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Feuerwerk am Brandenburger Tor in Berlin

Silvesterfeuerwerk am Brandenburger Tor in Berlin. - Foto: © dpa

Silvesterbräuche

Glücksbringer, Silvestercountdown, Feuerwerk

  • Artikel vom 31. Dezember 2012

An Silvester lässt man die Korken knallen, vertreibt böse Geister mit einem Feuerwerk und wünscht den Liebsten Glück für das neue Jahr. Wie die Deutschen Silvester feiern:

Schwein gehabt

Schweine, Schornsteinfeger, Hufeisen, Glückspfennige oder vierblättrige Kleeblätter sind beliebte Glücksbringer. Sie werden an Silvester verschenkt und sollen dem Beschenkten im neuen Jahr viel Glück bringen. Auch der Verzehr von Schweinefleisch soll Glück bringen. Damit man "Schwein" hat, wird häufig zu Mitternacht ein Schweinskopf oder "Saurüssel" serviert.

Das Familienessen

Aber auch ohne Schweinefleisch: Das Essen im Kreise seiner Liebsten gehört an Silvester zur Tradition. Früher glaubten die Familien, es schütze sie vor Dämonen. Das gemeinsame Essen symbolisiert den starken Zusammenhalt, der selbst von bösen Geistern nicht zerstört werden kann. Deshalb trifft man sich auch heute noch vor Mitternacht zu einem Mahl - mit Freunden oder der Familie.

Silvestercountdown

Der Countdown bis Silvester, die letzten 10 Sekunden bis Zwölf Uhr, werden laut mitgezählt. Punkt Zwölf stoßen alle mit Sekt an, wünschen sich viel Glück und ein frohes Neues Jahr. Man ruft sich "Prosit Neujahr" zu. Prosit kommt aus dem Lateinischen und heißt "Lass es gelingen".

Und warum wünscht man sich an Silvester einen "Guten Rutsch"? Dieser Wunsch hat nichts mit einem gelungenen "Hineinschlittern" ins neue Jahr zu tun. Es kommt aus dem Hebräischen und ist abgeleitet vom Wort "rosch", was übersetzt Anfang bedeutet. Mit einem guten Rutsch wünscht man also einen guten Anfang.

Feuerwerk

Geknalle und Lärm in allen Formen, mit Peitschen, Trommeln oder Schellen gelten schon immer als Mittel zur Abwehr von Dämonen. Heutzutage übernimmt das Feuerwerk diese Aufgabe. Wobei es heutzutage nicht mehr so sehr um die Vertreibung der bösen Geister geht. Das Feuerwerk steht vielmehr für die Freude auf das neue Jahr.

Bleigießen

In Deutschland hat das Bleigießen kurz nach Mitternacht mittlerweile Tradition. Ein Stück geschmolzenes Blei wird in ein Gefäß mit kaltem Wasser geworfen. Aus dem Schatten der daraus entstandenen Figuren kann man dann die eigene Zukunft lesen.

HÖRZU wünscht Ihnen einen guten Rutsch und viel Glück im Neuen Jahr!

Autor: Tanja Beeskow

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