Gesund leben
Nüsse enthalten reichlich Vitamin E.

Knacken Sie öfters einmal ein paar Nüsse, sie enthalten reichlich Vitamin E. - Foto © picture alliance

Der Vitamin-Check

Werden Sie fit für den Winter

  • Artikel vom 11. Dezember 2012

Jetzt im Winter benötigt unser Körper viel mehr Vitamine. Hier erfahren Sie, ob Sie unter Vitaminmangel leiden und welche Vitamine in welchen Lebensmitteln stecken.


Machen Sie den Test: Leiden Sie unter Vitaminmangel?


Sie sind oft müde? Fühlen sich ziemlich schlapp? Hangeln sich kraftlos durch den Tag? Sie denken, das liegt bestimmt an der dunklen Jahreszeit, dem trüben Wetter, den kurzen Tagen, dem Mangel an Sonnenlicht? Kann sein. Vielleicht aber verbirgt sich hinter dieser Abgeschlagenheit auch ein ernster Vitaminmangel. Wenn der Nachschub an wertvollen Vitalstoffen ausbleibt, gerät nämlich auch die Körperchemie schnell aus der Balance.


Mehr Energie sofort!

Welche Vitamine stecken in welchen Lebensmitteln?

Vitamin A: Paprika, Möhren, Feldsalat, Spinat, Grünkohl, Eigelb, Butter, Milch, Fisch, Spinat, Brokkoli, Leber, Lebertran.
Vitamin B (B1, B2, B6 und B12): Getreide, Müsli, Vollkornwaren, Eier, Hefe, Hülsenfrüchte, Schweinefleisch, Thunfisch, Scholle, Fenchel, Kiwis, Champignons.
Vitamin D: Ist das einzige Vitamin, das der Körper mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden kann. Es kommt zudem in fettreichen Fischen wie Hering oder Makrele vor, aber auch in Leber, Eiern und Vollkorngetreide.
Vitamin E: Butter, Margarine, Milch, Eier, Sonnenblumen- und Sojaöl, Weizenkeimöl, Arganöl, Vollkorngetreide, Nüsse, Mandeln, Sonnenblumenkerne.
Vitamin C: Äpfel, Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Ananas, Kiwis, Johannisbeeren, Hagebutte, Sanddorn, Paprika, Petersilie, Grünkohl.


Vitamine sind wahre Alleskönner: Wir benötigen sie, um neue Zellen zu bilden, das Immunsystem zu stärken, die Verdauung zu unterstützen, zu entgiften und – ganz wichtig! – die Energieversorgung des Körpers generell zu sichern. "Besonders in der kalten Jahreszeit leeren sich unsere Nährstoffspeicher rapide", erklärt die Ernährungsexpertin Meike Schmalstieg aus Hamburg. Viele greifen dann gern zu Pillen und Pülverchen, um fehlende Vitamine schnell "nachzutanken". Dabei stehen meist die sogenannten Antioxidantien im Mittelpunkt, besser bekannt als ACE-Vitamine, denn sie gelten als Schutz gegen freie Radikale.

Diese äußerst aggressiven Molekülbruchstücke, reaktive Formen des Sauerstoffs, können die Zellmebranen, das Zelleiweiß und das Erbgut angreifen und zu Oxidation führen, also zu einer Art "biologischem Rosten", das über Jahre zu unserem langsamen Verfall beiträgt. Ob und wie ACE-Vitamine diesen Prozess aufhalten oder verlangsamen können, wird aktuell wieder in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht. Alle bisherigen Studienergebnisse fanden die Forscher nicht befriedigend.

Allein in den vergangenen Jahren wurden einige große Testreihen mit weit mehr als 100.000 Probanden durchgeführt. Keiner einzigen gelang es jedoch, eindeutig positive Ergebnisse über die Wirksamkeit von ACE-Vitaminen zu liefern. Woran das liegt, ahnen die Experten unterdessen: Der Oxidationsprozess scheint ungemein komplex zu sein, allein durch das Schlucken von Vitaminpillen kann er anscheinend nicht gestoppt werden. Allerdings belegen aktuelle US-Studien, dass eine gezielte Gabe von Vitaminen etwa die Regenerationsfähigkeit nach sportlicher Aktivität oder nach Stressbelastung reduzieren kann.

Unbestritten ist zudem: Wer bewusst und ausgewogen isst, versorgt seinen Körper optimal mit Vitaminen und muss nicht künstlich nachhelfen. "Jeder sollte deshalb zuerst seinen Speiseplan checken", rät Expertin Meike Schmalstieg. "Mit gesunder Ernährung lassen sich Energiedefizite schnell ausgleichen." Im Test auf Seite 2 kann jeder selbst überprüfen, ob bei ihm eventuell ein Vitaminmangel vorliegt. Weiter oben finden sich dann die Nahrungsmittel, die einen hohen Anteil an bestimmten Vitaminen besitzen. Sie sind die besten und vor allem die natürlichsten Kraftquellen. Mit ihrer Hilfe kann jeder von uns schwungvoll und gesund durch den Winter kommen.

Autor: Susan Junghans-Knoll

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