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Natur
Rift Valley

6000 Kilometer lang ist das Rift Valley - Foto © www.piqs.de / Rudi Stangl, CC

Naturwunder Rift Valley

Afrikas Tal der Tiere

  • Artikel vom 06. Juni 2010

Es waren einmal drei Brüder, die gingen gemeinsam auf die Jagd. Sie waren unerfahren, aber hungrig. Ihr Gebiss war noch klein, doch hatten sie die schnellsten Beine und schärfsten Augen der Welt. Ihr Körper schien nur aus Muskeln zu bestehen. Sie waren die perfekten Jäger. Ihr Name: Geparden. Ihre Opfer: Gazellen. Eine schöne Geschichte. In Bildern konnte man sie bislang sehr selten sehen, denn Filmaufnahmen von jagenden kleinen Geparden waren äußerst rar, Nahaufnahmen gab es gar keine. Nun sind die spektakulären Szenen erstmals im Fernsehen zu bewundern: Den Produzenten der neuen TV-Dokumentation "Das Tal des Lebens" (siehe TV-Tipp) gelang es dank spezieller Kameratechnik, die jungen Wildkatzen in ihrer Heimat zu beobachten.

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Monatelang flogen sie in mit Hightech-Kameras ausgestatteten Helikoptern über das Rift Valley, den Großen Afrikanischen Grabenbruch – einen Schauplatz der Superlative. Keine Landschaft der Erde ist faszinierender als dieses Tal der Rekorde, das mit 6000 Kilometern Länge – von Syrien im Norden bis nach Mosambik im Süden – fast siebenmal so lang ist wie Deutschland. Paradies unter vulkanen Dabei war das Rift Valley vor Millionen Jahren nichts als ein schmaler Riss in der Erdkruste. Durch die ständigen Verschiebungen der großen Kontinentalplatten und die Ausbrüche von Vulkanen verwandelte es sich jedoch in ein Naturwunder: Hier erhebt sich Afrikas höchster Berg, der Kilimandscharo, hier liegt der riesige Ngorongoro-Krater, dessen Ebene so groß ist wie die Stadt Frankfurt am Main und der von Zehntausenden Tieren bevölkert wird. Hier erstreckt sich die legendäre Savannenlandschaft Serengeti, deren Name in der Sprache des Naturvolks der Massai so viel bedeutet wie "endloses Land".

Elefanten, Nashörner, Antilopen, Löwen, Leoparden, Geparden, Büffel: Sie alle zeigt die zweiteilige Fernsehdokumentation unvergleichlich lebensnah. "Zwar wurde keine andere Region der Erde so häufig von Naturfilmern unter die Lupe genommen wie das afrikanische Rift Valley", erzählt Regisseur Harald Pokieser im Interview mit HÖRZU. "Doch dank unserer speziellen Kameratechnik konnten wir die Tierwelt dieses Paradieses in nie zuvor erreichter Qualität filmen." Die Aufnahmen des ARD-Teams geben ganz neue Einblicke ins Leben der Wildtiere und sind damit lehrreicher als so manche Stunde Biologieunterricht. Den Kameraleuten gelangen etwa Aufnahmen von riesigen Antilopenherden, die sich im November, am Ende der Kleinen Regenzeit, im kenianischen Nationalpark Masai Mara versammeln.

Autor: Mike Powelz

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