Gesund leben
Im Winter brauchen Haut und Lippen besondere Pflege.

Im Winter brauchen Haut und Lippen besondere Pflege. / Foto: © picture alliance/chromorange

Mit Tipps für jede Jahreszeit

Der große Gesundheits-Kalender 2013

  • Artikel vom 01. Januar 2013

Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Aber auch ihre gesundheitlichen Herausforderungen. Durch wechselnde Einflüsse, durch Sonnenlicht, Dunkelheit, Kälte oder Hitze verändert sich nicht nur die Körpertemperatur, sondern auch die Herzfrequenz und die Hormonproduktion. Selbst unser Immunsystem und unser Wachstum folgen dem Rhythmus der Jahreszeiten. Wer seinen Lebensstil rechtzeitig auf den Wechsel einstellt, bleibt das ganze Jahr gesund!


Winter (21.12 – 19.3.)

1 Vitamin-D-Speicher füllen "Vor allem in den sonnenarmen Monaten sollte das Vitamin in Tablettenform eingenommen werden. Sinnvoll ist eine Tagesdosis von 1000 Einheiten", rät Prof. Christoph Bamberger, Leiter des Medizinischen Präventions-Centrums Hamburg, kurz MPCH. Vitamin D ist etwa für die Regulierung des Kalziumspiegels im Blut wichtig – und damit für den Knochenaufbau.

2 Streichelzarte Winterhaut Für unsere Hülle bedeuten die Kälte draußen und die Heizungsluft drinnen puren Stress Sie braucht deshalb jetzt Cremes mit hohem Fettanteil. Juckt die Haut, kann der pflanzliche Wirkstoff aus dem asiatischen Mönchsköpfchen solche Beschwerden lindern, das zeigen aktuelle Studien. Er wirkt zudem antibakteriell und kann Neurodermitisschübe lindern (z. B. "Dermaplant", Apotheke).

3 Graue Zellen trainieren Aktivität regt die Hirnzellen dazu an, neue Verbindungen zu schaffen und auszubauen. Ideal an langen Winterabenden ist das Lernen einer Sprache. So werden Gedächtnis und Konzentration optimal gefördert.

4 Einfach mal abtauchen Draußen ist es eiskalt und ungemütlich? Dann gönnen Sie sich doch mal ein Bad. Allein schon die wohlige Wärme beflügelt die Seele. Mit Orangenblüten angereichert feuert ein Bad sogar unsere Dopingzentrale an, und der Winterblues löst sich in Dampf auf.

5 Krafttraining Es stärkt die Muskeln und verbessert nachhaltig deren Koordination. Das wiederum dient der Sturzprophylaxe – ganz wichtig im Alter. Außerdem werden der Stoffwechsel aktiviert und der Fettabbau angekurbelt. Das Training beugt auch der Osteoporose vor, wie die Langzeitstudie "Osteoporosis Prevention Study" der Uni Erlangen ergeben hat.

6 Lippen schützen Für unsere Lippen ist der Winter ein Härtetest. Sie verfügen weder über Talg- noch über Schweißdrüsen und können sich nicht selbst mit Fett oder Feuchtigkeit versorgen. Wer ein wenig Honig einmassiert, hält sie jetzt angenehm geschmeidig.

7 Ölwechsel! Statt ständig Olivenöl zu nehmen, sollten Sie auch einmal zu herzgesundem Raps- oder Leinöl greifen. Auch Traubenkernöl ist eine gute Alternative, denn es enthält als einziges Nahrungsmittel nennenswerte Mengen Procyanidin. Dieser Stoff wirkt 50-mal stärker als Vitamin E gegen freie Radikale, die Krebs auslösen können. Zudem verlangsamt er die Zellalterung.

8 Gutes Raumklima schaffen Mikrobiologen aus New York haben herausgefunden, dass Viren bei einer Luftfeuchtigkeit von unter 20 Prozent am leichtesten Gesundheit übertragen werden. Das hilft: häufiger lüften und das Raumklima immer feucht halten.

9 Ab in die Sauna! Mit dem Schweiß entsorgt der Körper krank machende Stoffwechselgifte und schwemmt diese aus. Das hat eine Studie der American Health Association belegt. Ideal sind zwei Saunagänge pro Woche.

10 Liebe und Freundschaft Anhand mehrerer Studien wiesen Forscher aus England, den USA und Australien nach: Menschen, die sich geliebt und geborgen fühlen, erkranken weniger an Demenz oder Grippe und erleiden seltener Herzinfarkte.

Spaziergang im Fruehling

Mindestens dreimal pro Woche sollte man sich im Frühling an der frischen Luft bewegen. / Foto: © picture alliance/Beyond

Frühling (20.3. – 20.6.)

11 Venenkontrolle Wer im Sommer nicht nur schöne, sondern auch gesunde Beine haben möchte, sollte selbst seine Venen begutachten. Zeichnen sich Krampfadern ab? Dann bitte zum Arzt! Meist hilft nur eine operative Entfernung.

12 Altlasten abwerfen Nach der in der Regel deftigen Winterkost ist es nun Zeit, unseren Körper zu entgiften und auf Leichtigkeit zu setzen. Ideal dafür sind gedünstetes Gemüse, Obst, Kartoffeln, Fisch und mageres Geflügel.

13 | Auf Grün setzen Bestücken Sie Ihr Zuhause mit Grünpflanzen. Laut einer Studie englischer Forscher macht Grün glücklich! Die Farbe symbolisiert den Triumph des Frühlings über den Winter, löst das triste Grau ab und befreit aus dem melancholischen Tief der dunklen Jahreszeit.

14 Zum Darmtest Folgen Sie jetzt dem Aufruf der Kampagne "Darmkrebsmonat März"! Ab 50 Jahren bezahlt die Krankenkasse pro Jahr eine Untersuchung des Darms (Abtasten des Enddarms, Test auf Blut im Stuhl). Und ab 55 Jahren haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren.

15 Raus an die frische Luft! Keine Ausreden mehr! Walken, joggen, spazieren Sie mindestens dreimal pro Woche für 30 Minuten durch Wald und Wiesen. Studien belegen: Das stärkt Herz sowie Kreislauf und schützt vor vielen Zivilisationskrankheiten.

16 Schluss mit dem Gähnen! Die Natur erwacht, und wir fühlen uns schlapp und erschöpft? Gegen die Frühjahrsmüdigkeit helfen morgendliche Kniebeugen und tiefe Atemzüge vor dem offenen Fenster.

17 Achtung, Zeckenalarm! Jetzt sind die Blutsauger wieder aktiv. Schützen Sie sich durch lange Hosen, feste Schuhe und Hemden mit langen Ärmeln. Bereits gestochen? Dann die Zecke nah an der Haut fassen und drehend herausziehen. Bildet sich ein roter Kreis um den Stich, sofort zum Arzt.

18 Vorsorge ernst nehmen Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Nehmen Sie ihn zum Anlass, sich wieder einmal durchchecken zu lassen. So können Krankheiten wie etwa Diabetes oder Bluthochdruck entdeckt und rechtzeitig behandelt werden. Die Kassen tragen alle zwei Jahre die Kosten.

19 Pollenschirm aufspannen Für rund 15 Millionen Allergiker beginnt jetzt wieder die Leidenszeit. So schützen Sie sich: Informieren Sie sich über den Pollenflug, wechseln Sie Ihre Kleidung beim Nachhausekommen, und bringen Sie Pollenschutzgitter vor den Fenstern an. Bewährt hat sich auch ein Wirkstoff aus der Adhatoda-Pflanze. In einer Herstellerstudie gaben nach siebentägiger Einnahme 80 Prozent der betroffenen Allergiker an, dass sie sich nun deutlich besser fühlten (z. B. "Allergin", Apotheke).

20 Vitaminschub Meist fehlen dem Körper nach dem langen Winter Vitamin B, C und E sowie Eisen, Zink und Kalzium. Ideal auf dem Speiseplan sind jetzt Spargel, Radieschen, Spinat, Kiwis, Papayas, Mangos, Avocados, Paprika, Karotten, Brokkoli, Salat.

Hier geht es weiter zu Sommer und Herbst.

Autor: Susan Junghans-Knoll

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