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Buch
Angelika Dierichs: "Liebschaften der Antike", Phlipp von Zabern, 176 Seiten, 19.

Bild: © Philipp von Zabern

Buchrezension

Angelika Dierichs: "Liebschaften der Antike"

  • Artikel vom 12. Februar 2010

Seit Jahrtausenden erzählen sich Menschen die Geschichten antiker Liebespaare, dabei handeln die äußerst selten von großer Verliebtheit und Romantik. Viel häufiger geht es um Machtgier, politisches Kalkül, Täuschung und äußere Zwänge. Trotzdem faszinieren uns Paare aus der Geschichte, aus Göttersagen und Mythen noch heute. War Kleopatra wirklich so wolllüstig? Warum folgte Eurydike Orpheus in die Unterwelt? Und weshalb heiratete Kaiser Augustus die schwangere Frau eines anderen vom Fleck weg, auch wenn er gar nicht in sie verliebt war?

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Liebesromane bei HÖRZU:

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Christiane André: "Make me glücklich" (Liebesirrungen und -wirrungen in einer Partneragentur)

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Archäologin Dr. Angelika Dierichs, Expertin für Kunst und Erotik, stellt 28 berühmte Paare der Antike im Porträt vor. Einige dieser Paare haben tatsächlich gelebt, andere stammen aus der Sagenwelt. Mal endet die Liebe tragisch wie bei Kleopatra und Antonius, die Selbstmord begehen. Ein anderes Mal entführt der verliebte Bräutigam die Dame seines Herzens einfach - zum Beispiel Hades, der Persephone gegen ihren Willen in die Unterwelt bringt. Hin und wieder kommt es sogar zu Mord und Totschlag - wie bei Kaiser Nero, der seiner schwangeren Frau Poppaea in den Bauch tritt, so dass sie an einer Fehlgeburt stirbt. Manchmal bleiben Mann und Frau auch ganz unspektakulär zusammen. So geschehen bei Kaiser Augustus und seiner Frau Livia, die 52 Jahre lang verheiratet waren - ganz ohne Skandale.

Die Autorin hat gründlich recherchiert und jede Paar-Geschichte prägnant zusammengefasst. Sofern es sich um historische Persönlichkeiten handelt, ordnet Angelika Dierichs die Paare in den geschichtlichen Kontext ein. In einem Überblick verrät sie zudem, wie lange die Beziehung jeweils dauerte und von welcher Art sie war: harmonisch, dominant, krisenreich oder voller Misstrauen. Zudem gibt es kurze Leseproben aus zeitgenössischen Quellen. In dem Abschnitt "Nachantike Seitenblicke" erfährt der Leser, welche Spuren die Paare in der Gegenwart hinterlassen haben - zum Beispiel als Thema von Gemälden, Filmen und Theaterstücken.

Fazit: Das Buch bietet einen gut aufbereiteten wissenschaftlichen Überblick über bekannte Paare der Antike, ist aber wegen der geballten Fakten keine ganz leichte Kost.

Angelika Dierichs: "Liebschaften der Antike", Phlipp von Zabern, 176 Seiten, 19.90 Euro

Autor: Jana Mareike von Bergner

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