Urlaub in Deutschland
Das Kloster Weltenburg in Bayern.

Naturwunder: Am Ufer des Klosters Weltenburg erheben sich bis zu 80 Meter hohe Jura-Felswände. - Foto © picture-alliance/ dpa

HÖRZU-Serie Teil 4

Die 100 schönsten Orte Deutschlands

  • Artikel vom 06. September 2011

Lieblingsplätze in Deutschland

Vom Schwarzwald bis nach Usedom: 15 weitere Plätze aus dem vierten Teil der HÖRZU-Serie "Die 100 schönsten Orte Deutschlands" (Teil 1-3 siehe rechts).

61: Schwarzwald (Baden-Württemberg)
Wie ein Gemälde: Märchenhafte Landschaft in warmes Licht getaucht. Und darin eingebettet liegt Kloster St. Trudpert aus dem 9. Jahrhundert wie ein schützenswertes Juwel. So präsentiert sich das Münstertal in Spätsommer- und Herbsttagen: Südschwarzwald für Romantiker! Tannenwälder klettern sanfte Hügel hinauf. Reblaub leuchtet in den Tälern. Traditionelle Bauernhöfe mit lang nach unten gezogenen Walmdächern verzaubern am Wegesrand. Und über allem thront majestätisch der 1414 m hohe Belchen.

62: Mainfranken (Bayern)
Lieblich: Entlang des Mains reihen sich Weinberge aneinander. Städtchen und Dörfer scheinen seit dem Mittelalter fast unverändert. Iphofen, Ostheim, Randersacker – diese Namen werden mit Wein verbunden. Wie auch Volkach, wo mitten im Weinberg die Kapelle mit der spätgotischen „Madonna im Rosenkranz“ steht, ein Schnitzmeisterwerk Tilman Riemenschneiders.
Tipp: "Ochsenfurt ist wunderbar: ein lebendes Museum! Ich habe eine Schwäche dafür."
Walter Karpf, HÖRZU-Autor

63: Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern)
Meer-Spaß! Kaum ein Ostseebad bietet so viel Auslauf. Der Strand: sechs Kilometer lang, bis zu 100 Meter breit. Die Promenade: über drei Kilometer an der Küste entlang. An der Seebrücke (240 Meter ins Meer hinaus!) landen nicht nur Schiffe an, den Jungen dient sie auch als Sprungbrett. Und sie gewährt schöne Ausblicke auf alte Gründerzeitvillen und Neubauten im Stil der Bäderarchitektur.

64: Donaudurchbruch (Bayern)
Naturwunder: Am Kloster Weltenburg (siehe Foto oben) öffnet sich das Tor zu einem spektakulären Naturdenkmal. Es geht hinein in den Donaudurchbruch, der über 5,5 Kilometer bis Kelheim reicht. Am Ufer erheben sich bis zu 80 Meter hohe Jura-Felswände. Eine Bootsfahrt lohnt sich.
Tipp: "Die Klosterschenke Weltenburg mit Holztischen unter riesigen Kastanien – einer der schönsten Biergärten Bayerns.“
Leser Peter Bauer, Ulm

65: Müritz (Mecklenburg-Vorpommern)
Wasserwelt: Dieses friedliche Gewässer ist ein Geschenk der letzten Eiszeit. Hinterlassen hat sie ein Traumrevier für geruhsame Wassersportler, die gern mit Kanu, Segel- oder Hausboot in See stechen. Im Uferschilf hat sich ein Paradies für Vögel entwickelt, gleich nebenan beginnt ein Nationalpark.

66: Lübeck (Schleswig-Holstein)
Würdevoll: Die Stadt des Marzipans – und der Literatur. Gleich zwei Nobelpreisträger werden eng mit ihr verbunden: natürlich Thomas Mann, aber auch Günter Grass, der heute hier lebt. Alles atmet den Geist hanseatischer Kaufleute. Die mittelalterliche Altstadt gehört seit 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe.

67: Hamburg
Stadt mit Stil: Mehr Brücken als Amsterdam und Venedig zusammen, 300.000 Bäume, gediegene Bauten. Die elegante Hafenstadt verknüpft Altes mit Neuem, etwa die historische Speicherstadt mit der futuristischen Elbphilharmonie (mittig am Horizont). Eine Bürgerstadt, die nie Fürsten über sich hatte.
Tipp: "Mein liebster Ausflugsort ist das wunderschöne Hamburg – ein Traum!"
Leser Joachim Brock, Düsseldorf

68: Eselsburger Tal (Baden-Württemberg)
Kaiserland: Im Tal locken "Steinerne Jungfrauen", rings umher liegt geschichtsträchtiges Land: Karl der Große trug dort zur Gründung von Herbrechtingen bei – erst ein Kloster, später eine Stadt. Kaiser Barbarossa verlieh ihr Marktrechte, und Napoleon prügelte sich hier mit den Österreichern.

69: Rothaargebirge (NRW/Hessen)
Wanderlust: Im Winter fährt das halbe Ruhrgebiet hier Ski, im Sommer kommen die Wanderer. Eine der schönsten Routen Deutschlands ist der Rothaarsteig, ein Höhenweg von Brilon nach Dillenburg. Am Weg liegen die Quellen von Lahn, Eder, Sieg und Ruhr. Mal läuft man durch dichten Wald, dann hat man wieder großartigste Ausblicke.

70: Bodensee (Baden-Württemberg)/Bayern)
Quellrein: Die Römer führten hier noch eine Seeschlacht, doch heute ist der Bodensee Sinnbild des Friedens. Touristen lieben die Reinheit des Gewässers und seiner Umgebung. Jährlich wird Trinkwasser für 4,5 Millionen Menschen aus seinen Tiefen gepumpt, dazu werden 1000 Tonnen Fische gefangen.
Tipp: "Die Trinkwasserförderung auf dem Sipplinger Berg sollte man unbedingt einmal besichtigen."
Anja Matthies, HÖRZU-Autorin

71: Vogtland (Sachsen)
Kleinod: Wo uralte Fichten rauschen, heiße Quellen sprudeln und die größten, schönsten Ziegelbogenbrücken das Gölzschtal und das Elstertal überbrücken, dort wird Landschaft zum Erlebnis. Ein 228 Kilometer langer Rundwanderweg führt durch die waldreiche Mittelgebirgsregion um Plauen.

72: Sächsische Schweiz (Sachsen)
Wie im wilden Westen: Wo Felsen "Steinschleuder" oder "Talwächter" heißen, denkt man sofort an Karl May. Tatsächlich hat sich der Autor von den 1100 Kletterbergen im Nationalpark Sächsische Schweiz inspirieren lassen. 1200 Kilometer Wanderwege führen durch die bizarre Steinwelt – bis hinauf auf die Bastei. Knapp 200 Meter ragt sie in den Himmel und bietet eine Traumaussicht über das Elbtal.

73: Usedom (Mecklenburg-Vorpommern)
Ostseeperle: Die Insel säumen einmalig schöne Ostseestrände, berühmt sind ihre Kaiserbäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck. Doch wer will, kann auch im Hinterland in einem der vielen Süßwasserseen baden. Und verträumte Dörfer entdecken, etwa Krummin mit der Pfarrkirche St. Michael.

74: Vierzehnheiligen (Bayern)
Heitere Pracht: Barockmeister Balthasar Neumann übertraf sich in Vierzehnheiligen selbst. Außen noch streng und dominant, innen licht und menschenfreundlich. Eine Kirche mit viel rosa Marmor und fröhlichen Putten, die überall zu schweben scheinen: Frömmigkeit mit einem heiteren Lächeln.

75: Neuharlingersiel (Niedersachsen)
Moin, Moin! Auf zum Segeltörn! Morgens ist der am schönsten. Acht Krabbenkutter sind dann längst zurück im 300 Jahre alten Hafen, an der Mole stehen ihre Kisten. Das Fischerdorf Neuharlingersiel verströmt echten Ostfriesen-Charme: mit roten Klinkerhäusern und gemütlichen Teestuben.
Tipp: "Neuharlingersiel hat den malerischsten Hafen Ostfrieslands."
Leserin Ursula Stein, Münster


Hunderte Leservorschläge haben uns zu dieser Reihe erreicht. Das hat uns sehr gefreut! Deshalb: Im letzten Teil der HÖRZU-Serie "Die 100 schönsten Orte Deutschlands" (HÖRZU, Heft 37) 25 Plätze, exklusiv von unseren Lesern empfohlen.

Autor: HÖRZU

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