Psychologie
Wer ständig grübelt, kommt mit der Arbeit nicht voran.

Wer ständig grübelt, kommt mit der Arbeit nicht voran. / Foto: © picture alliance / dpa Themendienst

So stoppt das Sorgen-Karussell

Wege aus der Grübelfalle

  • Artikel vom 25. November 2012

Sie sind ab und an mal nachdenklich? Kein Problem. Sie überlegen stundenlang, was es Weihnachten zu essen geben soll? Auch in Ordnung. Sie fragen sich häufig, was andere über Sie denken? Was die Zukunft bringen wird, ob Sie gut genug sind, und warum immer Ihnen blöde Dinge passieren? Achtung, Sie stecken vielleicht in der Grübelfalle! Man erkennt sie an den ziellosen Gedanken, die ewig um dieselben Themen kreisen, ohne zu einem Ergebnis zu kommen.

Vor allem Frauen verstehen sich darauf, Gedanken zu kneten wie Hefeteig, bis diese den Kopf komplett ausfüllen. Genau hier liegt das Problem: Wenn man zu viel grübelt, neigt man zu Übertreibungen und sieht ganz schnell Probleme, die es gar nicht gibt – oder die zumindest nicht so groß sind, wie man es sich einredet. Ein typischer Auslöser ist Unsicherheit, etwa wenn eine Aufgabe unlösbar oder eine Entscheidung besonders schwer zu treffen scheint.

Auch Anspruchsdenken und Vergleiche können uns Sorgen machen: Wir grübeln, warum wir nicht so viel Geld, keinen so tollen Job oder keine so harmonische Beziehung wie andere haben.

Für die Psyche kann das leicht zur Belastung werden: Die Stimmung verschlechtert sich, man bekommt Angst, zieht sich zurück, sieht alles zunehmend negativ. Das Risiko für eine Depression steigt.

Was Sie tun können: Machen Sie sich klar, dass Grübeln Ihnen schadet. Sorgen Sie kurzfristig für Ablenkung. Langfristig ist es wichtig, sich strukturiert mit dem Grübelthema auseinanderzusetzen. Aktuelle Studien zeigen zudem, dass Lavendelöl beruhigend wirkt. Dessen Wirkstoff stoppt das Gedankenkarussell, kann Angst sowie Unruhe lösen (z. B. "Lasea", Apotheke). Denn wie sagte schon der Essayist Joseph Joubert: "Man ist meistens nur durch Nachdenken unglücklich."


Fünf Tipps gegen das Grübeln:

So unterbrechen Sie gedankliche Teufelskreise und heben Ihre Stimmung!

● Aktiv werden Widmen Sie sich intensiv einem Hobby. Am besten Sport!

● Gehirn entlasten Verschieben Sie Ihre Sorgen auf einen "Grübeltermin". Oft sind Gedanken dann schon klarer, das Problem kleiner.

● Rituale pflegen Viele vertreiben lästige Gedanken mit Gebet oder Meditation.

● Lösungen erarbeiten Schreiben Sie Ihre Sorgen auf, und machen Sie einen Plan, um das Problem anzupacken.

● Reden Offene Gespräche mit vertrauten Menschen können den Teufelskreis Ihrer Gedanken durchbrechen.

Autor: Melanie Schirmann

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