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Gesundheit
Geschickt: Wer mit Socken jongliert, muss schnell reagieren.

Wer mit Socken jongliert, muss schnell reagieren. Fotos © Andreas Wemheuer für HÖRZU

Der große Selbsttest: 10 Übungen für zu Hause

Wie fit sind Sie wirklich?

  • Artikel vom 01. Juni 2010

Vor drei Jahren hatte Claudia Peters ein Problem. "Meine Pumpe war aus dem Takt gekommen", sagt die Düsseldorferin. Ständiger Zeitdruck und beruflicher Stress hatten bei der 53-jährigen Bürokauffrau Spuren hinterlassen: Sie litt unter Herzrhythmusstörungen und abnehmender Leistungskraft. Sie hatte versäumt, was ihr Arzt immer empfohlen hatte: Bewegung. Diese Geschichte zeige, wie wichtig kontinuierliches Training sei, selbst im Alter, sagt der Hamburger Sportmediziner Prof. Klaus-Michael Braumann: "Bewegung ist nun mal die beste Vorbeugung und Medizin."

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So steigern Sie Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit

Der große Selbsttest: 10 Übungen für zu Hause

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Ist man weniger aktiv, kommen im Körper wichtige biochemische Abläufe ins Stocken: Blutfette können sich dann zu Gallensteinen verklumpen oder gefährliche Plaques an den Gefäßwänden bilden. Zudem verlangsamt sich die Verdauung, sodass krebsauslösende Giftstoffe länger im Darm verweilen. Braumann warnt: "Couch-Potatos tragen ein um 50 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko." Die Formel für Gesundheit und Fitness lautet deshalb schlicht und einfach: Schon 30 Minuten spazieren gehen, joggen, walken, Rad fahren oder schwimmen drei- bis fünfmal pro Woche können für immer fit halten Denn Bewegung vermag weit mehr, als uns vor Krankheiten zu schützen.

Braumann: "Sie ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass alle Prozesse im Körper optimal ablaufen.“ Und dass wir weniger schnell abbauen. Was oft als normaler Alterungsvorgang verstanden wird, ist nämlich meist nur das Ergebnis von zu wenig Aktivität und Training. Wir altern keineswegs nur chronologisch (also mit den Jahren), sondern auch biologisch (durch den Abbau von körperlichen Fähigkeiten). Bei inaktiven Menschen heißt das: durch abnehmende Muskelmasse, geringere Sauerstoffaufnahmefähigkeit und Blutzuckertoleranz, steigenden Blutdruck und erhöhte Herzfrequenz. Krankheiten wie Diabetes, Krebs und Depressionen können die Folge sein. Braumann: "Wer es schafft, seine Körperfunktionen dank guter Fitness zu erhalten, verlangsamt den Alterungsprozess."

Natürlich gibt es Leistungsdifferenzen zwischen Jung und Alt, doch die spielen keine Rolle. Ein Beispiel: Toptrainierte 35-Jährige laufen einen Marathon in rund zwei Stunden und zehn Minuten. Der 60-jährige Italiener Luciano Acquarone brauchte dafür nur knapp 30 Minuten länger. Der Australier Robert Horman vier Stunden 34 Minuten – eine sensationelle Zeit, denn er war beim Lauf 86 Jahre alt! Solche Erfolge sind freilich nur möglich, wenn man zeitlebens sportlich aktiv war. Wie das optimale Trainingsprogramm aussieht, hängt auch vom Lebensalter ab. Braumann: "35-Jährige trainieren zu gleichen Teilen Ausdauer und Kraft, bei 50-Jährigen sollte Krafttraining überwiegen." Auch Übungen zur Beweglichkeit und Koordination werden dann wichtiger. Sie reduzieren einen großen Unfallfaktor im Alter: das Sturzrisiko.

Gemeinsam mit dem Hamburger Institut für Sport- und Bewegungsmedizin unter Leitung von Prof. Braumann hat HÖRZU einen umfangreichen, aber einfachen Selbsttest für zu Hause entwickelt, der Ihnen zeigt, wie es um Ihre Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination steht. Ein kleines Aufbauprogramm kann Ihnen dann helfen, wieder gut in Form zu kommen.

Autor: Georg Francken

Bilderstrecke
  • Übung 1: Socken-Ballett
  • Übung 2: Treppen steigen
  • Übung 3: Standhaft bleiben
  • Übung 4: Der Rückengriff
  • Übung 4b: Der Rückengriff
  • Übung 5: Der Finger-Zehen-Sitz
  • Übung 6: Der Knie-Winkel
  • Übung 7: Auf und nieder
  • Übung 8: In Schräglage
  • Übung 9: Stabile Seitenlage
  • Übung 10: Abheben

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