Urlaub in Deutschland
Winteridyll am Hohen Meißner.

Winteridyll am Hohen Meißner. - Foto © picture alliance / dpa

Elf magische Orte

Die schönsten Romantik-Orte Deutschlands

  • Artikel vom 18. Januar 2013

Vor 200 Jahren erschien die Sammlung der Brüder Grimm. Grund für eine Reise zu sagenhaften Orten – mitten in Deutschland.


Elf magische Orte im Überblick


Wie oft flohen wir in der Kindheit an magische Orte, liefen mit Hänsel und Gretel durch den Zauberwald, küssten an einem alten Brunnen den Froschkönig, kämpften uns mit dem Prinzen durch Dornen zum verwunschenen Schloss von Dornröschen. In unserer Fantasie. Allein in Gedanken. Sobald uns jemand Märchen vorlas, reisten wir im Kopf mit. Dorthin, wo die uralten Geschichten und Sagen spielen. Weit, weit weg – dachten wir. Aber eigentlich blieben wir ganz nah, zu Hause, in Deutschland.

Die wenigsten Märchen haben eine Zeit oder einen Ort. Entstanden aber sind viele von ihnen in unserer Heimat – seien sie nun von den Brüdern Grimm, von Ludwig Bechstein oder Wilhelm Hauff. Als Kulisse dienen ihnen die unterschiedlichsten deutschen Landschaften. Ihre Handlung mag so frei erfunden wie wunderbar sein – mancherorts werden sie auf seltsame Weise wieder lebendig. Etwa dort, wo sie die Fantasie ihrer Dichter einst gebar. Dort, wo sie seit jeher mit der Geschichte verknüpft sind. Oder dort, wo man sie besonders in Ehren hält.

HÖRZU hat elf dieser magischen Orte ausgewählt, an denen man noch heute auf den Spuren der alten Sagen märchenhaft reisen kann (siehe Tourentipps auf den folgenden Seiten). Willkommen zurück in einer Zauberwelt!

Reisen in die Fantasie

Und schon laufen wir wieder mit Rotkäppchen durch den moosigen Kellerwald, erschauern am steilen Reußenstein, wo "Der Riese Heim" sein Schloss errichten ließ, oder folgen auf dem Deister den Spuren von Hänsel und Gretel. Märchen sind Fantasiegebilde. Mit Riesen, sprechenden Tieren, zarten Feen und bösen Hexen. Mit Wünschen, die auf wundersame Weise in Erfüllung gehen. Mit guten Menschen, die für Liebe und Sanftmut belohnt werden, und bösen, die für Habgier oder Neid bestraft werden. Nach dem mittelhochdeutschen Wort "Maere" waren es Nachrichten und Berichte. Vom Inhalt her aber konnten sie der Wahrheit entbehren.

Erbe der Brüder Grimm

Früher wurden Märchen von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. So überdauerten sie die Jahrhunderte – bis die Brüder Grimm sie vor 200 Jahren aufzeichneten. Die beiden dichteten auch kräftig dazu, veränderten, verschoben, vermischten die Geschichten hier und da mit alten Sagen oder erfanden sie gleich ganz neu.

Auch mit ihrer Quelle, angeblich eine nordhessische Bäuerin, schummelten sie ein bisschen: Dorothea Viehmann war in Wirklichkeit eine ziemlich gebildete Schneiderin. Völlig egal – ihre Geschichten schenken uns eine wunderbare Welt, lassen uns staunen, zittern oder erleichtert aufseufzen. Jedes Mal, wenn die magische Formel erklingt, mit der fast die Hälfte aller Märchen beginnt: "Es war einmal."

Autor: Silke Pfersdorf

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