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Gesundheit
50% der Deutschen leiden unter Schlafproblemen.

50% der Deutschen leiden unter Schlafproblemen. - Foto © dpa Picture-Alliance GmbH

Plus: die zehn besten Tipps

So finden Sie erholsame Nachtruhe

  • Artikel vom 03. August 2010

Was für eine Zeitverschwendung! Als Neugeborene schlafen wir fast 16 Stunden am Tag, als Erwachsene immerhin noch rund acht. Hochgerechnet bedeutet das: Wir verschlafen ein Drittel unseres Lebens. Und wofür soll das gut sein? Ganz so sinnlos, wie uns die Ruhephasen scheinen, sind sie jedoch nicht. Auch wenn noch nicht alle seine Geheimnisse gelüftet sind, wissen Forscher heute, dass wir Schlaf dringend brauchen. Das Gehirn nutzt die Zeit, um die unzähligen Eindrücke des Tages zu verarbeiten und dauerhaft im Gedächtnis zu speichern, Nervengewebe wird umgebaut und das Gehirn regelrecht aufgeräumt, um für neue Informationen Platz zu schaffen.

In der Nacht erholt sich unser Immunsystem und sammelt neue Kräfte für die täglichen Abwehrschlachten. Das Wachstumshormon lässt derweil Haut, Haare und Knochen wachsen und hält unseren Stoffwechsel im Takt. Wie wichtig Schlaf ist, merken wir meist erst, wenn wir zu wenig davon bekommen. Das ist bei den Bundesbürgern derzeit leider häufig der Fall: Schlafstörungen werden zum neuen Volksleiden. "Jeder dritte Deutsche", so der DAK-Gesundheitsreport 2010, "hat regelmäßig Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen."

Man liegt stundenlang wach, rollt sich von einer Seite auf die andere, hört das unablässige Ticken der Uhr, kommt einfach nicht zur Ruhe. Klingelt am nächsten Morgen der Wecker, ist man völlig gerädert, kann sich später kaum konzentrieren, schleicht meist schlecht gelaunt durch den Tag. "Ausreichend Schlaf", lautet das Zauberwort. Doch wie lange das ist, lässt sich schwer sagen, denn es ist von Mensch zu Mensch verschieden: Manchen reichen sechs Stunden völlig aus, andere brauchen mindestens neun Stunden. Im Schnitt liegt die Schlafdauer bei etwa 7,5 Stunden täglich. Wer dauerhaft deutlich weniger ruht, schadet seinem Körper.

Typische Folgen sind Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen. Später steigt auch der Blutdruck, der Blutzuckerspiegel gerät durcheinander, und das Immunsystem braucht länger, um schützende Antikörper herzustellen. "Studien haben sogar gezeigt, dass Menschen, die zu wenig schlafen, früher sterben", sagt Dr. Holger Hein, Schlafmediziner und Facharzt für Innere Medizin aus Reinbek. Was aber tun, wenn man einfach nicht in den Schlaf findet? "Den meisten hilft es schon, ihre Schlafhygiene zu verbessern, indem sie sich etwa eine angenehme Schlafumgebung schaffen", so Hein (siehe auch Tipps hier). Wer nur hin und wieder schlecht schläft, kann auch die Heilkraft der Natur nutzen: So zeigt Baldrian bei Schlafstörungen beruhigende Wirkung. Gut zu wissen, dass man selbst einiges tun kann, um die Nacht wieder zur ungestörten Traumzone zu machen.

Zehn Wege zu entspannten Träumen

Autor: HÖRZU

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