Gesund leben
Eine Fußreflexzonenmassage tut nicht nur den Füßen gut.

Rund 72.000 Nervenbahnen enden in den Füßen. Deshalb empfinden wir Berührungen an der Sohle so intensiv, eine Fußreflexzonenmassage als wahre Wohltat. - Foto © picture alliance / Bildagentur-o

Plus: Acht Pflegetipps

So bleiben Ihre Füße gesund und schön

  • Artikel vom 07. November 2012

Nun führen sie wieder ein monatelanges Schattendasein. Versteckt in dicken Socken und schweren Stiefeln leiden unsere Füße in der kalten Jahreszeit besonders. Wir verraten Ihnen, wie Ihre Füße fit und gesund bleiben und das ganze Jahr gepflegt aussehen.

Trockene Haut und hartnäckige Druckstellen, eingewachsene Nägel, Hühneraugen und Fußpilz verderben die Freude an langen Spaziergängen in kühler Herbst- und Winterluft. Und weil die Füße jetzt nicht so häufig zu sehen sind, wird schon mal weniger Wert auf ihre intensive Pflege gelegt. Ein Fehler.

Die Anforderungen an unsere Füße sind hoch. Sie tragen uns viermal um die Erde: 160.000 Kilometer läuft jeder von uns im Schnitt im Lauf seines Lebens. Eine Höchstleistung, wenn man bedenkt, dass unsere Füße im Verhältnis zu unserem Körper doch reichlich klein sind. Hinzu kommt, dass sie bei jedem Schritt das Dreifache des Körpergewichts abfedern müssen.

Bei einer Frau, die 60 Kilogramm wiegt, sind das beinah unglaubliche 180 Kilogramm. Doch unsere Füße leisten noch viel mehr. Ihre geniale Konstruktion mit rund 30 Knochen, 30 Gelenken, 60 Muskeln, mehr als 100 Bändern und 200 Sehnen sorgt für Beweglichkeit und Balance. Außerdem haben sie mehr Sinneszellen als unser Gesicht. Rund 72.000 Nervenbahnen enden in den Füßen. Deshalb empfinden wir Berührungen an der Sohle so intensiv, Massagen als wahre Wohltat.

Auf das richtige Schuhwerk kommt es an

Wir lieben es, die Natur zu Fuß zu erkunden. Insbesondere im Herbst, wenn die Füße auf dem Waldboden über weiches Laub laufen. 56 Prozent der Deutschen gehen regelmäßig wandern. Einige am liebsten, so weit die Füße tragen. Doch die Lust daran vergeht schnell, wenn jeder Schritt schmerzt. Naturgemäß spielen beim Wandern die Schuhe die tragende Rolle.

Diese dürfen nicht drücken, weil sie sonst die Durchblutung vermindern und Blasen verursachen. Sie dürfen nicht zu schwer sein und müssen vor allem Halt geben. Dafür sorgen ein stabiler Schaft und eine griffige, rutschfeste Sohle. Besonders wichtig ist, dass der Schuh in der Ferse fest sitzt und die Zehen frei sind. Auch Pilzerkrankungen können durch falsche, etwa zu enge Schuhe begünstigt werden. Hohe Druckbelastungen bewirken, dass sich Bläschen und Schuppen bilden, die Haut einreißt und sich gefährlich entzündet, weil Keime ungehindert eindringen können. Außerdem kommen Füße etwa in Turnschuhen ins Schwitzen, das macht es Pilzen leicht.

Für Nagelerkrankungen sind meist Fadenpilze verantwortlich, die der Wirkstoff Ciclopirox wirksam bekämpft, wie Studien nachweisen. Er ist in einem wasserlöslichen Nagellack (z. B. "Ciclopoli", Apotheke) enthalten, der tief in den Nagel eindringt und Pilzsporen die Verbreitungsgrundlage entzieht. Zudem ist er abwaschbar. Doch am besten lässt man es gar nicht so weit kommen. Annett Ullrich vom Zentralverband der Podologen und Fußpfleger rät: "Erst einmal sollte man sich die Zeit nehmen, sich seine Füße anzuschauen und zu überlegen: Was ist störend, wo sollte man etwas machen?" Manches kann man mit ausgiebiger Pflege selbst angehen (siehe Tipps unten). Wer aber bereits unter Schmerzen oder Verformungen leidet, sollte sich an einen Fußpflegeprofi wenden.


Acht Tipps: Wellnesskur für die Füße

Schöne Füße sind keine Zauberei – meistens genügt ein bisschen Pflege. Mit unseren Tipps bleiben die Füße gesund und sehen das ganze Jahr gepflegt aus.

1. Baden
Ein fünf Minuten langes Fußbad in warmem Wasser entspannt und macht die raue Haut wieder weich. Guter Zusatz: Oliven- oder Lavendelöl.

2. Cremen
Wie das Gesicht brauchen auch die Füße ihre tägliche Prozedur des Eincremens, etwa mit einer Kräutercreme oder einem pflanzlichen Samenöl.

3. Kneten
Es tut gut, mit dem Daumen zwischendurch kurz die Sohle zu reiben und an mehreren Stellen zu drücken.

4. Massieren
Mit dem Noppenball stimuliert man die Durchblutung der Sohle und fördert die Beweglichkeit.

5. Peelen
Dazu mischt man Meersalz mit Oliven- oder Körperöl und rubbelt damit abgestorbene Hautschuppen weg.

6. Hochlegen
Das unterstützt den Rückfluss des Blutes. Auch die Füße brauchen zwischendurch mal eine Pause.

7. Erfrischen
An der Sohle sind viele Schweißdrüsen. Fußpuder, Fußspray, lauwarme Bäder mit Salbei oder Gerbstoffen hemmen die Schweißbildung.

8. Abrubbeln
Nach dem Bad sollte man überschüssige Hornhaut mit einem Bimsstein, einer Bürste oder notfalls einer Hornhautreibe entfernen.

Autor: Anja Matthies

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