Alternative Medizin
Hausmittel für den Hals: Zwiebel-Honig-Sirup hilft gegen hartnäckigen Husten.

Hausmittel für den Hals: Zwiebel-Honig-Sirup hilft gegen hartnäckigen Husten. / Foto: © dpa

Bei Fieber, Halsweh und Husten

Hausmittel für den Hals

  • Artikel vom 23. November 2012

Die Reihenfolge ist immer die gleiche: Erst schmerzt der Hals, dann läuft die Nase, schließlich wird – großes Finale! – laut gehustet. Eine Erkältung ist zwar nicht besorgniserregend, aber immer lästig. Ein Mittel, das die Symptome stoppt, gibt es nicht – dafür aber viele natürliche Wirkstoffe, die die Beschwerden lindern und den Krankheitsverlauf verkürzen können. Hier sind die besten für jedes Erkältungsstadium.

HALSWEH

Gurgeln mit Salbei Wenn der Rachen brennt wie Feuer, hemmt Salbei die Entzündung und lindert den Schmerz. Einen Tee aufbrühen, zehn Minuten ziehen lassen, stündlich damit gurgeln.

Tee trinken Kratzt der Hals, heißt es: Trinken, trinken und nochmals trinken! Durch die Flüssigkeit werden die ausgetrockneten Schleimhäute befeuchtet. Das schreckt Viren ab und fördert den Heilungsprozess. Besonders gut tut ein Tee aus Lindenblüten.

Quarkwickel: Streichen Sie kalten Speisequark auf ein Baumwolltuch, und legen Sie dieses um den Hals. Die Wirkung ist eine kleine Sensation: Die kühle Masse regt die Durchblutung an, stärkt so die Immunabwehr. Zudem werden die Nervenleitungen blockiert, was den Schmerzreiz verringert. Den Halswickel jeweils nach einer Stunde erneuern.

FIEBER

Holunderblütentee Fieber bekämpft man am besten mit schweißtreibenden Getränken. 50 Gramm getrocknete Holunderblüten mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, fünf Minuten köcheln lassen, über den Tag verteilt trinken.

Hühnersuppe

Selbst gekochte Hühnersuppe hemmt Entzündungen und bremst Viren. Das bestätigen nun auch die Forscher. / Foto: © picture alliance/chromorange

Hühnersuppe Was wir schon lange wussten, haben US-Forscher jetzt in einer Studie nachgewiesen: Hühnersuppe macht gesund! Der in ihr enthaltene Eiweißstoff Cystein hemmt Entzündungen und wehrt Viren ab. Außerdem kräftigen Zink und Kalzium die Abwehr. Achtung: Nur die selbst gekochte Suppe aus frischen Zutaten lindert die Beschwerden.

Wadenwickel Klassiker sind Essigwickel. Dafür lauwarmes Wasser und Obstessig zu gleichen Teilen mischen. Geschirrtücher darin tränken, auswringen und dann um die Waden wickeln. Bei hohem Fieber mehrfach wiederholen.

SCHNUPFEN

Sesamöl Die Haut in und um die Nase ist trocken, brennt oder zeigt kleine Ekzeme? Tröpfeln Sie Sesamöl auf diese Areale. Es pflegt die Schleimhaut und lindert trockenen Schnupfen.

Inhalieren Einen Topf mit heißem, abgekochtem Wasser füllen, einige Tropfen Eukalyptusöl hinzugeben, Kopf darüberbeugen und tief durch die Nase einatmen. Der Klassiker aus Omas Apotheke lässt die Nasenschleimhaut abschwellen und löst den Schleim.

Lapacho Die Rinde des Lapachobaums war schon bei den Inkas ein bewährtes Heilmittel. So kann es der Nase helfen: Lapachotee (aus dem Reformhaus) zubereiten: dafür 2 TL auf 1 l Wasser geben, fünf Minuten kochen und 15 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Eine Prise Salz hinzugeben. Die Mischung anschließend mit einer Pipette vorsichtig in beide Nasenlöcher tröpfeln.

HUSTEN

Cineol Der aus dem Eukalyptus gewonnene Wirkstoff Cineol (z. B. "Soledum", Apotheke) wirkt entzündungshemmend und schleimlösend. Damit hilft er nicht nur bei Bronchitis und Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Zugelassen wurde er auch zur Behandlung von Asthma und der Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).

Süßholztee Der Tee aus den Wurzeln der Süßholzstaude schmeckt süß und nach Lakritz. Am wichtigsten aber ist: Sein Inhaltsstoff Glycyrrhizin lindert den Hustenreiz.

Zwiebel-Honig-Sirup Omas Geheimwaffe gegen hartnäckigen Husten: Eine Zwiebel würfeln, mit Honig beträufeln und eine Stunde ziehen lassen. Den so entstehenden Sirup teelöffelweise einnehmen. Die ätherischen Öle lösen den Schleim, der Honig hemmt die Entzündung.

Autor: Susan Junghans-Knoll

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