Wer sich mit einem Luffa-Handschuh oder einer Bürste selbst massiert, fördert langfristig die Durchblutung und friert weniger. - Foto © picture alliance
Schnee, Eisregen, Minusgrade – jetzt beginnt die Zeit des großen Zitterns. Vor allem Frauen kommen schnell ins Frösteln, denn ihre Haut ist dünner als die der Männer. Außerdem haben sie weniger Muskeln. Und sie tragen öfter eng anliegende Kleidung. Zum Glück gibt es Hilfe gegen Gänsehaut und Bibberanfälle: zwölf Tipps, mit denen Ihnen wieder warm wird.
1. Cremeschutz fürs Gesicht
Entweder legen Sie die Nachtcreme auch tagsüber auf, oder Sie kaufen sich eine echte Winterschutz-Creme wie die klassische Cold Cream für das Gesicht, die Lippen und die Hände. Deren Fettgehalt ist eine Art Isolierschutz für die Haut. Er verhindert, dass sie austrocknet, und hält die Wärme im Körper.
2. Lachen
Es klingt ungewöhnlich, ja fast komisch, wurde aber wissenschaftlich bewiesen: Herzhaftes Lachen lässt einen das Frieren vergessen. So das Resultat einer Studie aus Zürich. Zudem fördert es nach 20 Sekunden ebenso gut die Durchblutung wie drei Minuten Laufen.
3. Der Bratapfel
Der Apfel aus dem Ofen ist nicht umsonst ein Winterklassiker. Schmeckt wunderbar und wirkt nebenbei wie eine Wärmflasche von innen. Immerhin wird er 20 Minuten bei 200 Grad gebacken.
4. Blitzwärme für die Füße
Ein Fußbad mit Rosmarin wirkt Wunder: zwei Esslöffel Rosmarin etwa zehn Minuten in einem Liter Wasser köcheln. Den Sud auf 37 Grad abkühlen lassen – und dann die Füße rein!
5. Mit Gewürzen einheizen
Nicht umsonst wird scharfes Essen im Englischen als "hot", also heiß, bezeichnet. Chili heizt sofort ein, Ingwer und Curry ebenso. Aber auch mildere Varianten wie Zimt, Nelken und Kardamom sorgen im ganzen Körper für ein wohliges Gefühl.
6. Eine Packung Wärme
Wer friert, zieht meist die Schultern hoch und verspannt sich. Wärmeauflagen geben als Kissen, Pflaster oder Thermopack über einen langen Zeitraum Hitze ab, wirken so wie eine körpernahe Heizung und verhindern gleichzeitig Rückenbeschwerden.
7. Öfter mal was Kaltes
Pfarrer Kneipp hatte recht mit seinen kalten Güssen. Wer morgens regelmäßig Wechselduschen macht oder kurz mal durch den Schnee läuft, reguliert langfristig die körpereigene Klimaanlage. So gerüstet lassen sich kalte Tage besser und gesünder überstehen.
8. Einfach mal abtauchen
Wer bis auf die Knochen durchgefroren ist und ganz schnell Wärme braucht, sollte sich sofort in eine gut gefüllte Badewanne legen. Spezielle Zusätze etwa mit Naturmoor, Rosmarin oder Nadelhölzern machen warm und verhindern, dass sich Erkältungsviren breitmachen können.
9. Hauptsache gut behütet!
Eines vorweg: Wir verlieren nicht etwa 50 Prozent der Körperwärme über den Kopf. Diese Behauptung hielt sich lange, ist aber falsch. Wahr ist trotzdem: Der Kopf ist gut durchblutet und schlecht isoliert. Deshalb wird er bei niedrigen Temperaturen auch schneller kalt. Gut, dass Mützen gerade voll im Trend sind. Selten war die Auswahl größer.
10. Chinesisch essen
In der Traditionellen Chinesischen Medizin gelten folgende Nahrungsmittel als wärmend: Schaf, Lamm, Ziege, Gegrilltes, Huhn, Aal, Garnelen, Fenchel, Lauch, Zwiebeln, Nüsse und Kastanien. Im Winter also bei diesen Sachen beherzt zugreifen!
11. Einen Schritt schneller
Wer friert, sollte Gas geben. Zügiges Gehen verbessert nämlich sofort die Durchblutung – auch in Händen und Füßen.
12. Massieren
Volle Kraft voraus! Wer sich mit einem Luffa-Handschuh oder einer Bürste selbst massiert, fördert langfristig die Durchblutung und friert weniger. Tipp: immer von außen nach innen gehen. Also erst die Außenseite des Beins mit kreisenden Bewegungen bearbeiten, dann die Innenseite.
Autor: E. Langmaack
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