit noch macht es tagsüber müde. Außerdem ist es gut verträglich. Deshalb kann Lavendelöl einige Wochen oder Monate angewendet werden, bis sich die innere Unruhe verbessert hat. Es macht nicht abhängig und auch ein Gewöhnungseffekt ist nicht zu befürchten.

2. Einen gesunden Rhythmus finden

Auch ein geregelter Tagesablauf hilft dabei, dass sich die Nerven beruhigen. Deshalb sollten Sie möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen und natürlich ausreichend Schlafenszeit einplanen. Vor dem Zubettgehen sollte die letzte Mahlzeit mindestens drei Stunden her sein. Auch Alkohol ist vor dem Schlafen tabu.

Am Tag ist es hilfreich, drei feste Mahlzeiten, immer ungefähr zur selben Uhrzeit, einzunehmen, statt vieler kleiner Snacks zwischendurch.

Wenn Sie sich einen Mittagsschlaf erlauben können, nutzen Sie das. Dabei sollte eine halbe Stunde nicht überschritten werden, damit Sie nicht in die Tiefschlafphase kommen. Denn dann braucht man bis zu einer Stunde, um wieder fit zu sein.

3. Bewegung hilft bei der Entspannung

Sport baut Stresshormone ab. Außerdem erfolgt nach der Anspannung auch körperliche Entspannung. Auch wenn es Ihnen gerade in Stressphasen schwer fallen mag, sich Zeit für Sport zu nehmen, ist es doch gerade dann besonders wichtig. Radfahren, Joggen oder Yoga wirken wunderbar entspannend. Dank Internet können Sie beispielsweise Yoga per YouTube-Videos kostenlos und im heimischen Wohnzimmer durchführen.

4. Phasenweise Digital-Detox

Ein großer Stressfaktor ist heute die ständige Erreichbarkeit. Deshalb ist es sinnvoll, bewusste Pausen einzulegen und das Handy mal abzuschalten. Das Schlafzimmer sollten Sie unbedingt zur handyfreien Zone erklären. Denn zum einen signalisiert das Blaulicht des Displays unserem Gehirn, dass noch Tag ist und verhindert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Zum anderen stoppen Sie so die Informationsflut und neue E-Mails, die Ihr Gehirn im Geiste weiterarbeiten lassen, und können wirklich zur Ruhe kommen.

Autor: Miriam Funk