ernährung
Immunsystem stärken

Mikronährstoffe für eine intakte Abwehr

Immunsystem stärken: LaVita, Orthomol und mehr im Test

  • Artikel vom 07. Oktober 2020

Das Immunsystem ist ein komplexer Schutzmechanismus des menschlichen Körpers. Ist es geschwächt, haben Viren und Bakterien leichteres Spiel. Eine gesunde Ernährung und die damit verbundene umfassende Versorgung des Körpers mit wichtigen Mikronährstoffen – also Vitaminen und Spurenelementen – ist wichtig für die Funktion des Immunsystems. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt dazu fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Jeder mit einem hektischen Alltag oder der viel unterwegs ist, kennt die Schwierigkeiten beim Umsetzen dieser Empfehlung. So schaffen es viele Menschen im Alltag nicht, sich optimal zu versorgen. Dann kann die gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen sinnvoll sein – welche Präparate eignen sich? Wir haben den Test gemacht.

Was braucht man, um sein Immunsystem zu stärken?

Damit das Immunsystem gut funktioniert und Krankheitserreger erfolgreich abwehren kann, benötigt es eine ganze Bandbreite an Vitaminen und Mineralstoffen. Dazu zählen folgende Mikronährstoffe:

  • Vitamin A
  • Vitamin B1 (Thiamin)
  • Vitamin B3 (Niacin)
  • Vitamin B6 (Pyridoxin)
  • Vitamin C
  • Vitamin D
  • Eisen
  • Kupfer
  • Selen
  • Zink
  • Darüber hinaus ist es sinnvoll, auf einen gesunden Lebensstil zu achten: Das bedeutet ausreichend zu schlafen, sich an der frischen Luft zu bewegen, Stress zu reduzieren, nicht zu rauchen und möglichst wenig Alkohol zu trinken. All diese Faktoren schwächen das Immunsystem und schränken es bei der Abwehr von krankmachenden Bakterien, Pilzen und Viren ein.

    Sonderstellung Vitamin D: Warum es für das Immunsystem so wichtig ist

    In erster Linie ist das fettlösliche Vitamin D im Körper für den Knochenstoffwechsel wichtig: Mithilfe von Vitamin D werden Knochenstammzellen gebildet und Kalzium und Phosphat in die Knochen eingebaut. Außerdem spielt Vitamin D eine wichtige Rolle für ein intaktes Immunsystem. Der Körper benötigt es, um Krankheitserreger abzuwehren und auszuschalten.

    Das Besondere an Vitamin D ist, dass man es mit der Nahrung aufnehmen und es der Körper selbst herstellen kann. Dabei benötigt er jedoch ausreichend Sonnenlicht – mit abnehmender Sonneneinstrahlung gestaltet sich deshalb die Vitamin-D-Produktion vor allem im Herbst und Winter zunehmend schwierig.

    Lebensmittel mit Mikronährstoffen für ein starkes Immunsystem

    Um das Immunsystem zu stärken, sollten viele pflanzliche Lebensmittel auf den Tisch kommen, denn diese Obst-, Gemüse- und Getreidesorten enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe für eine funktionierende Abwehr. So sollte man versuchen, seinen Bedarf an den Mikronährstoffen mit den fünf Portionen Obst und Gemüse zu decken – bei Bedarf ergänzt durch zusätzliche Mikronährstoffe. Das ist besonders für Vegetarier und Veganer wichtig, zumal Vitamin B12 fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt.

  • Zink: Besonders viel Zink enthalten zum Beispiel Nüssen, Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen oder Hirse.
  • Eisen: Eisenhaltig sind die Getreidesorten Amaranth, Hirse und Quinoa sowie Fenchel, Spinat, Bohnen und Chiasamen. Der gleichzeitige Verzehr von Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln verbessert die Eisenaufnahme im Körper.
  • Selen: Das Spurenelement steckt in Paranüssen, Brokkoli, Kohlrabi, Reis oder Sojabohnen.
  • Kupfer: Um den Bedarf an Kuper zu decken, eignen sich Kakao, Sojabohnen und andere Hülsenfrüchte sowie Cashewnüsse.
  • Vitamin A: Das Vitamin und seine Vorstufen Beta-Carotin sind beispielsweise in Karotten, roter Paprika, Spinat, Honigmelone und Mango enthalten.
  • Vitamin C: In Acerola, Bärlauch, Kiwi, Kohl, Rosenkohl, Papaya, roter Paprika, Sanddorn und Wirsing steckt dagegen viel Vitamin C.
  • B-Vitamine: Wer seinen Bedarf an B-Vitaminen decken möchte, sollte zum Beispiel Produkte aus Vollkorngetreide, Sojabohnen, Linsen, Kürbiskerne, Walnüsse, Rote Beete, Kartoffeln, Steinpilze oder Aprikosen essen.
  • Vitamin D: Im Gegensatz zu den anderen Vitaminen ist Vitamin D nur in wenigen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, zum Beispiel Pilzen wie Champignon, Pfifferling oder Steinpilz sowie Süßkartoffeln, Avocado und Haferflocken.
  • Das sind die besten Vitamin C Quellen

    Vitamin C gilt als wichtiger Faktor für ein starkes Immunsystem, weshalb entsprechende Lebensmittel zu einem ausgewogenen Speiseplan gehören. Einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C haben zum Beispiel Zitrusfrüchte. Doch einige vertragen diese nicht und reagieren mit Verdauungsbeschwerden auf Orangen, Grapefruit oder Zitronen. Was vielen nicht bewusst ist: Große Mengen Vitamin C stecken auch in Kohlsorten wie Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl und Rosenkohl, in roter Paprika, Fenchel, Sanddornbeeren, schwarzen Johannisbeeren und Kiwi.

    LaVita, Orthomol & Co.: Wie Präparate mit Mikronährstoffen das Immunsystem stärken

    Was kann man also tun, wenn man es nicht schafft, seinen Bedarf an für das Immunsystem wichtigen Mikronährstoffen ausreichend über die Ernährung zu decken? Um das Immunsystem zu stärken, kann dann die zusätzliche Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen sinnvoll sein. Doch das Angebot in den Regalen von Apotheken und Drogerien ist groß. Wie findet man das passende Präparat? Wir haben getestet und geben einen Überblick:

    Monopräparate als Tabletten


    Monopräparate gibt es viele, zum Beispiel Vitamin D von mibe Arzneimittel.

    Hier gibt es eine große Bandbreite an Produkten mit den einzelnen Mikronährstoffen Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B3, Vitamin B6, Vitamin C, Vitamin D, Eisen, Kupfer, Selen und Zink. Um die Gefahr von Überdosierungen einzelner Vitamine und Mineralstoffe zu vermeiden, sollte die Einnahme von Monopräparaten idealerweise nach Absprache mit dem Hausarzt erfolgen.

    Kombipräparate als Trinkampullen


    Doppelherz bietet zum Beispiel ein Kombipräparat zum Trinken an.

    Bei Kombipräparaten werden mehrere Mikronährstoffe, die das Immunsystem stärken in einem Produkt vereint. Inzwischen gibt es sie auch in flüssiger Form als Trinkampullen. Diese Form lässt sich leicht in den Alltag integrieren und auf Reisen mitnehmen und eignet sich für Menschen, denen das Schlucken von Tabletten schwerfällt.

    Breitbandpräparate als Granulat


    Orthomol immun ist ein Beispiel für ein Breitbandpräparat als Granulat.

    Präparate mit einem breiten Spektrum an Mikronährstoffen liefern mit einer Anwendung alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe für ein starkes Immunsystem. Es gibt sie in verschiedenen Formen, zum Beispiel als trockenes Granulat, das mit Wasser zu einer trinkfertigen Lösung angerührt wird. Der Vorteil: Sie lassen sich gut unterwegs mitnehmen, um das Immunsystem auf Reisen zu stärken.

    Flüssige Mikronährstoffkonzentrate


    Ein flüssiges Mikronährstoffkonzentrat ist LaVita.

    Flüssige Mikronährstoffkonzentrate wie LaVita bieten ebenfalls ein breites Spektrum an für ein starkes Immunsystem wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Darüber hinaus liefern sie weitere Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe Auch hier wird aus dem Konzentrat mit Wasser ein Glas trinkfertige Ergänzung zur Ernährung zubereitet. Präparate ohne Zuckerzusatz, Süßungsmittel und Konservierungsstoffe eignet sich auch gut für Kinder.

    Test: Mikronährstoffe zur Stärkung des Immunsystems – das Fazit

    Monopräparate werden oftmals als Tabletten oder Kapseln angeboten, Breitbandpräparate gibt es meist in flüssiger Form und als Granulat, das in Wasser aufgelöst wird. Letztere sind besonders für Kinder und ältere Menschen geeignet, da sie häufig Schwierigkeiten damit haben, Tabletten oder Kapseln zu schlucken.

    Andererseits lassen sich Tabletten im Blister oder Granulat besser auf Reisen und unterwegs mitnehmen. In den Alltag lässt sich täglich ein Glas flüssiges Mikronährstoffkonzentrat oder in Flüssigkeit angerührtes Granulat für viele oft dagegen leicht in den Tagesablauf integrieren. Berücksichtigt man den Aspekt der Nachhaltigkeit, schneiden flüssige Präparate in der Glasflasche natürlich besser ab als in Plastik verpackte Kapseln und Tabletten. Auch die Art und Herkunft der Zutaten spielt eine Rolle: In flüssigen Mikronährstoffkonzentraten (wie zum Beispiel LaVita) stecken häufig viele natürliche Lebensmittel, Saftkonzentrate und Kräuterauszüge – in Monopräparten werden dagegen verstärkt synthetisch hergestellte Mikronährstoffe verwendet. Ein Blick auf die Zutatenliste schafft hier Klarheit.

    Vitamin C plus Eisen: Synergieeffekte sinnvoll nutzen

    Kombipräparate und breitbandige Präparate haben den Vorteil, dass sie Synergieeffekte nutzen. So verbessert Vitamin C die Aufnahme von Eisen aus dem Darm. Dazu kann man zum Beispiel Orangen als Nachtisch essen, ein Glas Wasser mit frisch gepresster Zitrone zum Essen trinken oder ein paar Spritzer Zitronensaft über das Essen träufeln. Auch Vitamin D und Kupfer oder Eisen arbeiten am besten Hand-in-Hand. Dieses Prinzip zeigt sich auch daran, dass in pflanzlichen Lebensmitteln immer eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen stecken, oftmals ergänzt durch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme.

    Gefahr von Überdosierung im Blick behalten

    Bei Monopräparaten besteht prinzipiell die Gefahr der Überdosierung: Fettlösliche Vitamine wie Vitamin D werden im Körper angereichert, die Folge können unerwünschte Nebenwirkungen wie Verdauungsbeschwerden, Hautausschläge oder sogar Herzrhythmusstörungen sein. Im Gegensatz dazu werden wasserlösliche Vitamine vom Körper einfach ausgeschieden, wenn er zu viel davon aufgenommen hat. Werden dem Körper zu viele Mineralstoffe wie Eisen oder Kupfer zugeführt, können sich auch diese anreichern und zu unerwünschten Reaktionen führen.

    Im Gegensatz zu den meist hoch dosierten Monopräparaten sind in breitbandigen Präparaten alle für das Immunsystem wichtigen Mikronährstoffe in gesundheitlich unbedenklicher Konzentration enthalten. Dadurch können Überdosierungen von Vitaminen ausgeschlossen werden und viele der Produkte auch von Kindern eingenommen werden.


    Qullen:

  • Online-Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI): Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zu Vitamin D: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Vitamin_D/Vitamin_D_FAQ-Liste.html (Abruf: 10/2020)
  • Biesalski, H. K. et al. (Hrsg.) (2017): Ernährungsmedizin, Georg Thieme Verlag, Stuttgart
  • Biesalski, H. K. (2019): Vitamine, Spurenelemente und Minerale: Indikation, Diagnostik, Therapie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart
  • Online-Informationen der Europäischen (EFSA): Nutrition and health claims: https://ec.europa.eu/food/safety/labelling_nutrition/claims_en (Abruf: 10/2020)