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Reisen
Malaysia

Traumschön: einsame Bucht der Perhentian Islands. - Foto © dpa Picture-Alliance GmbH

Magisches Malaysia

Land der Überraschungen

  • Artikel vom 02. August 2010

"So glücklich war ich noch nie“. Der Titel der Tragikomödie, in der Nadja Uhl am 02. August im ZDF zu sehen ist (siehe TV-Tipp), könnte als Motto über ihrer letzten großen Reise stehen: einem Trip nach Malaysia. Aber anders als die Helden der traurigen Romanze – ein Trickbetrüger und eine Prostituierte, die von der weiten Welt träumen, aber ihre Ziele nie erreichen – hat sie ihr Paradies entdeckt. Dreharbeiten in Malaysia? Das klang zunächst exotisch und fremd für die Schauspielerin aus Potsdam, Mutter von zwei kleinen Töchtern. "Ich hatte einen ganzen Koffer voller Ängste." Drei Monate verbrachte sie mit ihrer Familie im Urwald der südostasiatischen Halbinsel, um den Kinofilm "Dschungelkind" zu drehen. Sie lernte viel über das Land – und noch mehr über sich. "Den Koffer voller Bedenken habe ich leichten Herzens zurückgelassen." Hier ihr Bericht über eine Reise in eine unbekannte Welt.

Es gibt ein Schlüsselerlebnis für meine Zeit in Malaysia, eine Erfahrung, die ich als einmalig empfinde: Wir fliegen im offenen Helikopter über den Urwald, sehen auf Baumkronen, doppelt so hoch wie unsere höchsten Eichen. Wolken ziehen sich zusammen, Nebel steigt auf. Unter uns ein Dickicht, das atmet und dünstet. Irgendwo sehe ich die grauen Rücken von Elefanten. Sie sind Teil einer Natur, die nicht zu beherrschen ist. Ich habe hier Gewitter erlebt, die in ihrer Wucht mit unseren nicht zu vergleichen sind. Und Regengüsse, gegen die ein deutscher Wolkenbruch harmlos wirkt. Alles ist mächtig hier. Alles erzählt von einer großen Kraft. Malaysia ist ein Land der Gegensätze.

Wer nach langem Flug in der Hauptstadt Kuala Lumpur aus dem Flughafen tritt, muss sich erst einmal setzen. Das Klima ist heiß und feucht – wie in einer Waschküche. Die Höchstwerte liegen weit über 30 Grad, die Tiefstwerte bei 23 Grad. Eine Stunde braucht man bis ins Zentrum der Stadt, die sich als malaysische Antwort auf Singapur versteht. Beherrscht von den Petronas Towers, den höchsten Zwillingstürmen der Welt – 450 Meter hoch. Früher war an dem Platz eine Pferderennbahn – typisches Hobby der Briten, die Malaysia bis 1957 als Kolonie verwalteten. Kuala Lumpur, kurz KL genannt, vermittelt auch einen Eindruck von dem bunten Bevölkerungsmix des Landes: auf den Straßen verschleierte Muslimas und Hindu-Frauen in bunten Saris. Daneben junge Mädchen in Miniröcken und viele Chinesen, die auch hier den Handel dominieren.

In Chinatown gibt es neben den Kopien bekannter Nobelmarken auch Traditionelles: "Ikan Panggang" zum Beispiel, in Bananenblätter eingewickelten gegrillten Flussfisch. Oder exotisches Obst, das man in kleinen Tüten kauft. Wir haben an einem Flussbett im Nationalpark Taman Negara gedreht, dem ältesten Urwald der Welt: 130 Millionen Jahre wuchert er hier schon. Untergebracht waren wir im Ort Kuala Tahan, der am Eingang des Dschungels liegt und eigentlich nur aus einem Hotel und einer kleinen Bungalowanlage besteht.

Plus: Malaysia entdecken: Reisetipps von Nadja Uhl

Autor: Nadja Uhl

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